Nun betreten wir den „Großen Salon“, in den Maßen gleichgroß wie der Stucksaal, jedoch in der Ausstattung gänzlich anders. An der Decke mächtige „Balken“ ohne Holz, es sind Eisenträger, die um 1900 eingezogen wurden, mit Stuckgips kunstvoll verkleidet und passend zur Holzvertäfelung mit einem braunen Anstrich versehen. Die Deckenflächen sind hell angelegt um dem Raum Höhe zu verleihen.

Am Mittelkreuz der Decke ist ein vergoldeter Kronleuchter angebracht. Die Wände eine 70 cm Hohe Holzvertäfelung von dort bis zur Decke eine Stoffbespannung aus einem zartgelben Moirestoff, in ähnlichem Farbton sind auch die Fenstergardinen gehalten die den Raum wohnlich gestalten, aber vorwiegend die Gemälden vor UV Strahlen schützen sollen.

An der Stirnseite jeweils ein Kamin mit einer kunstvollen gearbeiteten Lahnmarmoreinfassung. Über den Kaminen, zur rechten Seite, ein Gemälde von dem bekannten Maler Johann Heinrich Tischbein d.Ä. (1727-1789) das den Landgraf Wilhelm VIII von Hessen Kassel ein Freund von Christian Ludwig von Isenburg darstellt.

Zur linken Seite ein Gemälde des schwedischen Hofmalers Georges Desmarées (1697-1776). Es stellt den Großmeister des deutschen Ordens und Kurfürsten Clemens August Wittelsbach von Köln dar.

Des weiteren schmücken den Raum 7 Supraporten gemalt wurde der Zyklus  von Ruinenlandschaften von dem bekannten Maler Christian Georg Schütz d. Ä. (1718-1791)(*). Die Supraporten wurden nachweislich für den „Großen Salon“ gemalt.

* Der deutsche Künstler Christian Georg Schütz d. Ä. wurde 1718 in Flörsheim geboren und war einer der führenden deutschen Landschaftsmaler im 18. Jahrhundert. Schütz d. Ä. war hauptsächlich im Mittelrheingebiet bzw. in Frankfurt tätig und gehörte neben Justus Junker, Friedrich Wilhelm Hirt und Johann Georg Trautmann zu den sogenannten Frankfurter "Goethe-Malern", die vom Kunstmäzen Wilhelm VIII. gefördert wurden. Charakteristisch für die Bilder der Frankfurter "Goethe-Maler" ist die klassizistisch geprägte Landschaftsmalerei sowie Genrebilder im sog. "niederländischen Geschmack". Zu den Hauptwerken von Christian Georg Schütz d. Ä gehört die Ausmahlung des Gartensaals im Goethehauses in Frankfurt. Christian Georg Schütz d. Ä. starb im Alter von 72 Jahren in Frankfurt.

Mit seiner Ausstattung farblich harmonisch abgestimmt stellt sich der Raum als ein wirklicher „Großer Salon“ vor, genutzt wird er zu Konzerten wegen seiner ganz besonderen Akustik, für Lesungen, Kleintheater, und sonstige Feierlichkeiten.