Nun befinden wir uns wieder im Foyer des Schlosses und begeben uns über die freitragende Holztreppe zum 1. Obergeschoß. Von der Galerie sieht man auf zwei großformatische Gemälde. Auf dem einen sind die Reiter des Kurfürsten zu Mainz dargestellt, die zum zweiten Mal den Zehnt eintreiben wollen und von den aufgebrachten Bauern mit Heugabel und Dreschflegel in die Flucht geschlagen werden. Aus Freude hierüber tanzen die Burschen und Mägde im Bachlauf der Gründau, dies stellt das andere Gemälde dar.
Diese Begebenheit diente später als Vorlage für das Festspiel „Der Bachtanz zu Selbold“, das auf dem Marktplatz vor dem Gasthaus “Goldener Engel“ und der in der Nähe verlaufenden Gründau stattfand. Im Jahr 1938 hatte der Buchdruckermeister Hermann Gottlieb, die beiden Hauptszenen des Festspieles dem Hanauer Maler Prof. Reinhold Ewald in Auftrag gegeben.
2001 hat die Enkelin von Herrn Hermann Gottlieb, Frau Dorothea Reimann die beiden Gemälde, sowie ein Gemälde von Walter Gaudig (Schüler von Prof. Ewald) dem Förderkreis übereignet, mit der Maßgabe sie im Schlossgebäude der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.