"Kalkspatzen" in der richtigen Größe

Sanierung des Heimatmuseums in Langenselbold ist fast abgeschlossen 24500 Euro Kosten Gelnhäuser Neue Zeitung 25. September 2015

Langenselbold (tmb). Die Sanierung der Außenwände des Langenselbolder Heimatmuseums ist fast abgeschlossen, und der Förderverein Schloss ist mit dem Ergebnis hoch zufrieden: Nur an der Stirnseite des Gebäudes sind die Fugen noch tief, der Rest des alten Gemäuers strahlt in neuem Glanz, freuen sich Vorsitzender Oliver Safavi und Ehrenvorsitzender Hans Badstübner.

„Die Sanierung des Schlosses ist zwar abgeschlossen, aber Aufgabe und Zweck des Fördervereins ist die Unterstützung der Sanierung der gesamten Schlossanlage“, erinnert Badstübner. Dazu gehören auch die Nebengebäude, und die Instandsetzung des Mauerwerks am Heimatmuseum soll erst der Anfang gewesen sein. Diese war auch dringend notwendig, da durch die marode gewordenen Fugen Feuchtigkeit ins Innere der doppelt gestellten Wand eindrang und die Innenwand in Mitleidenschaft zog. Das merkten die Aktiven des Vereins für Geschichte und Heimatkunde unter anderem daran, dass die Farbe an den Innenwänden nicht lange haftete; die Feuchtigkeit drohte, ernsthaften Schaden anzurichten. Das war auch ein Grund, warum das Landesamt für Denkmalpflege die Sanierung genehmigte. Bereits seit 2014 hatte Oliver Safavi darüber mit dem Hessischen Denkmalamt, der Denkmalbehörde des Kreises und der Stadt Langenselbold verhandelt. „Das sind die vielen Stunden, die keiner sieht", kommentiert er. „Es war schon eine harte Nuss, bis es so weit war, dass die Arbeiten beginnen durften.“ Denn die Sanierung eines denkmalgeschützten Gebäudes ist nicht einfach: Schon die Farbe des zu verwendenden Mörtels war abzustimmen. „Früher hat man einfach Sand mit Löschkalk gemischt, da kannte man keinen Zement“, meint Badstübner. Heutzutage gibt es strenge Vorgaben, was die Farbkomposition angeht.

Die Handwerker, die sich auf die Ausschreibung gemeldet hatten, wurden ebenfalls von der hessischen Behörde bestimmt. In Eigenleistung durfte der Verein gar nichts machen. Safavi leitete die Angebote, von denen das der Künzeller Firma Hartmann mit 24 500 Euro Kosten das günstigste war, an die Behörde weiter. „Kaum zu glauben, dass sich die Kostenvoranschläge bis 57 000 Euro erstreckt haben“, wundert sich Safavi über die Preisspanne der Unternehmen. Mit der seit August laufenden Arbeit der Firma Hartmann, namentlich des Fachmannes Manfred Kreidel und seines Mitarbeiters, sind alle Beteiligten vollauf zufrieden. Dr. Katharina Benak, bei der Denkmalpflege für den Main-Kinzig-Kreis zuständig, war mehrfach vor Ort, um die Arbeiten zu kontrollieren. Sogar die „Kalkspatzen“ - die Krümel, die früher wegen der größeren Siebe im Mörtel vorhanden waren - hat Kreidel manuell zerkleinert und in die Masse eingefügt und so lange an der richtigen Größe der „ Kalkspatzen“ gearbeitet, bis es authentisch aussah. Einzelne Steine, die nicht mehr intakt waren, tauschte der Fachmann ebenfalls während des Verfugens aus.

„Die Hülle ist wetterfest wiederhergestellt“, bilanzierte Safavi. Für 14 500 Euro der kosten kommt der Förderverein auf dieses Geld stammt aus den Mitgliedsbeiträgen und Spenden der vergangenen drei Jahre. 2000 Euro steuert die untere Denkmalschutzbehörde des Kreises bei, 8000 Euro das Landesamt für Denkmalpflege. Die Stadt übernimmt dieErneuerung der Regenrinnen und das Streichen des Gesimses mit Leinöl.

Die Arbeiten am Heimatmuseum sollen eine Vorgabe für die Sanierung der weiteren Gebäude der Schlossanlage sein, meint Badstübner. Als nächstes sei die Ballettschule an der Reihe. Bis die Arbeiten dort beginnen, können aber noch Jahre verstrichen: Zunächst einmal muss das Geld dafür wieder vorhanden sein. Wobei Badstübner damit rechnet, dass sich im Fall der Ballettschule die Stadt Langenselbold auch anteilig an den Kosten beteiligen werde; schließlich würden dort auch Mieteinnahmen generiert.

Ein weiteres Engagement sei jedoch nur möglich, wenn es weiter Unterstützer des Fördervereins gibt, meinte Safavi. Derzeit hat der Verein rund 300 Mitglieder und ist etwas geschrumpft. Am Sonntag, dem Tag der Vereine, wollen die Mitglieder sich im Schloss präsentieren, indem sie zwischen 11 und 16 Uhr Führungen anbieten - Safavi und Badstübner laden hierzu ausdrücklich Langenselbolder Neubürger ein, die so das Schloss von innen kennenlernen können. Vielleicht können so auch Neumitglieder gewonnen werden, die sich aktiv engagieren, denn derzeit, das macht Safavi klar, „ruht die umfangreiche Arbeit auf ganz wenigen Schultern“.

 

Erläuterung: "Kalkspatzen"

Kalkspatzenmörtel: Bei einer Restaurierungsmaßnahme 2010, des Merkurtempels im Schlosspark des Schwetzinger Schloss, fiel uns im Kellergewölbe der Anlage der Fug- und Mauermörtel des Sandsteingewölbes auf. Die gut erkennbaren Kalkeinschlüsse im Mörtel waren für uns ein Indiz, dass es sich um einen Kalkspatzenmörtel handelt.

Da im Rahmen der Baumaßnahme auch in dem Kellergewölbe umfangreiche Mauerwerks- und Verfugungsarbeiten geplant waren, kamen sowohl die Bauleitung, das Landesamt für Denkmalpflege und wir, als ausführender Restaurierungsbetrieb, zu dem Entschluss den benötigten Mörtel so herzustellen und anzuwenden, dass er dem bauzeitlichen Mörtel entspricht.

Das Vorhaben hier einen trocken gelöschten Mörtel zu verarbeiten kam nicht nur aufgrund der vorhandenen Befunde zustande, sondern man besann sich auch auf die Vorzüge eines reinen Kalkspatzenmörtels. Kalkmörtel wurden schon vor mehreren Tausend Jahren verarbeitet. Selbst der römische Architekt Vitruv sprach in seinen Büchern über verschiedene Mörtelrezepturen mit Kalk als Bindemittel.

Seit wann genau nun Kalkspatzenmörtel verarbeitet wird konnten wir nicht in Erfahrung bringen. Jedoch wurde im Mittelalter im Europäischen Raum Kalkmörtel auf Baustellen durch den Mörtelmacher trocken gelöscht.

Um auf die Vorzüge dieses historischen Mörtels einzugehen möchten wir zunächst die Herstellung erläutern, damit die positiven Eigenschaften des Mörtels verständlicher werden. Zunächst haben wir ein historisches Mörtelstück aus dem Mauerwerk entnommen, haben es zerkleinert und den entstandenen Sand gesiebt, um festzustellen welche Zuschläge verwendet wurden. Dabei kamen wir zu dem Resultat, dass ungefähr zu gleichen Anteilen ungewaschener Mainsand und gewaschener Rheinsand mit einer Korngröße von 0-3 mm als Zuschläge passen könnten. Für das Mischungsverhältnis Zuschlag und Bindemittel legten wir uns auf 10 Teile Zuschlag und 1 Teil Stückkalk fest.

Zusätzlich wollten wir den Mörtel noch mit einem milden Hydraulefaktor in Form von schwach gebranntem Ziegelmehl vergüten um die Widerstandsfähigkeit zu erhöhen. Der Löschvorgang des Mörtels fand aus praktischen Gründen, wie schon im Altertum praktiziert, auf der Baustelle statt. Hierzu haben wir einen Mörtelzuber aus Zinkblech mit einem Fassungsvermögen von 500 Litern genommen, in den als erste Schicht ein Sandbett von ca. 20 cm Stärke kam. Darauf haben wir ca. 50 kg reinen Stückkalk (40-60 mm) verteilt und diesen dann wiederum mit unseren Sanden abgedeckt. Dann fand der eigentliche Löschvorgang statt, bei der die Mischung satt gewässert wurde. Bei dieser Chemischen Reaktion entstanden Temperaturen von über 250 Grad Celsius. Diese angesetzte Mischung ließen wir dann ruhen, bis die Temperatur des Zubers sich nach ein paar Tagen der Außentemperatur angeglichen hatte.

Nun war unser Mörtel Verarbeitungsfähig und wurde mit einem Spaten vom Mörtellaib portionsweise abgestochen und im Zwangsmischer vermengt. Hierbei haben wir noch ca.3% Ziegelmehl hinzugegeben und bei Bedarf etwas Wasser. Die Verarbeitung des Kalkspatzenmörtels bedarf eigentlich keiner besonderen Erklärung, sofern dem Handwerker die Verarbeitung von historischen Mörteln vertraut ist. Die sorgfältig ausgeräumten Fugen des Mauerwerks wurden mit Druckluft ausgeblasen und gut vorgenésst. Dann konnte der Mörtel hohlraumfrei mit dem Fugeisen in die Fugen eingearbeitet werden. Nach einem gewissen Abbindegrad haben wir die Sinterhaut des Mörtels mit einer Blechschlinge entfernt. Da die Verfugung in einem Keller stattfand mussten wir keine Vorsorge treffen um den frischen Mörtel vor Sonneneinstrahlung zu schützen, jedoch haben wir über einen Zeitraum von ca. 8 Wochen die Verfugung mit einem Airlessgerät feucht gehalten.

Schon bei der Verarbeitung zeigten sich auf der Oberfläche des Mörtels die kleinen Kalkknöllchen, die für den Kalkmörtel so charakteristisch sind und dem Mörtel auch in Zukunft ein Bindemitteleservoir bieten. Diese Kalkspatzen bewirken auch eine Art „Selbstheilung“ des Mörtels. Das heißt, Rissbildungen im Mörtel können sich durch diese Bindemittelanreicherungen wieder schließen. Weitere positiven Eigenschaften eines trocken gelöschten Mörtels waren für uns hier vor allem die gute Flankenhaftung am Steinmaterial sowie seine hohe Diffusionsfähigkeit die zu einem einheitlichen Baustoff „Mauerwerk“ beiträgt. Das Resultat der Verfugung war durchweg positiv und wir sind der Überzeugung in Bezug auf Dauerhaftigkeit und Authentizität dem Bauwerk gerecht geworden zu sein.

(Text: Thilo Schlick, Steinbildhauer und Steinmetz)

 

 

Hans Badstübner und Oliver Safavi (hinten) demonstrierern:Schlüsselbarttief reichen die Fugen an den noch nicht bearbeiteten Stellen. (Foto: Bruske-Guth)

Neuer Vorstand gesucht

 

Förderverein Langenselbolder Schloss braucht engagierte Mitstreiter / Termin am 12.März

 

Langenselbold (cat). Die Mitglieder des Förderkreises Schloss werden am 18. März einen neuen Vorstand wählen. Das bisherige Vorstandsteam mit Oliver Safavi, Alexandra Habermann und Christian Gärtner hat sich zwei Jahre lang für das Selbolder Kleinod eingesetzt und muss sich sowohl aus umzugsbedingten als auch aus beruflichen Gründen aus der interessanten Tätigkeit zurückziehen.

Der 1994 gegründete, gemeinnützige Verein mit rund 300 Mitgliedern unterstützt die Stadt bei Instandsetzung, Erhaltung und Pflege der gesamten Schlossanlage, in Zusammenarbeit und in Abstimmung mit dem Amt für Denkmalpflege Hessen und der Unteren Denkmalschutzbehörde des Main-Kinzig-Kreises. Seit Gründung des Vereins vor 22 Jahren wurde durch die Unterstützung des Förderkreises aus einem mit Unkraut überwucherten Gelände und einem sanierungsbedürftigen Schloss mit ebenso baufälligen Nebengebäuden ein wahres Schmuckstück, das in jahrzehntelangen Bemühungen aus dem Dornröschen-Schlaf geweckt wurde. Mittlerweile ist die gesamte Schlossanlage mit Herrnscheune und Heimatmuseum zu einem beliebten Ausflugsziel für Besucher aus der gesamten Region geworden, und darüber hinaus ein Ort für kulturelle und politische Veranstaltungen, den es zu erhalten gilt. Denn, wie der frühere Vorstand Hans Badstübner einmal bemerkte: „Ein altes Gemäuer wird nie ganz fertig.“ Obwohl die Sanierung des Schlosses abgeschlossen ist, ist Aufgabe und Zweck des Vereins weiterhin, die Stadt auch bei Sanierung der Nebengebäude sowie Erhalt der gesamten Schlossanlage zu unterstützen. Zuletzt wurden mit Unterstützung des Förderkreises das Mauerwerk am Heimatmuseum instand gesetzt und neue Ruhebänke im Schlosspark aufgestellt; dies alles finanziert aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Zuschüssen des Landes, soweit Auflagen des Denkmalschutzes erfüllt werden mussten, Die Stadt steuerte rund 580000 Euro bei.

„Eigentümer des Schlosses ist die Stadt, also der Bürger“, sagt Oliver Safavi, der sich seit zwei Jahren mit seinem Vorstandsteam um die Schlossanlage kümmert. Diese Aufgabe sei zwar zeitaufwendig, „ aber ein Aufwand, der sich in Grenzen hält, im Vergleich zu Vorstandstätigkeit zum Beispiel bei Sportverein“, Rund 150 Stunden pro Jahr veranschlagt Safavi für die ehrenamtliche Arbeit, Dazu gehöre Unterstützung bei Ausschreibungen zu Sanierung und Renovierungsarbeiten, die Kommunikation mit der Stadt und mit der Denkmalschutzbehörde, sowie die unterstützende Zusammenarbeit mit Architekten beziehungsweise Baufirmen. Auch vor Ort, zum Beispiel bei Führungen durch das Schloss, ist das Vorstandsteam zeitweise vertreten. Gerade weil das Schloss ein Ort für die Bürger ist, sei es wichtig, die abwechslungsreiche Arbeit rund um das Schloss und die Schlossanlage weiterzuführen, ist Safavi Meinung; Sowohl das Vorstandsteam, Beisitzer Roland Eck, als auch der frühere Vorstand Hans Badstübner sind sich einig, dass es sich hierbei um eine Tätigkeit handelt, die „einfach nur Freude“ bringe. „Allein, wenn man sich den Zustand des Schlosses früher und heute anschaut.“ meint Eck. Reichlich Spielraum für Kreativität und Marketing stehe einem Projektteam offen, dass sich für die kommenden Jahre um Erhalt und Weiterentwicklung des Selbolder Schlosses in Zusammenarbeit mit der Stadt kümmern werde: Kreativität für weitere Veranstaltungen, die im Schlossareal durchgeführt werden könnten, und Spielraum für Marketingideen, wenn es darum geht, das

Selbolder Juwel weiter bekannt zu machen. Es sei ein ideales Betätigungsfeld für Menschen, die den Wert der Anlage auf dem Klosterberg zu schätzen wissen und sich für den weiteren Erhalt identisch einsetzen möchten.

Am Samstag, t2. März, um 14 Uhr gibt es Gelegenheit, die aufwendig restaurierten Räume €anzuschauen, die gesamte Schlossanlage zu besichtigen und weitere Informationen zu Schloss und Schlosspark zu erhalten - selbstverständlich ganz unverbindlich. Wobei die Verantwortlichen natürlich hoffen, dass zahlreiche

Interessierte dabei sein werden, die sich für die Vorstandsarbeit interessieren. Treffpunkt am 12. März ist vor dem Schlossportal.

Gelnhäuser Neue Zeitung 01.03.2016

 

Das Schloss wird nicht jünger

Förderkreis setzt Arbeit fort - Teilsanierung der Fassade am Heimatmuseum

Langenselbolder Zeitung 24.09.2015

Langenselbold (rh/upn). Einst hatte er sich gegründet, um die Sanierung eines historischen Kleinods auf den Weg zu bringen: der Förderkreis Schloss Langenselbold. Wie viele der Vereinsmitglieder heute, so ist auch das Gemäuer wieder in die Jahre gekommen. Grund und Anlass genug für den Ehrenvorsitzenden Hans Badstübner sowie den jetzigen Vereinschef Oliver Safavi, eine Bilanz der Fassadenarbeiten an einem Teil des Schlossensembles, dem Heimatmuseum, zu ziehen. Ein Ausblick in die nähere Zukunft durfte ebenfalls nicht fehlen.

Der „Neue“ ist nun auch bereits ein „Alter“: Safavi hatte Anfang 2014 sich bereit erklärt, den durch den plötzlichen Tod von Klaus-Dieter „Ben“ Mackenroth vakant gewordenen Vorsitz im Förderkreis zu übernehmen. Zuvor war der Name Badstübner untrennbar mit dem Erfolg des 1994 aus der Taufe gehobenen Vereins verbunden - und ist es noch heute.

Mit der Innensanierung des Schlosses, in erster Linie der großen Spendenbereitschaft der damals rund 380 Vereinsmitglieder sowie dem Geschick, des heutigen Ehrenvorsitzenden zu verdanken, schien für viele Bürger das Kapitel Schlossrestaurierung abgeschlossen. Doch dies war ein mehr oder weniger gewaltiger Irrtum. Denn gerade außen nagt der Zahn der Zeit im Form von Regen, Sonne und Stürmen.

Die Fassaden der fünf Gebäudekomplexe des Schloss-Ensembles fallen gewissermaßen in die Ägide Safavi. Mit dem Heimatmuseum wurde im August begonnen. Eine formelle Ausschreibung und ein Leistungsverzeichnis, erstellt von der Firma Klöcknerer GmbH aus Biebergemünd, boten die Grundlage für insgesamt sieben Firmen, ihre Angebote abzugeben. Sowohl dieser Betrieb als. auch derjenige, der schließlich als günstigster den Zuschlag erhielt, die Firma Hartmann & Sohn aus Fulda-Künzell, mussten vom Hessischen Landesamt für Denkmalpflegezertifiziert sein, um die Arbeiten ausführen zu können. Schließlich hatte der Denkmalschutz ein entscheidendes Wörtchen mitzureden

und beteiligte sich mit rund 8000 Euro an den bisherigen Gesamtkosten von rund 24500 Euro. Die untere Denkmalschutzbehörde des Main-Kinzig-Kreises steuerte rund 2000 Euro zur Fassadensanierung bei, der Löwenanteil von gut 14 500 Euro kommt aus der Kasse des Förderkreises.

Die Mitgliedsbeiträge der vergangenen drei Jahre sowie die von den Mitgliedern gesammelten Spenden bildeten den Fonds für Mörtel und Arbeit. Wobei es schon ein kleines Kuriosum darstellt, dass die Angebotsspanne zwischen dem insgesamt günstigsten Bieter, eben der Firma Hartmann, und dem teuersten bis hinauf zu fast 60 000 Euro reichte, wie Safavi kritisch anmerkte. Auch die Dachrinne wurde erneuert; dies übernahm die Stadt Langenselbold, was den kommunalen Haushalt mit gut 3000 Euro belastet. Auch den Anstrich des Gesimses mit einem Leinöl-Firnis wird sie noch übernehmen.

„Wir möchten an dieser Stelle betonen, dass die Firma Hartmann, in Gestalt von Manfred Kreidel, der vor Ort die Arbeiten leitete und maßgeblich mit ausführte, einen sehr guten Job gemacht hat“, war von Seiten Badstübners und Safavis zu hören. Die Farbe, in welcher der Fugenmörtel anzulegen war, auch dessen genaue Zusammensetzung einschließlich der „Kalkspatzen“, die in Form kleiner weißer Spritzer in der Masse zu erkennen sind, wurde im Leistungsverzeichnis genau vorgegeben.

Die letzte Entscheidung traf dann Dr. Katharina Benak, die Konservatorin im Hessischen Landesamt. Was viele Bürger nicht wissen: Das Natursteinmauerwerk des Schlosses ist in vielen Bereichen zweischalig, besteht als aus eine Außen- und einer Innenschale.

Die innere Schale war durch die Schadhaftigkeit der Fugen stark in Mitleidenschaft gezogen, insbesondere im Heimatmuseum. Nun ist die östliche Fassade zumindest dort wieder dicht, das Eindringen von Feuchtigkeit wird fach- und sachgerecht verhindert. Weiter gehen soll es bald mit der Nordfassade des Heimatmuseums. Und - sobald wieder Geld da ist - mit dem gegenüberliegenden Teil des Schloss-Ensembles, in welchem die Ballettschule untergebracht ist. „Bis dahin müssen wir aber noch viel sammeln", wenden sich daher Safavi und Badstübner an die verbliebenen, noch rund 300 Vereinsmitglieder. Und natürlich an die übrigen Bürger der Gründaüstadt. Die sollten lieber nicht vergessen, dass der Verein nicht nur für die Sanierung der Innenräume gegründet wurde, sondern sich in seiner Satzung zu mehr verpflichtet hatte, wie Badstübner hervorhob: „Zweck und Aufgabe des Förderkreises ist die Unterstützung der Stadt Langenselbold bei der Instandsetzung, Erhaltung und Pflege der gesamten Schlossanlage“.

Sie könnten dabei etwas mehr Unterstützung gebrauchen, die Mitglieder des Förderkreises. Gerade auch für junge Menschen könnte es durchaus spannend werden, öfter mal Schlossluft zu schnuppern und sich daran zu beteiligen, dieses in seiner gesamten, erhaltenen Schönheit weit und breit herausragende Gemäuer zu hegen und zu pflegen. Der Förderkreis jedenfalls hat keine Altersbeschränkung, weder nach oben noch nach unten.

www.schloss-langenselbold.de

 

 

Der Ehrenvorsitzende des Förderkreises, Hans Badstübner (links), und der amtierende Vorsitzende Oliver Safavi legen den Finger an die Wunde: Auch an der Nordseite muss die markante Natursteinfassade des Langenselbolder Schlosses neu verfugt werden. Foto: Habermann

Die Sanierung des Heimatmuseums schreitet voran

Stadtjournal Langenselbold 11.September 2015

Langenselbold. Über die Initien des Projektes ,,Sanierung weiterer Gebäude der Schlossanlage" wurde bereits an dieser Stelle berichtet.

Seit einigen Wochen ist nun die Firma Hartmann mit der Sanierung der Außenfassade beschäftigt. Die Fugen zwischen den unterschiedlichen Kompo-nenten des Natursteinmauerwerkes, die zum Teil schon sehr tief waren und weiter ausbröckelten, werden weiter ausgekratzt („bestochen“), um Platz für die neue Fugenmasse zu erhalten. Diese ist gemäß den Richtlinien des Denk-malschutzes der Original der Bauweise des 18. Jahrhunderts nachempfunden. Die Farbe steht auch im Einklang mit den Denkmälern aus Sandstein, dem „Hermekruk“ und dem „Langen Stein“, vor dem Museum. Wenn man der Arbeit an der Fassade zuschaut, so erkennt man schnell, dass hier viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl erforderlich ist. Doch schon jetzt kann man das Endergebnis vorausahnen. Nicht nur der Verein für Geschichte und Heimat-kunde und die Museumsbesucher, sondern auch die Initiatoren des Projektes (Förderkreis Schloss, Stadt Langenselbold, Landesamt für Denkmalpflege), die in einer konzertierte Aktion daran arbeiten, können sich in absehbarer Zeit über das „Neue Museum“ freuen.

Der Verein für Geschichte und Heimatkunde Langenselbold jedenfalls freut sich über eine erste Begutachtung der Besucher am 13. September (11 bis 20 Uhr) zum Tag des offenen Denkmales und dem Tag der Kinzigtat-Radler. Wenn alles klappt, ist zu diesem Ereignis die Arbeit an der Fassade zum Park hin weitgehend abgeschlossen.

 

Übersicht der Ostfront des Museums und Teilansicht des Mauerwerkes vor und nach der Verfugung

Platz für neue Fugenmasse

Die Sanierung des Heimatmuseums schreitet voran

GNZ 08.09.2015

Langenselbold (re). Seit einigen Wochen ist die Firma Hartmann mit der Sanierung der Außenfassade des Langenselbolder Heimatmuseums beschäftigt. Das Projekt „Sanierung weiterer Gebäude der Schlossanlage“ schreitet voran. Die Fugen zwischen den unterschiedlichen Komponenten des Natursteinmauerwerkes, die zum Teil schon sehr tief waren und weiter ausbröckelten, werden weiter ausgekratzt („bestochen“), um Platz für die neue Fugenmasse zu erhalten. Diese ist gemäß den Richtlinien des Denkmalschutzes dem Original der Bauweise des 18.Jahrhunderts nachempfunden. Die Farbe steht auch im Einklang mit den Denkmälern aus Sandstein, dem „Hermekruk“ und dem „Langen Stein“, vor dem Museum. Wer den Fortschritt der Arbeit an der Fassade beobachtet, erkennt schnell, dass hier viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl erforderlich sind. Involvierte können da]s Endergebnis bereits vorausahnen. Nicht nur der Verein für Geschichte und Heimatkunde und die Museumsbesuchet, sondern auch die Initiatoren des Projektes - Förderkreis Schloss, Stadt Langenselbold und Landesamt für Denkmalpflege -, die in einer konzertierten Aktion daran arbeiten, freuen sich über das in Kürze fertiggestellte „neue Museums“. Den Verein für Geschichte und Heimatkunde Langenselbold lädt die Besucher zu einer ersten Begutachtung am, 13. September (11 bis 20 Uhr) am Tag des offenen Denkmales und dem Tag der Kinzigtal-Radler ein. Wenn alles klappt, ist zu diesem Ereignis die Arbeit an der Fassade zum Park hin weitgehend abgeschlossen.

 

Hier wird deutlich, wie sich der sanierte Teil (links) vom unsanierten unterscheide Foto:re

Fassade bis Sonntag fertig

Arbeiten am Heimatmuseum schreiten voran - Fugen werden erneuert - Am Sonntag werden Hunderte Zuschauer erwartet.

Langenselbolder Zeitung 07.09.2015

Langenselbold (rh/rb). Auch ein Natursteinmauerwerk braucht einen ordentlichen Putz, in Form einer sauberen Verfugung. Die vor einigen Wochen begonnenen Arbeiten an der Ostfassade des Heimatmuseums im Schlosspark (die LZ berichtete) schreiten voran und nähern sich bereits ihrer Fertigstellung. Klappt alles wie gewünscht, dann wird das Bauwerk bereits beim bundesweiten Tag des offenen Denkmals am kommenden Sonntag auch von außen in neuem Glanz erstrahlen.

Seit einiger Zeit nun ist die Firma Hartmann aus Fulda mit der Sanierung der Außenfassade beschäftigt. Die Fugen zwischen den unterschiedlichen Komponenten des Natursteinmauerwerkes, die teilweise bereits sehr tief waren und immer weiter ausbröckelten, werden weiter ausgekratzt, „Bestechen“, nennt man das im Fachjargon der Stuckateure und Restauratoren, um Platz für die neue Fugenmasse zu erhalten. Diese ist gemäß den Richtlinien des Denkmalschutzes, in Materialzusammensetzung wie im Farbton, dem Original der Bauweise des 18. Jahrhunderts nachempfunden.

Damals, von etwa 1722 bis 1752, mit einigen Unterbrechungen, ließen die Grafen von Isenburg-Birstein die Schlossanlage errichten. Architekt war der Baumeister der Grafschaft Hanau, Christian Ludwig Hermann. Die nun gewählte, leicht rötliche Farbe steht auch im Einklang mit den Denkmälern aus Sandstein, dem „Hermekruk“ und dem „Langen Stein“, die vor dem Museum postiert sind. „Wenn man der Arbeit an der Fassade zuschaut, so erkennt man schnell, dass hier viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl erforderlich ist“, konnte Dr. Manfred Keil, der Vorsitzende des Vereins für Geschichte und Heimatkunde als Betreiber des Heimatmuseums, feststellen.

Neben dem Förderkreis für das Schloss, mit seinem Vorsitzenden Oliver Safavi, kümmern sich zahlreiche Bürger parallel in beiden Vereinen um den Erhalt der Schlossanlagen.

Bereits jetzt kann man das Endergebnis der Fugenarbeiten vorausahnen. Nicht nur der Verein für Geschichte und Heimatkunde und die Museumsbesucher, sondern auch die Initiatoren des Projektes, also der Förderkreis, die Stadt Langenselbold, sowie das Landesamt für Denkmalpflege, die in einer konzertierten Aktion daran arbeiten können sich in absehbarer Zeit über das „Neue Museum“ freuen. Der Verein für Geschichte und Heimatkunde Langenselbold jedenfalls freut sich über eine erste Begutachtung durch die Besucher am Sonntag von 11 bis 20 Uhr, zum Tag des offenen Denkmals. Am gleichen Tag findet auch die diesjährige „Kinzig Tal total“ statt, das beliebte Biker-Spektakel quer durch den Main-Kinzig-Kreis.

Dann werden wieder Hunderte von Radlern im Schlosspark einkehren, viele von ihnen wird es in das gemütlichen Museums – Kaffee und in die Ausstellung des an diesem Tag natürlich geöffneten Heimatmuseums ziehen. Kulinarisch wird ihnen dort ebenfalls einiges geboten. Handkäs mit Musik, leckere Torten und Kaffee, und auch das eine oder andere Kaltgetränk, verrät, Keil schon einmal.

 

Sanierung im Einklang mit dem Denkmalschutz: Bis Sonntag sollen die Arbeiten am Heimatmuseum abgeschlossen sein. Foto: Habermann

Fassade wird erneuert

Heimatmuseum erhält neue Verfugung Fertigstellung bis 13. September

Langenselbolder Zeitung 19.08.2015

Langenselbold (rh/rb). Der Putz an einer Hausfassade dient in erster Linie dem Schutz derselben, in zweiter Linie bildet er einen optischen Blickfang. So auch am Langenselbolder Heimatmuseum, dessen Äußeres allerdings eine Besonderheit aufweist: Es besteht aus Bruchsteinen, nur deren Fugen waren „geputzt“ oder verputzt und sollen es auch wieder werden. In welchen Farbton: Das ist gegenwärtig noch nicht ganz klar: Wer zurzeit im Schlosspark spazieren geht, dem fallen sicherlich zunächst die Plastikplanen, auf, welche die Fenster des Heimatmuseums verhüllen. Dies ist eine Schutzmaßnahme, denn die komplette Fassade soll erneuert werden. Und Mörtel auf den Fensterscheiben: Das ist ein „No Go“, wie man neudeutsch sagen könnte.

Doch soll nicht etwa das schöne Bruchsteinmauerwerk komplett überputzt werden; derartige „Renovierung“ hätte man allenfalls in den 50er und 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts bei Zweckbauten betrieben. Heute geht man mit etwas mehr Sensibilität an ein solches Unterfangen heran. Allerdings ist die Fassadenrenovierung dringend erforderlich, denn der Putz in den Mauerwerksfugen - und um den geht es, war in der Vergangenheit bereits mehrfach stellenweise ausgebessert worden. Außerdem ist er insgesamt stark verwittert und ausgebröckelt; kein schöner Anblick und auch nicht unbedingt gesund fürs Mauerwerk. Nun geht es ans Werk, nachdem die Fugen in den vergangenen Wochen bereits vollständig ausgekratzt wurden.

Der Förderkreis Schloss, der das Gesamtprojekt initiiert hat und leitet, muss nun hier im Einvernehmen mit der Stadt Langenselbold und der Fachbehörde für Denkmalschutz in Wiesbaden einen Farbkompromiss erarbeiten, der die historischen Aspekte sowie das heutige Farbempfinden berücksichtigt und in Einklang bringt. Gar nicht so leicht, zu entscheiden, welcher Braunton-und nur ein solcher macht Sinn, will man nicht völlig von den historischen Vorgaben abweichen. in Frage kommt.

Nach ungefähr 300 Jahren Baugeschichte war dies eine schwierige Entscheidung, zumal die Einwirkungen von Sonnenlicht und Schatten in die Überlegungen einfließen müssen. Weiterhin sind Überlegungen zur Originalfarbe der Fugen und deren Harmonie mit dem Natursteinmauerwerk

wichtige Kriterien. Sobald die Denkmalbehörde in Wiesbaden grünes Licht gegeben hat, wird mit den mühsamen Arbeiten in den nächsten Tagen begonnen.

Besucher des Schlossparks werden sich bis zur Fertigstellung der Außenfassade mit dem etwas ungewohnten Anblick mit Baustellencharakter begnügen müssen.

Der Verein für Geschichte und Heimatkunde hofft, dass das Museum zum „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 18. September, den Besuchern in neuen „alten“ Glanz präsentiert werden kann.

Dann auch von außen, denn im Inneren hat der Verein für Geschichte und Heimatkunde Langenselbold, der das Museum betreibt, bereits alle Vorkehrungen getroffen, damit dem Publikum wieder ein interessantes und abwechslungsreiches Bild geboten werden kann. Außerdem lädt an

diesem Tag auch das Museumscaffe wieder zum Verweilen ein.

 

Der ,,Zahn der Zeit" hat an der Fassade des Heimatmuseums genagt. Nun sollen die Fugen im Bruchsteinmauerwerk erneuert werden. Foto Habermann

Heimatmuseum wird "Bestochen"

Wer heutzutage im Schlosspark spaziert und im Park am Heimatmuseum vorbeikommt, wird sich fragen, was da wohl mit dem Haus passiert: Der Putz im Mauerwerk, der ohnehin schon stark verwittert und ausgebröckelt war, wurde restlos entfernt, sodass tiefe Furchen entstanden sind. Dies war nötig, um der neuen Fugenspachtel Platz zu machen. Die Farbe dieser Spachtel musste in einer konzertierten Aktion mit dem Denkmalamt und der Stadt Langenselbold abgestimmt werden. Nach ungefähr 300 Jahren Baugeschichte war dies eine schwierige Entscheidung, zumal die Einwirkungen von Sonnenlicht und Schatten in die Überlegungen einfließen müssen. Weiterhin sind Überlegungen zur „Originalfarbe" der Fugen und deren Harmonie mit dem Natursteinmauerwerk wichtige Kriterien. Sobald die Denkmalbehörde in Wiesbaden grünes Licht gegeben hat, wird mit den mühsamen Arbeiten in den nächsten Tagen begonnen. Besucher des Schlossparks werden sich bis zur Fertigstellung der Außenfassade mit dem etwas ungewohnten Anblick mit Baustellencharakter begnügen müssen. Der Verein für Geschichte und Heimatkunde hofft, dass das Museum zum Tag des offenen Denkmals am 13. September 2015 den Besuchern in neuem altem "Glanz präsentiert werden kann.

Text: Langenselbolder Bote Foto: fakutya

Fugenrestaurirung

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Sparkassen-Stiftung finanziert Sanierung der Bänke am Schloss

Langenselbolder Zeitung 03.06.2015

Die äußerst beliebten und immer wieder gern als Anlaufpunkt für Spaziergänger besuchte Ruhebänke im Langenselbolder Schlosspark sind im Laufe der Jahre marode geworden und mussten saniert werden. Die hierfür benötigten Kosten von rund 900 Euro sind dem Förderkreis Schloss Langenselbold nun von der Stiftung der Sparkasse Hanau zur Verfügung gestellt worden. Anwesend war neben dem Vorstand des Fördervereins vertreten durch Oliver Safavi sowie dem Vorstandsmitglied der Stiftung der Sparkasse Hanau, Robert Restani, auch Landrat Erich Pipa als Geschäftsführer der Sparkasse, Bürgermeister Jörg Muth und die Langenselbolder Filialleiterin der Sparkasse, Antje De Blasio. Durchgeführt wurden die Arbeiten vom Schreiner Manfred Reuter, einem Mitarbeiter des Bauhofs, wobei die Arbeiten im Wesentlichen aus der Neubeplankung der besonders betroffenen sechs Bänke mit wetterfestem Holz und aus der Überarbeitung weiterer fünf Bänke bestand, „um wieder für ein einheitliches Bild zu sorgen“. Auch über die weiteren Pläne des Fördervereins wurde gesprochen. So ist geplant, die Außentreppe zum Schloss zu sanieren. Ein weiteres Projekt soll Ende des kommenden Monats in Angriff genommen werden und betrifft das Mauerwerk des Heimatmuseums, das dringend neu verfugt werden müsse. Nachdem die Stadt Langenselbold ihre Arbeiten an dem Gebäude mit der Dachrinnensanierung und Elektroinstallation abgeschlossen hat, sollen auch die Sanierungen des Mauerwerks zügig in Angriff genommen werden.

 

Ein Scheck als Wertschätzung

Sparkassen-Stiftung spendet 900 Euro für Ruhebänke im Schlosspark

Gelnhäuser Neue Zeitung 29.05.2015

Langenselbold (tmb). Seit 1995 stehen Ruhebänke im Langenselbolder Schlosspark, gerne genutzt von Spaziergängern und Besuchern. Etwas zu intensiv genutzt vielleicht, denn die Qualität der Bänke ließ zuletzt zu wünschen übrig. Der Förderkreis Schloss Langenselbold nahm sich der Sache erfolgreich an - dafür gab es gestern einen Scheck über 900 Euro von der Sparkassenstiftung.

Elf Bänke finden sich jetzt im Schlosspark, sechs davon komplett erneuert und der Rest saniert. Die Materialkosten übernahm die Sparkassenstiftung, die Arbeiten selbst haben die Mitarbeiter des Langenselbolder Bauhofes in die Hand genommen. Viele Bürger spendeten dem Förderkreis Geld, damit auch weiterhin Bänke im Schlosspark stehen - die innerstädtische Grünfläche ist überaus beliebt, um zu dösen, zu spielen, zu picknicken oder um auf angenehmen Abkürzungswegen von einer Ecke der Stadt die andere zu erreichen.

Landrat Erich Pipa, in der Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden der Stiftung der Sparkasse Hanau, Robert Restani (Vorstandsmitglied der Stiftung), die Langenselbolder Filialleiterin der Sparkasse Hanau, Antje De Blasio, und Bürgermeister Jörg Muth lobten ausdrücklich das Engagement des Förderkreises, für den Oliver Safavi als einer der drei Vorsitzenden dankbar den Scheck entgegennahm. „Hier übernehmen Bürger selbst Verantwortung, und unsere Spende stellt eine Wertschätzung des Förderkreises dar“, sagte Pipa.

Wie Safavi erläuterte, stehen beim Förderverein bereits die nächsten Projekte auf dem Programm: Die Außenmauern des Heimatmuseums sollen saniert und neu verfugt werden. Dafür bedürfe es noch ein paar Vorarbeiten durch die Stadt, doch Mitte bis Ende Juni solle damit begonnen werden. Die Arbeiten sollen nach etwa zwei Monaten abgeschlossen sein, sodass das Museum zum Herbst in neuem Glanz erstrahlen kann. Danach, erklärte der Ehrenvorsitzende des Förderkreises, Hans Badstübner steht die Restaurierung der abreiten Sandsteintreppe am Schloss an.

 

Scheckübergabe vor dem Schloss (Foto: Bruske-Guth)

Kein klares Bild vom Kloster

Langenselbolder Zeitung 13.04.2015

Geophysikalische Prospektion mit durchwachsenem Ergebnis

Langenselbold. Einige Male musste sie aus technischen Gründen verschoben werden, am Samstag hat sie nun stattgefunden: die Untersuchung des Schlossparks mittels eines magneto-etrischen Bodensondierungs Verfahrens. Der Terminus technicus lautet „Geophysikalische Prospektion“. Das Ziel war und ist, Mauerreste der uralten, überirdisch längst nicht mehr vorfindbaren, frühmittelalterlichen Klosteranlage aufzuspüren (die LZ berichtete). Doch die Aktion zeigte lediglich einen Teilerfolg. „Es gibt da was“, fasste der Archäologe Patrick Mertl das Ergebnis zusammen.

Der Verein für Geschichte und Heimatkunde der Gründaustadt hatte die Prospektion in Auftrag gegeben. Ein Team um seinen Vorsitzenden Dr. Manfred KeiJ begleitete die Untersuchungen, steckte frühmorgens die Streckenabschnitte für das Messgerät ab und bewertete hinterher auch in ersten Sichtungen das Resultat. Mertl, der an der Mainzer Gutenberg-Universität arbeitet und sich vor einiger Zeit auch selbstständig gemacht hat, hatte für die Sondierungen ein Gerät der Firma Sensys mitgebracht, das entfernt einer Egge auf Rädern ähnelt und laut Mertl „selbst in gebrauchtem Zustand den Kostenrahmen eines neuen Kleinwagens“ erreicht.

In einem Rahmen befinden sich fünf Magnetometer, die in vorher genau definierten Bereichen über den Boden gefahren Werden und dort magnetische Flussdichten messen. Mit einer Software ausgewertet ergeben sich auf einem Computermonitor Bilder in unterschiedlichen Grauwerten, die auf die Beschaffenheit des Untergrunds schließen lassen. Eines zeigte sich recht schnell: Der Schlosspark wimmelt aufgrund mehrfacher Auffüllungen in der Vergangenheit nur so von Störkörpern, die ihr magnetografisches Abbild hinterlassen. Gespannt aber suchten der Archäologe und sein Hilfsteam aus dem Verein dann gegen Mittag das Bildergebnis ab. Und siehe da, in einem Bereich des Schlossparks, in dem auch d.ie Grundmauern des ehemaligen Klosters vermutet werden, verläuft auf der Aufnahme eine kaum wahrnehmbare, verwaschene, aber ziemlich gerade Linie in einem hellen Grauton. Nach genau einer solchen Erscheinung war man auf der Suche, denn lineare Verläufe auf dem Abbild weisen auf ebensolche Erscheinungen im Untergrund hin.

Doch die für einen Augenblick aufkommende Freude wurde gleich durch Skepsis getrübt. Sicher, der Verlauf des Artefakts in der Aufnahme entspricht relativ genau einer Grundrissskizze, wie sie einst der Hobbyhistoriker und Heimatforscher Richard Gerner, angeblich nach den Plänen des Schloss-Erbauers Christian Hermann, angefertigt hatte.

Und wie sie ähnlich auch von Christoph Krauskopf, der archäologische Untersuchungen des Schlossparks aus dem Jahr 1982 dokumentierte, skizziert wurden. In seiner Zeichnung, veröffentlicht im Werk „Langenselbold“ von Dr. Walter Nieß, befindet sich genau an der Stelle, an der die Spuren im Boden sichtbar werden, die Johanniskirche. Allerdings, und dies trübt das scheinbar klare Bild wieder, könnte der Schatten im Untergrund auch schlicht ein Teil der alten Wege sein, die einst-und noch bis vor wenigen Jahrzehnten – kreuz und quer durch den Schlosspark verliefen. Auch hier führte ein Weg in gleicher Richtung und fast parallel zu den Außenmauern der Johanniskirche, sofern die Skizze Krauskopfs deren tatsächlichen, historischen Standort korrekt wiedergibt.

Mit dem vorhandenen Gerät und der angewandten Technologie lässt sich zwar feststellen, wie Mertl bemerkte: “Da ist was.“ Doch was genau ließe sich mit Sicherheit nur durch aufwändigere und auch noch wesentlich teurere Prospektionsverfahren weiter verifizieren. Mittels eines Bodenradars etwa. Und letzte Gewissheit, ob der Schatten auf dem Magnetometer Foto nun einen Graben, eine Leitung, einen Weg oder doch einen Rest des mysteriösen

Prämonstratenser Klosters aus dem 10. Oder 12. Jahrhundert abbildet, die kann wohl nur eine Grabung bringen. Doch immerhin verfügt man jetzt über einen konkreten Anhaltspunkt, wo im großen Schlosspark man ansetzen könnte. „Nach allem, was wir auf den bisherigen Aufnahmen sehen - eine Kirche erkenne ich hier nicht“ schränkte Mertl das Ergebnis weiter ein. Rund 4000 Quadratmeter des Parks, eine Fläche von rund 50 Metern Länge auf rund 80 Metern Breite, wurden am Samstag abgescannt.

Der Vorteil derartiger Untersuchungsmethoden liegt auf der Hand. Das Messen und Dokumentieren geht relativ schnell und erfolgt vor allem völlig zerstörungsfrei. Doch nicht immer liefern sie auch verwertbare Ergebnisse. Und schon gar nicht immer das, was man sucht. Rainer Habermann (LZ/mtb)

 

 

C.Krauskopf fertigte 1982 einen Lageplan des Schlosses und der ehemaligen Klosteranlage an. Ob diese allerdings der Wahrheit entsprechen ist unklar.

Kontinuierliche Arbeit im Förderverein

Langenselbolder Zeitung Samstag, 14.März 2015

Mitgliederversammlung mit spärlicher Resonanz - Renovierung der Fassaden am Heimatverein soll in diesem Jahr beginnen

Langenselbold (rh/nk) Am Donnerstagabend hat die turnusmäßige Jahresmitglieder-versammlung des Förderkreises Schloss Langenselbold in dessen Großem Salon stattgefunden. Von seinen zurzeit gut 300 Mitgliedern waren allerdings nur rund 20 anwesend. Dies mag auch den Vorsitzenden Oliver Safavi dazu bewogen haben, die Bitte an die Mitglieder zu richten, doch etwas häufiger Kontakt mit dem Vorstand zu suchen. Wahlen standen am Abend nicht auf der Tagesordnung.

Die Sitzung verlief recht zügig und unspektakulär. Neben Safavis Rechenschaftsbericht und dem Kassenbericht von Schatzmeisterin Alexandra Habermann standen vor allem die aktuellen Projekte für das Jahr 2015 im Mittelpunkt. Der Verein verfügte nach den Zahlen Habermanns zum Stichtag 31. Dezember 2014 über ein Guthaben von rund 26000 Euro, wobei den Einnahmen von rund 7300 Euro aus Mitgliederbeiträgen und Spenden Ausgaben in Höhe von rund 2100 Euro gegenüberstanden. Der Löwenanteil ging an die Neubeschaffung von Stühlen fürs Schloss.

Das Guthaben soll zunächst für eine geplante Renovierung der Fassaden verwendet werden, überwiegend im Bereich des Heimatmuseums, wie Safavi das dringlichste Projekt, des Förderkreises benannte. Sie soll noch in diesem Jahr durchgeführt werden. Eine Ausschreibung der Leistungen ist bereits erfolgt, eine Musterfläche angelegt, man wartet auf das insgesamt günstigste Gebot. Die Bandbreite der Angebote liegt wohl zwischen knapp 25 000 und mehr als 57 000 Euro. Die Kostenschätzung belief sich auf rund 20 000 Euro. Von neun angeschriebenen Fachfirmen hätten bislang sieben ihre Offerte abgegeben, drei Vor-Ort-Termine hätten ebenfalls bereits stattgefunden.

Die Stadt Langenselbold, die bei der Versammlung vertreten war durch Bürgermeister Jörg Muth, den Ersten Stadtrat Gustav Schreiner sowie den stellvertretenden Leiter der Liegenschaftsabteilung, Alexander Kempski, hatte bereits vor einigen Jahren signalisiert; dass sie im Rahmen der “Schutzschirm“-Vereinbarungen zunächst wenig finanzielle Mittel zur Instandhaltung des Schlosses aufwenden könne. Muth sagte jedoch zu, dass im Rahmen der Fassadensanierung eine Instandsetzung der maroden Dachrinnen und Regenfallrohre in diesem Bereich zu Lasten der Kommune gehe.

Als weiteres, allerdings kleineres Projekt plant der Förderkreis in diesem Jahr eine Überarbeitung der ebenfalls stark renovierungsbedürftigen Ruhebänke im Schlosspark. Hier stehen Materialkosten in Höhe von rund 900 Euro an, die Stadt wird defekte Hölzer im Sommer durch Bauhofmitarbeiter ausbessern und austauschen lassen.

Und schließlich soll endlich auch das Eingangsportal des östlichen Schlossteils, zum Stucksaal, zur Stadtbücherei und zum Großen Salon, die Aufmerksamkeit bekommen, die es verdient. Die Sandsteintreppe weist etliche Schadstellen auf, im Bereich der Fugen, aber auch in den Flächen. Insbesondere Hans Badstübner, der Ehrenvorsitzende des Förderkreises, hatte hier bereits seit langem den „Finger in die Wunde“ gelegt. Ihm machte Safavi auch ein großes Kompliment. Badstübner sei „so rege wie eh und je“, nehme alle Termine „so wahr als wäre er noch voll im Amt“. Die Sanierung der Treppe wird allerdings wohl noch etwas warten müssen, denn auch sie ist kostspielig.

Der amtierendem, noch bis ins Jahr 2016 gewähltem Vorstand jedenfalls habe gute Arbeit gemacht, insbesondere die Buchhaltung Habermanns verdiene großes Lob. So befand es Revisorin Christa Lau und beantragte die Entlastung, welche von der Mitgliederversammlung einstimmig vollzogen wurde.

Eine weitere, erfreuliche Botschaft erging ebenfalls an die Mitglieder: Susanne Hübener-Reichert wird sich ab diesem Jahr ehrenamtlich um die Pflege der Außenanlagen kümmern.

 

 

Fassadensanierung steht an

Gelnhäuser Neue Zeitung Montag, 14.März 2015

Versammlung des Fördervereins Schloss mit Blick auf kommende Projekte

Langenselbold (kb). Ein großes, kostenintensives und ein etwas kleineres Projekt hat sich der Förderverein Schloss für dieses Jahr vorgenommen: Zum einen steht die Fassadensanierung des Heimatmuseums an, zum anderen werden die maroden Ruhebänke im Schlosspark saniert. Auf der Jahreshauptversammlung im großen Salon des Selbolder Schlosses informierte der Vereinsvorstand um Vorsitzenden Oliver Safavi weiterhin über die Entwicklungen im vergangenen Jahr.

In seinem Jahresbericht klärte Safavi, der seid nunmehr einem Jahr dem Förderverein vorsteht und damit in die großen Fußstapfen vom „Vater des Schlosses“, Hans Badstübner, getreten war, über einen Mitgliederstand von aktuell 303 Personen auf. Weiterhin war zu erfahren, dass der Vorstand im zurückliegenden Jahr An drei Sitzungen, in diesem Jahr zu einer Sitzung, sowie zu mehreren Terminen hinsichtlich der Fassadensanierung des Heimatmuseums zusammengekommen war.

Hans Badstübner bewerkstelligte mehrere Schlossführungen und lasse es sich als Ehrenvorsitzender auch nicht nehmen, nach wie vor bei allen relevanten Themen dabei zu sein. „Er ist ein Goldstück“, lobte Safavi das große Engagement des langjährigen Vorsitzenden.

Was die Pflege der Parkanlage, insbesondere der Rosenbeete, betrifft, konnte Safavi die Langenselbolder Susanne Hübener-Reichert gewinnen. Weitere freiwillige Gärtner sind hier gerne willkommen. Erstmals in der Geschichte des Förderkreises wartet dieser mit einem frisch entworfenen Flyer auf. Von Kassiererin Alexandra Habermann gestaltet, informiert das Faltblatt mittels anschaulicher Fotografien und kurzer Texte über die Schlossgeschichte, Architektur und die Außenanlage. Zudem ist eine Beitrittserklärung – die Jahresgebühr für eine Mitgliedschaft im Förderkreis Schloss beläuft sich aktuell auf 12 Euro - angehängt. Der Flyer soll künftig unter anderem im Bürgerbüro ausliegen.

Die Ausschreibung für die Sanierungsarbeiten an der Außenfassade des Heimatmuseums ist abgeschlossen, die Angebote gesichtet und die Kosten stehen fest: 25 000 Euro werden auf den Förderkreis zukommen. Dabei war dies noch das günstigste Angebot – eine Firma hätte die Fassade auch zu einem Preis von 57 000 Euro saniert. „Wir verwalten hier uns von den Mitgliedern anvertraute Gelder, da müssen wir besonders darauf achten, sorgsam mit diesen umzugehen“, informierte der Vereinsvorsitzende.

Die Sanierung der Parkbänke soll zeitnah erfolgen, die örtliche Sparkasse hat sich bereit erklärt, die Materialkosten in Höhe von 900 Euro zu übernehmen, die Arbeitsleistung wird die Stadt Langenselbold stemmen. Nach Abschluss dieser Arbeiten ist, auf Anregung Hans Badstübners, die Sanierung der Sandstein-Außentreppe des Schlosses geplant. Diese wird sich auf Kosten in Höhe von mehreren Tausend Euro bewegen.

Als Revisoren bestätigten Christa Lau und Ullrich Herkrath eine einwandfrei geprüfte Kasse sowie eine sparsame und wirtschaftliche Vereinsführung, was zur Entlastung des Vorstands führte.

Safavi bedankte sich bei seinen Vorstandsmitgliedern für die geleistete Arbeit und bei der Stadt Langenselbold, die durch Bürgermeister Jörg Muth, Erstem Stadtrat Gustav Schreiner sowie dem stellvertretenden Amtsleiter der Liegenschaftsverwaltung, Alexander Kempski, vertreten war, für die stets gute Zusammenarbeit. Die Stadt, so die Information Safavis, habe zudem zugesagt, Dachrinnen und Fallrohre zu sanieren und den derzeit unschönen Verteilerkasten auf dem Schlossareal farblich anzugleichen. Mit der Bitte, um Vereinsmitglieder zu werben und sich stärker im Verein zu engagieren, schloss Safavi nach einer guten Stunde die Jahreshauptversammlung.

 

 

 

Bänke im Schlosspark werden Saniert

Stadtjournal Langenselbold Freitag,20.März 2015

Förderkreis Schloss Langenselbold Jahres Hauptversammlung.

Langenselbold (kb). Nur gut 20 Mitglieder fanden in der vergangenen Woche den Weg in den Großen Salon des Schlosses zur Jahreshauptversammlung des Förderkreis Schloss Langenselbold.

Vorsitzender Oliver Safavi begrüßte zu Beginn der Versammlung Bürgermeister Jörg Muth, den 1.Stadtrat Gustav Schreiner, Alexander Kempski (stett. vertretender Leiter der Liegenschaftsverwaltung der Stadt Langenselbold) und, besonders herzlich, den Ehrenvorsitzenden und Gründer des Förderkreises, Hans Badstübner.

Die Sitzung der aktuell 303 Mitglieder starken Förderkreises wurde von Safavi zügig gestattet. seinem Rechenschaftsbericht berichtete er über durchgeführte Schlossführungen, zahlreichen Terminen und Angeboten zur Gestattung der Außenfassade des Heimatmuseums - diese Maßnahme wird in diesem Jahr durchgeführt - und die anstehende Sanierung der Ruhebänke im Schlosspark. Die Materialkosten hierzu werden von der Sparkasse Hanau übernommen, der städtische Bauhof führt die Arbeiten aus. Die Kosten für die Außenfassade am Heimatmuseum beliefen sich auf über 25.000 Euro, die vom Förderkreis getragen werden.

Erfreut berichtete der Vorsitzende, dass mit Susanne Hübener-Reichert ein Mitglied gefunden wurde, dass sich ehrenamtlich um die Pflege der Außenanlagen mit den Rosenbeeten kümmern wird.

Dem Ehrenvorsitzenden Badstübner machte Safavi ein großes Kompliment: „Er ist so rege wie eh und je und steht dem Vorstand mit Rat und Tat zur Seite“. Auf Badstübner Initiative hin soll die Außentreppe des Schlosses alsbald saniert werden. Ob noch in diesem Jahr hängt allein von den Kosten ab.

Dem positiven Kassenbericht von Alexandra Habermann folgte auf Antrag der Kassenprüfer Christa Lau und Ulrich Herkrat die einstimmige Entlastung des Vorstandes „Die Kassenprüfung ergab keinerlei Beanstandungen. Der Förderkreis wird sparsam und wirtschaftlich geführt“. konstatierte Christa Lau. Zum Abschluss sehr harmonisch verlaufene Versammlung wünschte sich Safavi „etwas mehr Kontakt der Mitglieder mit dem Vorstand.“

 

Hans Badstübner spendet an Sterntaler

Langenselbold (kb). Er sei überrascht gewesen, dass so wenige Bürger den gemeinnützigen Verein Sterntaler in Hanau kennen, erzählt Hans Badstübner im Gespräch mit dem Stadtjournal.

Der Gründer und langjährige Vorsitzende des Förderkreis Schloss Langenselbold e.V., der kürzlich im Kreise seine Familie und Freunde seinen 80. Geburtstag feierten, hatte seine Geburtstagsgäste gebeten, von persönlichen Geschenken abzusehen und stattdessen eine Spende zu Gunsten des Hanauer Vereins Sterntaler, der die Kinderklinik im Hanauer Klinikum unterstützt, angeregt. Nun überreichte er den Sterntalern 1.000 Euro er selbst hatte die zusammengekommenen 880 Euro auf 1.000 Euro aufgerundet in den Räumlichkeiten der Kinderklinik.

„Ich hatte meinen Spendenvorschlag ja schon auf die Geburtstagseinladung geschrieben und daraufhin einen Anruf erhalten, ob die ,,Sterntaler" denn eine neue Blaskapelle seien“, erzählte Badstübner im Rahmen der Scheckübergabe schmunzelnd. Mit Blasmusik hat die Arbeit des Vereins gar nichts zu tun, haben sich die Ehrenamtler doch viel mehr zum Ziel gesetzt, den Aufenthalt in der Kinderklinik für die kleinen Patienten und deren Ettern so angenehm wie möglich zu gestalten. Ein Krankenhausaufenthalt ist schließlich für niemanden schön und für ein Kind schon gar nicht. Dem möchte Badstübner mit seiner Spende zuträglich sein und freut sich für die geplante Anschaffung von neuen Lagerungshilfen und Gelkissen für Frühchen seinen Teil beigetragen zu haben.

„Wir freuen uns sehr über die großzügige Spende“, so Susanne Löffler, Schatzmeisterin bei dem Sterntalern, die gemeinsam mit Oberarzt Bernhard Bungert die Spende entgegennahm und Badstübner während eines Rundgangs durch die Klinik mit deren Aufgaben vertraut machte. „Es würde mich überaus freuen, wenn mein Beispiel Nachahmung finden würde, zumal es eine direkte Hilfe zum Wohle der Kinder ist, denn sie sind unsere Zukunft“, hofft Badstübner.

Stadtjournal Montag, 21. November 2014

 

Hans Badstübner (links) freut sich bei der Übergabe seiner Spende, die Susanne Löffler, Schatzmeisterin bei den Sterntalern und Oberarzt Bernhard Bungert freudig in Empfang nehmen

Jusos und Junge Union besuchen gemeinsam das Schloss

Hans Badstübner führt in Historie des Selbolder Wahrzeichen ein

Langenselbold. Kürzlich besichtigten die hiesigen Jugendorganisationen von CDU und SPD gemeinsam das Langenselbolder Schloss. Junge Union und Jusos folgten damit einer Einladung von Hans Badstübner, der vor rund 20 Jahren den „Förderkreis für das Langenselbolder Schloss“ mitbegründete, um dem damals ziemlich heruntergekommenen Gebäude aus dem 18. Jahrhundert wieder zu altem Glanz zu verhelfen.

Badstübner, der heute Ehrenvorsitzender des Fördervereins ist, nahm sich gerne Zeit, um die Gruppe interessierter Nachwuchspolitiker in die Historie des Selbolder Wahrzeichens einzuführen und ihnen die in jahrelanger Arbeit liebevoll und zum großen Teil ehrenamtlich restaurierten Räumlichkeiten des Stadtschlosses zu zeigen.

Das Resultat kann sich wahrlich sehen lassen: Durch Unterstützung der Stadt Langenselbold, des Landes Hessen, privater und geschichtlicher Spender sowie unzähliger ehrenamtlich geleisteter Arbeitsstunden bietet das 1752 erbaute Schloss mit seinem imposanten Stucksaal heute wieder ein schmuckes Ambiente für alle Anlässe.

Neben technischen Details zur Restauration und vielseitigen Anekdoten aus den jahrzehntelangen (und weiter andauernden) Verhandlungen mit politischen Entscheidungsträgern kam das Gespräch während der Führung auch auf das Jugendzentrum im Keller des Schlosses und die Rolle des Ehrenamts in der heutigen Gesellschaft.

Darüber hinaus hatte Hans Badstübner, der vor wenigen Tagen seinen 80. Geburtstag feierte, noch einige universelle Ratschläge an seine junge Besuchergruppe parat. - So betonte er die Wichtigkeit, anstatt gegeneinander - besser miteinander und über Parteigrenzen hinweg – sachorientiert zu arbeiten.

Auch die gemeinsame Verantwortung aller Langenselbolder Bürgerinnen und Bürger für die Instandhaltung der in städtischer Hand befindlichen Gebäude und Grünanlagen auf dem Klosterberg liegen ihm am Herzen.

Langenselbolder Bote 29.10.2014

 

Die Nachwuchspolitiker auf der Treppe des Schlosses

Problemlose Vorstandswahlen.

Stadtjournal  4. April 2014

Langenselbold (kb). Entspannt konnten die Mitglieder des Förderkreis Schloss Langenselbold e. V. ihrer Jahreshauptversammlung entgegen sehen. Schon im Vorfeld wurde bekannt, dass für die nicht mehr amtierenden Vorstandsmitglieder adäquater Ersatz zur Verfügung steht.
Nach der Begrüßung durch Vorstandsmitglied Reinhold Eck, dem Gedenken an im vergangenen Jahr verstorbene Mitglieder und der Genehmigung des Protokolls berichtete Eck über die zahlreichen Aktivitäten des Förderkreises im abgelaufenen Jahr. In diesem Jahr soll, als größte Maßnahme, die Fassadensanierung des Heimatmuseums in Angriff genommen werden. Maria Vetter, Kassiererin des rührigen Vereins, legte detailliert die Ein- und Ausgaben aus 2013 vor und erhielt von den Kassenprüfern ein tadelloses Zeugnis. Die anschließende Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig. Bürgermeister Jörg Muth berichtete über "kleine Schritte, denn wir müssen Luft holen", die von Seiten der Stadt in die Schlossanlage investiert wurden. Problemlos verlief die sich anschließende Neuwahl des Vorstandes, routiniert von Wahlleiterin Kathi Schwedt geleitet. Oliver Safavi, Alexandra Habermann und Christian Gärtner wurden, nach einer kurzen persönlichen Vorstellung, einstimmig zum geschäftsführenden Vorstand gewählt. Als Beisitzer fungieren Günther Gehring, Tibor Tarai, Bernd Bechert und Reinhold Eck. Auch sie wurden einstimmig gewählt. Mit bewegten Worten dankte, sehr glücklich nach der problemlosen neuen Besetzung des Vorstandes, der Ehrenvorsitzende des Förderkreises, Hans Badstübner, den ausscheidenden Mitgliedern und wünschte ihnen gutes Gelingen bei ihrer hoch anzurechnenden ehrenamtlichen Tätigkeit.

 

 

 

vl:Reinhold Eck,Bürgermeister Jörg Muth; Oliver Safavi,Alexandra Habermann, Maria Vetter, Tibor Tarai, Christian Gärtner. Foto:(kb)

Bewährtes beibehalten, kreative Ideen einbauen

Neu an der Spitze des Förderverein Schloss:(v.links) Oliver Safavi, Alexandra Habermann und Christan Gärtner Foto:Bär

Das neue Vorstandstrio des Förderkreises Schloss Langenselbold:
Christian Gärtner, Alexandra Habermann  und Oliver Sfavi

Gelnhässer Neue Zeitung Samstag, 29. März 2014

Langenselbold (cat). Am 21. März wählten die Mitglieder des Förderkreises Schloss ihren neuen Vorstand. (Die GNZ berichtete mehrfach.) Das Abstimmungsergebnis für Christian Gärtner, Alexandra Habermann und Oliver Safavi zeigt auch eine Verjüngungskur in den Verantwortlichkeiten für das weitere Gelingen der Schlossaktivitäten in der Gründaustadt: Immerhin gehört das Trio der U-50 Generation an. Nicht ausschließlich das Geburtsdatum, auch das vom neuen Vorstand angekündigte Engagement ist Grund genug, die "drei Neuen" den Langenselbolder Bürgern vorzustellen.
So viel Zufall kann nicht sein wenn es diese Chance überhaupt gibt, dass sich das neue Team relativ kurzfristig, dennoch wohlüberlegt, für den Vorstandsposten zur Verfügung gestellt hat. Meist sind es Interessen, Hobbies oder einfach Fügungen im Leben, die Menschen zusammenbringen, um gemeinsam eine für sie wichtige Sache zu unterstützen und voranzutreiben. So ist es wohl auch geschehen, als drei Engagierte beschlossen, sich künftig für den Förderkreis Schloss als neues Vorstandsteam einzusetzen. Der Zufall: ein Immobilienmakler, seine Assistentin und ein Kunde auf Wohnungssuche. Die Chance: Den Förderkreis Schloss weiter am Leben zu erhalten. Gemeinsame Interessen: alte Gemäuer, Fotografie, Tanzen. Kurzfristig: Nach dem Besuch im Schloss aus Anlass des 20-jährigen Bestehens „am Tag der offenen Tür" am 16. März und ihrer Begeisterung für das Schmuckstück der Gründaustadt wurde das Trio zu einem ausführlichen Informationsgespräch eingeladen und über die Aufgaben des Förderkreis Vorstandes informiert. Ein klares „Ja“ für die Kandidatur auf beiden Seiten - “alter" und „neuer" Vorstand war das Gesprächsergebnis.
Bewährtes beibehalten neue kreative Ideen einbauen und junge Menschen für den Förderkreis Schloss zu begeistern, sind die vorrangigen Ziele, die sich der neue Vorstand gesetzt hat. „Dabei möchten wir auch neue Wege gehen“, versichern die drei.

Christian Gärtner: Fotograf ans Klein-Auheim
Christian Gärtner, der sich hauptsächlich um die Finanzen des Förderkreises kümmern wird, ist 35 Jahre alt, hat zwei jüngere Brüder, lebt in Klein-Auheim. Er ist dort und in nebenliegenden Regionen aufgewachsen, „mit einem kleinen Ausreißer“ nach Rodgau, wie er berichtete. Gärtner kommt aus der IT -Branche und ist Fachmann für Programmierung und Systemadministration. Sein Hobby Fotografie führte ihn zum und ins Langenselbolder Schloss: „Eines meiner Lieblingsmotive sind alte Bauwerke, da ist das Schloss natürlich bestens geeignet.“ Auch als Konzertbesucher und Hochzeitsgast ist ihm das Schloss bekannt. Besonnen, ruhig und zurückhaltend könnte man Gärtner beschreiben. Dazu passt auch seine Vorliebe, Sonntagmorgens früh in der Alten Fasanerie auf Fotopirsch zu gehen. „Da habe ich Ruhe, um die richtigen Motive aufs Bild zu bekommen“ Gärtners Ziel ist „mich erst mal in die Schlossangelegenheiten“. Da nach er sich einige Aktenordner und machte sich auf dem Rückweg nach Auheim.

Alexandra Habermann: Ravolzhäuserin liebt es schnörkellos
Hineinfinden in kürzester Zeit will sich auch Alexandra Habermann. Sie ist 49 Jahre alt, in Berlin geboren, in Bischofsheim aufgewachsen und lebt in Ravolzhausen. Kaum zu glauben, wenn man ihr gegenübersteht, dass die Mutter von vier Kindern seit zwei Jahren Großmutter ist, Seit November des vergangenen, Jahres assistiert die studierte Pädagogin im Immobilienbüro Safavi. "Meine Hobbies habe ich stark zurückgestellt. Ich bin zwar immer noch vom Tanz begeistert, dazu bleibt im Moment aber wenig Zeit. „Wie ihr Vorstandskollege Gärtner ist Habermann begeisterte Fotografin und hat, wie sie berichtete, Tausende Kinderfotos, meist Aufnahmen bei unbeobachtetem Verhalten“, Darüber hinaus lagern in einer Kommode unzählige Fotografien, die sie von Menschen in außergewöhnlichen Situationen aufgenommen hat, sowie Bilder von Schlössern und Burgen. „Obwohl ich die Ronneburg in und auswendig kenne und auch Schloss Philippsruhe in Hanau, wusste ich bis vor kurzem nicht, dass es so ein schönes Schloss in Langenselbold gibt. Das gilt es zu erhalten“, ist Habermanns Meinung, „obwohl es bei mir zu Hause nichts Schnörkeliges gibt“.

Oliver Safavi: lebenslanger Selbolder
Der 49-jähriger Oliver Safavi bezeichnet sich als „lebenslänglicher Selbolder“. In der Gründaustadt aufgewachsen, folgten in seiner Kinder und Jugendzeit nach der Weinberg und Gesamtschule die Karl- Rehbein-Schule in Hanau. Seine Mutter Hannelore, geborene Neu, war 40 Jahre lang als Lehrerin an der Gründauschule tätig. „Mein Urgroßvater Heinrich Becker war vor dem Krieg der ,Bahnwärter' in Langenselbold." Safavi ist gelernter Versicherungskaufmann, war nach seiner Tätigkeit bei Versicherungen als Vertriebsleiter europaweit tätig und hat sich danach, des vielen Reisens müde, mit seiner erworbenen IHK-Qualifikation als Immobilienmakler in Langenselbold selbstständig gemacht. Sein Hobby: „Mein Hund - mein Trainer“. Baffo heißt der schnauzbärtige Vierbeiner den Safavi von einem längeren Aufenthalt in Italien mit in die Gründaustadt gebracht hat. Baffo ist nicht das einzige „Mitbringsel" aus Italien. Auch qualitativ hochwertiges Olivenöl hat gemeinsam mit Baffo den Weg aus Bella - Italia nach Langenselbold gefunden. Weniger das Fotografieren, dafür lateinamerikanischer Tanz und die Vorliebe für das Langenselbolder Schloss schließen die Gemeinsamkeiten mit seinen zwei Teammitgliedern im Förderkreis.

 

„Praktikanten“ im Vorstandsteam.

Langenselbolder Zeitung 2014.03.24

Langenselbold. Ein gewisses Raunen war schon zu vernehmen unter den rund 40 anwesenden von 308 Mitgliedern des Förderkreises für das Schloss Langenselbold am Freitagabend in dessen Großem Salon. Die Neuen kamen nicht aus seinen Reihen, waren tags zuvor eigens eingetreten, und gestalten nun für zwei Jahre die Vereinsgeschicke: Oliver Safavi, Alexandra Habermann und Christian Gärtner.

Der alte Vorstand, der sich ohnehin nach dem tragischen Tod Klaus Dieter Mackenroths nur als Interimsvorstand verstand, hatte bereits erklärt, nicht zur Wiederwahl zur Verfügung zu stehen. Einstimmig gar wurden die Neuen gewählt, bei der Jahreshauptversammlung des Förderkreises. Und sie geben wohl ein Musterbeispiel dafür ab, dass es auch anders gehen kann: „Vereinslust“ statt „Vereinsfrust“.

Kathi Schwedt, die Gesangssolistin und Vorstandssprecherin des Volkschors, ebenfalls eine Traditionseinrichtung in der Gründaustadt, hatte auf Bitte hin den Wahlvorstand eingenommen. Doch nicht als feindliche Übernahme: Sie ist Mitglied im Förderkreis. Und machte es "kurz und schmerzlos". Alle drei Bewerber wurden per Akklamation ohne Gegenstimme oder Enthaltung gewählt, auch die Beisitzer im Vorstand und die Kassenprüfer wurden gar nicht erst zum Gegenstand einer langen Auseinandersetzung.

Die "alten Hasen" des früheren Vorstands gehen ins beratende Gremium, so Reinhold Eck, Bernd Bechert und Tibor Tarai. Aber auch Günther Gering; lediglich Maria Vetter wollte nicht mehr antreten, sie hat auch in anderen Vereinen ausreichende Verpflichtungen. Ulrich Herkrath, Willi Mayer und Christa Lau schauen als Revisoren dem neuen Vorstand künftig auf die Finger, was die Finanzen anbelangt. Da dürfte wohl Gärtner in punkto Buchhaltung federführend sein. Er kommt, wohlgemerkt, aus dem Hanauer Stadtteil Klein-Auheim und ist Mitarbeiter Safavis in Sachen Informationstechnologie.

Dieser hatte sich mit einer recht originellen Geschäftsidee und einer daraus resultierenden Selbstverpflichtung unlängst ins Rampenlicht gesetzt. Safavi ist Immobilienmakler, sein Geschäftsmodell besteht darin, dass er einen Teil seiner Makler-Courtage, also seines Honorars bei Vermietungs- oder Verkaufserfolgen an eine gemeinnützige Organisation spendet (die LZ berichtete. Einer seiner Auftraggeber wünschte den Förderverein als Spenden ziel. Safavis Interesse war geweckt, er nahm vor wenigen Tagen auch die Gelegen-heit wahr, sich beim Tag der offenen Tür im Schloss, ausgerichtet vom Förderkreis, noch etwas besser zu informieren. Alexandra Habermann hat wohl die kulturell engste Verbindung zu historischen Gemäuern. Die 49-jährige Mutter von vier Kindern und Großmama zweier Enkel hatte nach ihren Worten "bereits in der Kindheit die Leidenschaft für Schlösser entdeckt". Bei einem Besuch des Schlosses Charlottenburg in Berlin.

Safavi machte bei seiner Vorstellung vor dem versammelten Förderkreis deutlich, dass ihn eine ganz eigene Sicht auf die Vereinsarbeit prägt. "Nach der Bundeswehr vor 25 Jahren werde ich eben noch mal mindestens zwei Dienstjahre dranhängen. Und vor allem auch jüngere Menschen versuchen zu begeistern für dieses wunderschöne Kleinod, nach dem sich andere Städte die Finger lecken." Doch alle drei verstehen sich nicht in erster Linie als die neuen "Chefs"; die neue Satzung, im vergangenen Jahr beschlossen, ermöglicht drei gleichberechtigte Vorstände. Sie sehen sich laut Safavi vielmehr als "Mediatoren" oder "Praktikanten", welche die Arbeit im Förderkreis im Sinne des Vereinszwecks fortsetzen aber auch neue Möglichkeiten ausloten wollen.

Badstübner gab seinen Segen.

Der Obersegen war dem Triumvirat sicher: Hans Badstübner, der Ehrenvorsitzende des Förderkreises, hatte sich zuvor gemeinsam mit seinen Kollegen vom früheren Vorstand intensiv mit den Novizen auseinandergesetzt und am Abend sein eindeutiges Plazet gegeben. Er dankte dem alten Vorstand für seine großartige Arbeit, und fand die richtigen Worte für das, was ehrenamtliche Vereinsarbeit letzten Endes ausmacht: "Man darf Verantwortung übernehmen, man darf sie aber zum gegebenen Zeitpunkt auch wieder abgegeben." Langenselbolds Bürgermeister Jörg Muth (CDU) hörte es wohl, er sah es wohl auch gerne: Das Engagement fürs Schloss geht weiter, in bürgerschaftlicher Hand. Die Kommune als Eigner des gesamten Areals und als Betreiber des Rathauses darin hat andere Probleme: Sie kann finanziell zur zeit keine großen Sprünge machen, weil sie unter dem "Schutzschirm" steht. Im Gegenteil: Sie kämpft mit den Kosten für den vorbeugenden Brandschutz, der die Herrenscheune überhaupt erst wieder zum Austragungsort für Festivitäten werden lassen könnte; aber auch dem für das Heimatmuseum.

Und die vordringlichsten Projekte für den Förderverein sind ebenfalls knallhart ökonomisch

Geprägt: Die Fassadensanierung an allen Seitenflügeln des Schlossareals steht an,. Die marode Sandsteintreppe am Eingangsportal, der eine oder andere Schaden im Inneren, resultierend auch aus der öffentlichen Nutzung, die künftige Belegung mit Veranstaltungen, das Hereinholen von Fördermitteln: Der neue Vorstand hat mannigfache Aufgaben. Dass ganz neue Gesichter diese übernehmen, ohne dafür unter Druck gesetzt worden zu sein, "lässt Hoffnung auf kommen. Für die Zukunft des Schlosses ebenso, wie für eine weiterentwickelte Vereinskultur in der Gründaustadt. Rainer Haberman (LZ/ju) .

 

 

v.links: Reinhold Eck; Bürgermeister Jörg Muth; Oliver Safavi; Bernd Bechert; Alexandra Habermann; Maria Vetter; Tibor Tarai; Christian Gärtner Foto: K.Bär

Drei Kandidaten für Schloss-Förderverein.

Langenselbolder Zeitung Freitag, 21.März 2014
 
Langenselbold (rh/jow). Die mehr als 200 Mitglieder des Fördervereins für das Schloss Langenselbold können entspannt der heutigen Jahreshauptversammlung entgegen sehen. Für die Vorstandswahlen, die ab 19 Uhr im Schloss als wichtigster Punkt auf der Tagesordnung stehen, haben sich drei Bewerber gemeldet. Oliver Safavi heißt der Bewerber um den Vorsitz, Alexandra Habermann heißt eine weitere Mitstreiterin, und Christian Gärtner würde sich gerne um die Finanzen kümmern. Die Wahlen waren nötig geworden, da der amtierende Vorstand mit Reinhold Eck an der Spitze nicht mehr antreten wollte. Die Bewerbungen sind umso erfreulicher, wenn man die Geschichte des Förderkreises betrachtet. Denn nach dem Rücktritt von Hans Badstübner, dem heutigen Ehrenvorsitzenden, und dem tragischen Tod von Klaus Dieter "Ben" Mackenroth, war der Verein in Personalnöte geraten.

 

Förderkreis: Lösung in Sicht

Gelnhäuser Neue Zeitung Donnerstag, 20. März 2014

L a n g e n s e l b o l d. Am morgigen Freitag findet sich der Förderkreis Schloss Langenselbold zu seiner Jahreshauptversammlung zusammen. Nach GNZ -Informationen scheint die Zukunft des Vereins, der sich seit 20 Jahren rührend um den Erhalt des Gebäudes und der Schlossanlage kümmert, gesichert: Ein Nachfolger steht in den Startlöchern. Die Mitglieder können diesen morgen Abend ab 19 Uhr im "Großen Salon" bei den Vorstandswahlen küren. Daher bittet das amtierende Vorstandstrio um zahlreiche Besucher für ein starkes Votum. (dol).

 

 

 

Ein Rundgang durch das Schloss

Tag der offenen Tür des Förderkreises: Hans Badstübner und Reinhold Eck führten Besucher durch das restaurierte Juwel.

Gelnhäuser Neue Zeitung Diensttag, 18. März 2014
Langenselbo1d (cat). Auf das 20-jährige Bestehen des Förderkreises Schloss blickten die Mitglieder, allen voran der engagierte Vorstand, am 25. Februar zurück. Ein gebührender Anlass, um das restaurierte Juwel mit individuellen Führungen durch die Räume der Öffentlichkeit zu präsentieren. So geschehen am vergangenen Sonntagnachmittag zum " Tag der offenen Tür". Das Interesse der Selbolder an ihrem Schmuckstück auf dem Klosterberg war, gemessen an der Besucherzahl, eher gering.
Umso mehr Beachtung fand die Gelegenheit zur Besichtigung bei Besuchern aus der naheren Umgebung der Gründaustadt. Gäste aus Wächtersbach, Birstein, Neuberg, Gründau und weiteren Gemeinden zeigten sich begeistert von den „wiederbelebten" Räumen und selbstverständlich den fachmännischen Auskünften der beiden Schlossführer, Reinhold Eck und Hans Badstübner. Eck und Badstübner führten als Gastgeber ihre Interessenten durch das Schloss und standen mit Sachkenntnis und im Laufe der jahrzehelangen Restaurationsarbeiten erworbenen Fachkenntnis mit detaillierten Antworten auf alle aufgekommenen Fragen zur Verfügung.
Bereits das Foyer mit seiner über 250 Jahre alten freitragenden Eichenholztreppe, dem freigelegten Kamin und der mit zwei Spiegeln umrahmten Eingangstür zum Stucksaal sorgte für Staunen. Das Innenleben des Raumes, auch Marmorsaal genannt, der zu einem der schönsten und historisch wertvollsten Räume im Schloss zählt, mit Stuckornamenten an Wänden und Decke sowie die Supraporten begeisterten schon zu Beginn der Führung. Eck und Badstübner informierten ihre Besucher über das "Braune Zimmer", rechts neben dem Stucksaal, das zu standesamtlichen Trauungen mittlerweile auch von Paaren außerhalb Langenselbolds gern genutzt wird. Das Braune Zimmer verdankt seinen Namen übrigens der dunkelbraunen Holztäfelung. Der Rundgang im Erdgeschoss führte weiter zum Weißen Salon", der früher als Speisezimmer diente und heute als Aufenthaltsraum während
Konzertpausen genutzt wird.
Im „Großen Salon" im Obergeschoss, der im Vergleich zum gleich großen darunter liegenden Stucksaal vollkommen anders ausgestattet ist, erfuhren die Besucher, dass dieser Raum mit jeweils einem Kamin mit kunstvoll gearbeiteten Lahnmarmor-Einfassungen an den Stirnseiten heute wegen seiner besonderen Akustik vorwiegend für Konzerte, Kleintheateraufführungen und Lesungen angemietet wird.
Die Schlossführung ging weiter durch das Kamin-, Jagd- sowie Napoleonzimmer. Ein Aha-Effekt für die Gäste war die Information, dass Napoleon in der Nacht vom 29. auf 30. Oktober 1813 dieses Zimmer vor der Schlacht zu Hanau Lamboywald bewohnte, Sowohl das Napoleon als auch das Kaminzimmer waren bis 1997 die Hauptwohnräume der Prinzessinnen Maya und Margarete, die nach dem Verkauf der Schlossanlage 1976 all die Gemeinde Langenselbold im ersten Stock des Schl9sses Wohnrecht hatten.
Das Fürstinnenzimmer, jetzt aufgrund des lindgrünen Anstrichs der Stuckdecke als  „Grünes Zimmer" bezeichnet, sowie das mit schlichter Eleganz ausgestattete Landgrafenzimmer mit holzgetäfelten Wandflächen waren weitere Stationen der Fach und sachkundigen Schlossführung.
Spezielles Interesse an den Gemälden von Johann Heinrich Tischbein d. Ä. (1727 - 1789), des schwedischen Hofmalers Georges Desmaress (1697 - 1776) oder von Christian Georg Schütz d. Ä. (1718 - 1791) sowie an weiteren restaurierten Originalwerken nannte nach Aussage von Eck keiner der Besucher. Die Wissbegierde der kleinen, aber feinen Besucherschar lag wohl schlicht und einfach in der Begeisterung für ein fast zerfallenes Bauwerk, das wie ein Besucher aus eigener Erkenntnis berichtete vor Jahrzehnten in einem vollkommen desolaten Zustand war, und nach mühevollem Einsatz des Förderkreises Schloss zu einem Juwel in der Gründaustadt wurde.

 

Ein Juwel in neuem Glanz

Die Geschichte der Restauratorin des Langenselbolder Schlosses ist ganz eng mit dem Förderkreis verbunden.

Langenselbolder Zeitung 25. Februar 2014

Auf dem Klosterberg steht ein Schloss, das ursprünglich eigentlich gar keines war, sondern ein Kloster. Daran erinnern heute allerdings nur noch einige Steine, die beim Bau der beiden Hauptgebäude wieder verwendet wurden: dem "Fruchthaus", das heute das Rathaus beherbergt, im Westen, und dem eigentlichen "Herrenhaus", welches in den vergangenen Jahren saniert und restauriert wurde, im Osten.
Im Jahre 1722 begannen die Bauarbeiten, wobei das Herrenhaus als Wohnsitz erst rund 30 Jahre später in Angriff genommen wurde. Rund 290 Jahre sind eine lange Zeit, und so wundert es nicht, dass auch ein Steinbau allmählich in die Jahre kommt, zumal anfangs des vorigen Jahrhunderts sogar eine Zigarrenfabrik das Fruchthaus belegte. Doch wer kam auf den Gedanken, das Schloss wieder in seinen heutigen an- sehnlichen, an seine ursprüngliche Pracht erinnernden Zustand zu versetzen?
Badstübners Lebenswerk
Die Restauration des historischen Gemäuers ist untrennbar mit dem "Förderkreis für das Langenselbolder Schloss" verbunden, und hier insbesondere mit dem Namen Hans Badstübner; sie bildet quasi sein Lebenswerk. Zwar kann ein Projekt wie dieses niemals von einem Menschen alleine bewerkstelligt werden. Millionen , von Euros sind nötig, viele helfende Hände, Fachverstand und natürlich auch ein erkleckliches Maß an Idealismus. Doch jedes Werk braucht auch einen Motor, einen Koordinator und einen Macher, der hartnäckig genug ist, auch gegen viele Widerstände und Zweifel eine Sache durchzusetzen und zu Ende zu führen. Dies alles stellt Badstübner zweifellos dar.
Der heute fast 80-jährige, gebbürtige Hanauer, jahrelang Vorsitzender und mittlerweile Ehrenvorsitzende des Fördekreises, hatte schon immer ein Faible für alte Gebäude. Das ziemlich heruntergekommene Schloss hatte es ihm besonders angetan. Im Februar 1994 gründete er mit einigen Gleichgesinnten jenen Förderkreis als Verein, der nun bald seinen 20. Geburtstag feiern kann. Heute zählt dieser über 350 Mitglieder und hat insgesamt mit einem Spendenaufkommen von weit mehr als 300 000 Euro sowie ungezählten Arbeitsstunden freiwilliger und ehrenamtlicher Helfer maßgeblich zum Gelingen der Restauration beigetragen.
Allerdings muss natürlich erwähnt werden, dass auch die Stadt selbst mit rund 800 000 Euro und das Land Hessen in Form des Landesamts für Denkmalschutz mit nochmals rund 400000 Euro auch nicht gerade kleinlich waren. Die gesamte Gebäudetechnik und das Dach sowie Teile der Fassade und der Fenster wurden komplett von der Kommune saniert. Dass nun Folgearbeiten fällig werden, fallt in eine schwere Zeit: Die Stadt steckt unter dem „Schutzschirm", Geld für freiwillige Leistungen, wie es der Erhalt von Kulturgütern darstellt, ist Mangelware.
Im Innern nagte der Zahn der Zeit natürlich ebenfalls gewaltig. Risse und herausgebrohene Stellen in Putz und Stuck, fadenscheinige Tapeten, verrottetes Holz, verblasste und bröckelnde Gemälde aus dem 18. Jahrhundert: Hier musste ein Fachmann her. Der kam auch im Jahr 2006, allerdings in Form einer Dame: Ina Werns. Die als freie Restauratorin arbeitende Absolventin der Münchener Schule für Bau und Gestaltung, damals im hessischen Braunfels lebend und Mutter zweier Kinder, kennt sich bestens aus mit filigranen Werken, war 1984 Bundessiegerin in den Fachbereichen Vergoldung, Fassmalerei und Kirchenmalerei. In Venedig erlernte sie an der Europäischen Akademie der Restauratoren den Umgang mit "Stucco lustro", was sie für die Arbeit in Langenselbold geradezu prädestinierte. Denn der große "Marmorsaal" des Schlosses besteht nicht aus Marmor, sondern eben aus einem Kalkputz, dem in feinster Handarbeit ein Marmormuster aufgestuckt wird. Und sich folgerichtig auch "Stucksaal" nennt.
Wie viele hundert Stunden sie alleine mit dieser Arbeit, der Reparatur der Stucco lustro -Flächen, zubrachte, weiß Werns selbst nicht mehr so genau. Ein Team des Langenselbolder Fachbetriebs Axel Richter ging ihr helfend zur Seite, ebenso bei der Reparatur der Stuckaturen an Decken und Wänden. "Die haben ihre Arbeit absolut super erledigt", lobte sie die Kollegen aus der Gründaustadt.
Feines Händchen gefragt
Aber auch das Blattgold der vielen Simse und Tischgestelle bedurfte eines feinen Händchens, ebenso wie die zahlreichen edlen Gemälde. Sie alle stammen aus dem Spätbarock und wurden teilweise von be- deutenden Künstlern erstellt. Johann August Nahl ist hier zu nennen, aber auch Georges Desmaree. " Wenn Sie von der Qualität der Maler her gesehen etwas Gleichwertiges sehen wollen, müssen Sie nach Stockholm in die Galerie fahren, in die Alte Pinakothek nach München oder ins Frankfurter Städel", sagt Werns. Auch zwei Portraits, gezeichnet von Johann Heinrich Tischbein dem Älteren, einem der bekanntesten Maler des 18. Jahrhunderts, hängen in Langenselbold. Sie gab den Bildern ihre leuchtenden Farben wieder, besserte behutsam Schäden aus, überarbeitete die Rahmen. Über mehrere Jahre hinweg war Ina Werns mit den Restaurationsarbeiten in Langenselbold beschäftigt. So manches Mal quartierte sie sich auch im Herrenhaus ein, um diffizile Arbeiten am Stück zu bewältigen. Und auch zwei Gemälden des Hanauer Malers Reinhold Ewald, die im Treppenhaus hängen und Szenen des historischen "Selbolder Bachtanz" zeigen, verpasste sie eine "Frischzellenkur".
So hat Ina Werns denn maßgeblich dazu beigetragen, dass aus einem heruntergekommenen Gemäuer wieder ein Ort wurde, an dem man in würdevollem Rahmen feiern kann, Empfange gibt, Ausstellungen veranstaltet, aber auch der Geschichte der Stadt Langenselbold selbst gedenken kann. Dem Förderverein und seinem Ehrenvorsitzenden Hans Badstübner gebührt der Respekt für die Erhaltung eines Kleinods, das vor größeren Namen nicht ehrfürchtig zurückstehen muss. Die Kunstwerke im Schloss, die edlen Seidentapeten, welche die Wände bekleiden, die Supraporten und natürlich vor allem der Marmorsaal: das ist europäische Spitzenarchitektur des 18. Jahrhunderts. Nicht umsonst war Johan August Nahl auch Hofstuckateur Friedrichs des Großen und einer der besten seiner Zunft im Zeitalter des Rokoko.
Dass Naht tatsächlich verantwortlich zeichnete für die prächtigen Reliefs und Stuckaturen des Saals, das versichert eine Fürstin, Prinzessin Margarete von Isenburg, die alle im Restauratorenteam nur liebevoll "Maggie" nennen. Sie weiß, dass jener Nahl während der Erbauung des Herrenhauses am Kasseler Hof eines mit dem Langenselbolder Grafen befreundeten Fürsten arbeitete. Christian Ludwig von Isenburg hatte sich Nah! sozusagen "ausgeliehen".
Rainer Habermann (HAI how)

 

 

Ina Werns beim "Stuckarbeitenn"
Ina Werns und Hans Badstübner Fotos:privat

„Das Schloss gehört Euch“: Neuer Vorstand gesucht

Langenselbolder Zeitung Freitag, 21. Februar 2014

Förderkreis für Langenselbolds „gute Stube“ feiert 20-Jähriges Bestehen – Mit Spannung erwartete Hauptversammlung am 21 März

Wer heute zu einer Veranstaltung in den Stucksaal oder den Großen Salon des Langenselbolder Schlosses geht, freut sich in der Regel über die prächtige Stuckatur, den edlen Holzboden, die feinen Seidentapeten, die schönen Bilder und das exquisite Interieur der Schlossanlage. Dies war nicht immer so. Vor allem ist der heuti- ge, sanierte und restaurierte Zustand keineswegs selbstverständlich. Er ist in erster Linie einem Verein zu verdanken: dem "Förderkreis für das Schloss Langenselbold". Initiator und Motor der Schlosssanierung war der heutige Ehrenvorsitzende Hans Badstübner.
Doch schon wieder stellt sich die gleiche Frage wie bereits vor zwei Jahren: Wie soll es weitergehen ?Am Freitag, 21. März, findet um 19 Uhr im Großen Salon des Schlosses die Hauptversammlung des Förderkreises statt, einschließlich Vorstandswahlen. Der bisherige Vorstand -Reinhold Eck, Maria Vetter und Bernd Bechert- hatte sich eigentlich auch nur aus der Not heraus bereitgefunden, die Vereinsgeschicke zu leiten, nach dem tragischen Tod des zuletzt gewählten Vorsitzenden Klaus Dieter "Ben" Mackenroth im Mai 2012, der nur wenige Wochen Zeit hatte sein Amt auszufüllen.
Ihm zu Ehren übernahmen damals nach einer Satzungsänderung, die es ermöglicht, dass mehrere Personen im Vorstand gemeinsam die Verantwortung tragen können  - Eck, Vetter und Bechert den Vorsitz. Doch ihre Amtszeit endet nun, und sie wollen definitiv nicht mehr neu kandidieren.
Es bleibt wieder nur die Hoffnung: Finden sich einige engagierte Menschen, die einen "Job" machen wollen, der eigentlich eine Auszeichnung darstellt ? Denn die Stadt hat dem Förderkreis enorm viel zu verdanken. An seiner Spitze zu stehen bedeutet keinesfalls nur Arbeit, sondern auch eine große Ehre. Die weiteren, nun notwendigen Arbeiten am Langenselbolder Kleinod zu begleiten und zu organisieren, das erfordert auch nicht mehr die Kräfte und Anstrengungen wie einst ein Hans Badstübner eingebracht hat.
Heute geht es um den Erhalt der Anlage, um die Unterhaltung, um die Regelung anfälliger Reparaturen oder die Fortsetzung von Sanierungsarbeiten, die naturgemäß nicht ausbleiben. Denn der Putz bröckelt an einigen Stellen, vor allem an den seitlichen Nebengebäuden der Schlossanlage. Die Eingangstreppe, bestehend aus Sandstein, muss instandgesetzt werden, der Frost vergangener Jahre und das häufige Abstreuen mit Salz bei Schnee und Eis haben Spuren hinterlassen.
Vieles ist auch bereits in die Wegegeleitet. So soll die Biebergemünder Fachfirma Glöckner, die zurzeit auch die Kirchensanierung in Neuberg - Ravolzhausen begleitet, ein Putzmuster auf der Fassade des Heimatmuseums aufbringen.
Als Musterprojekt könnte dies auch zur Sanierung der Ballettschule, der Herrenscheune und weiterer Außenwände im Komplex dienen. Das liebe Geld spielt natürlich eine große Rolle, zumal die Stadt als Eigentümerin der Schlossanlage im Rahmen des  „kommunalen Schutzschirms“ keine große Sprünge machen kann und darf.
Also wird auch wieder das "Sammeltalent" gefragt sein, beim neuen Vorstand Denn dei Förderkreis hat bereits in der Vergangenheit immer einen Löwenanteil zur Sanierung und Restaurierung beigetragen, in Form von Spenden, die dann auch Landeszuschüsse ermöglichten. So wird es auch in Zukunft wieder sein. Rund 20 bis 40 Prozent der jeweiligen Projektkosten müssen in der Regel als Eigenmittel aufgebracht werden, erklärt Badstübner. Dessen Talent, "durch die Vordertüre raus zu gehen und durchs Fenster wieder rein zu kommen, wenn man seine Geldanfrage abgelehnt hatte" -so beschrieb es Bürgermeister Jörg  Muth (CDU) bei der feierlichen Verabschiedung des Landesehrenbrief-Trägers als Vorsitzender im Jahre 2012 müssen der oder die "Neuen" nicht zwangsläufig mehr mitbringen. Es geht nicht mehr um sechsstellige Betrage, doch auch sie wollen eingesammelt werden.
So hat die Stadt beispielsweise für die Unterhaltung des Schlosses einen jährlichen Etat von rund 3000 Euro im Haushalt eingeplant; mehr sei derzeit nicht drin. "Das reicht aber grade mal für Putzmittel", macht Eck deutlich, wo die Probleme liegen.
"In diesem Jahr müssten eigentlich auch die Fenster wieder gestrichen werden", weist er auf die Tatsache hin, dass Holzfenster einer gewissen, regelmäßigen Wartung bedürfen. So wird der neue Vorstand vor allem ein Auge darauf haben müssen, für Mittel zu sorgen, die eine wirkliche Unterhaltung und regelmäßige Reparatur auch durchführbar machen.
Eine ehrenvolle Aufgabe, die einem oder einer Jüngeren auch gut zu Gesicht stehen würde. Für Unterstützung ist gesorgt, denn Badstübner, Eck, Vetter, Bechert, sie alle wollen sich ja nicht völlig aus dem Bemühen ums Schloss verabschieden. Doch sie wollen kürzer treten, nach vielen Jahren der Tätigkeit. " Wir haben vor 20 Jahren angefangen und wirklich etwas zustande gebracht" sagt wiederum Badstübner. "Aber wir sind auch alle 20 Jahre älter geworden und waren schon damals nicht mehr die Jüngsten", fügt Eck hin zu.
Gleiches gilt für den gesamten Förderkreis: 81 Prozent der Mitglieder sind älter als 60, nur 0,9 Prozent jünger als 40 Jahre. "Hallo Langenselbolder, das Schloss gehört Euch", lautet daher der Aufruf an die Bürger der Stadt.
Und tatsächlich lässt sich gerade in Zeiten knapper öffentlicher Mittel für den
Kulturbereich nur durch vermehrtes bürgerschaftliches Engagement etwas erreichen; so beispielsweise der Erhalt eines Kulturguts, das auch nachfolgenden Generationen
noch anschaulich bleiben soll.
Vielleicht nutzt der eine oder andere ja die Gelegenheit, mal wieder etwas Schlossluft zu schnuppern und lässt sich begeistern für den Gedanken, am Erhalt dieses Kleinods mitzuwirken: Möglich beim " Tag der offenen Tür" im Schloss am Sonntag, 16. März, von 14 bis 17 Uhr. Neben einem kleinen Sektempfang gibt es auch die Möglichkeit, an Führungen teilzunehmen.
Rainer Habermann (HA/upn) 

Gesamtanlage des Schlosses mit Nebengebäuden Foto:Privat
So sah es frühe aus

Ein altes Gemäuer wird nie ganz fertig

Schloss Langenselbold wird seit 20 Jahren restauriert/Zukunft des Förderkreises im Jubiläumsjahr ist ungewiss.

Gelnhäuser Neue Zeitung 21.02.2014

Langenselbold (cat). Die Restaurierung und Instandhaltung des Langenselbolder Schlosses muss finanziert werden. "Dafür hat die Stadt kein Geld." An dieser Äußerung des damaligen Bürgermeisters Hans-Peter Ebner Anfang der 90. er Jahre hat sich in den vergangenen 20 Jahren bis heute nichts geändert, im Gegenteil: Die Aussage ist aktueller denn je. In diesem Jahr stellt die Stadtgerade einmal 3000 Euro für weitere Arbeiten am Schloss zur Verfügung. Umso wichtiger ist das Engagement des Förderkreises, wenn es darum geht, Fördermittel vom Amt für Denkmalpflege und von der Unteren Denkmalschutzbehörde des Main-Kinzig-Kreises zu erhalten.
Förderkreis erhält 2008 hessischen Ehrenpreis
Dr. Rupert Reiter, früherer Konservator des Landesamtes für Denkmalpflege, begleitete mit großer Fachkenntnis 16 Jahre lang die Arbeiten im Schloss und fungierte auch als Mittler zwischen denen, die Fördermittel bereitstellen, und dem Förderkreis. „Es gibt viele Fördervereine in der Denkmalpflege. Der Selbolder Förderkreis Schloss ist einer
derjenigen, der an seinem Vorhaben festhält und bei Schwierigkeiten nicht gleich alles hinwirft. Hier wird nicht nur gefördert, sondern unermüdlich mit angepackt", lautete Reiters Aussage nach der Restaurierung des Stucksaals. Kein Wunder also, dass der Förderkreis im Jahr 2008 mit dem hessischen Ehrenpreis ausgezeichnet wurde. Auch dem Hessischen Rundfunk war im darauf folgenden Jahr die Arbeit des Förderkreises eine Sequenz in der Sendereihe "Bilderbogen Hessen" wert.
Die Außenfassade des restaurierten Schlosses und die gepflegte Parkanlage stechen dem Besucher sofort ins Auge. Kaum ein Bewunderer ahnt allerdings, wie viele ehrenamtliche Arbeitsstunden die Mitglieder des Förderkreises damit verbracht haben und weiterhin verbringen werden. Viele Helfer der ersten Stunde können mittlerweile altersbedingt die Arbeiten nicht mehr ausführen oder sind verstorben. Tibor Tarai und Hans Badstübner pflegen weiterhin die Rosenbeete, alle anderen Pflegearbeiten im Außenbereich hat der Bauhof der Stadt seit dem Jahr 2012 übernommen.
Aber auch das Innenleben des historischen Gebäudes musste gründlich saniert und restauriert werden. So wurde die Holzvertäfelung im ersten Stock von den Vorstandsmitglieder im Jahr 2003 von Hand abgeschliffen und aufgearbeitet. Nicht bei allen Ausführungen reichte allein handwerkliches Geschick; bei den künstlerischen Aufarbeitungen mussten Fachleute die anstehenden Arbeiten übernehmen. Um die Restauration der Stuckdecken und Gemälde kümmerte sich Ina Werns. „Die Restauratorin war ein Glücksfall für die Arbeiten im Schloss", berichten Hans Badstübner und der Vorsitzende. des Fördervereins, Reinhold Eck. Gemälderestauratorin, Vergolderin für Bilderrahmen und Stuckateurin in einer Person. Besser konnten wir es nicht treffen."
Restauratorin Ina Werns als Glücksfall
Es gab noch mehr zu tun. Und dies ist lediglich ein kleiner Auszug aus den Arbeiten: Kronleuchter vorsichtigzerlegen, reinigen und wieder montieren. Die Seidentapeten im Prinzessinnen. und Kaminzimmer restaurieren, Wandtischunterbauten restaurieren und vergolden, einen neuen Steinfußboden im Schlossvorraum verlegen.
Immer, wenn ein Bauabschnitt oder ein Zimmer fertig gestellt war, gab es anschließend eine Veranstaltung im Schloss im Rahmen des „Tags der offenen Tür". Auch in diesem Jahr, dieses Mal aus An lass des Jubiläums zum 20-jährigen Bestehen des Förderkreises, steht das Schloss am Sonntag, 16. März, ab 14 Uhr für alle Interessiertenoffen.
„Zweck und Aufgabe des Förderkreises ist ausschließlich die Unterstützung der Stadt Langenselbold bei dei Instandsetzung, Erhaltung und Pflege der gesamten Schlossanlage in Abstimmung mit dem Landesamt ,für Denkmalpflege Hessen und der Unteren Denkmalschutzbehörde des Main-Kinzig-Kreises", ist in der Satzung des Vereins festgehalten. In diesem Sinne leitete Hans Badstübner als Vorsitzender 18 Jahre lang die Geschicke des Förderkreises.
Versammlung mit Neuwahlen am 21. März 2014 
Sein Nachfolger Klaus Mackenroth verstarb kurz nach Übernahme des verantwortungsvollen Ehrenamtes im Mai 2012. Seitdem kümmern sich Reinhold Eck, Bernd Bechert und Maria Vetter als Vorstandsteam um die Interessen des Vereins. Für eine neue Amtszeit steht das Trio nicht zur Verfügung. Die anstehende Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahlen am Freitag, 21. März im Großen Salon, wird zeigen, ob der seit zwei Jahrzehnten anhaltende
Einsatz für die Selbolder Schlossanlage fortgeführt werden und die weiteren geplanten
Sanierungen an den angrenzenden Flügelgebäuden verwirklicht werden können. „Ein altes
Gemäuer wird nie ganz fertig", sagt Badstübner.

 

Prachtvolles Gebäude im Herzen Langenselbol das Schloss. (aus der Luft betrachtet) Foto:Privat

Kaffee und Kuchen für den guten Zweck

Kreativ-Treff 88 spendet dem Förderkreis für das Schloss den Erlös seiner letzten Ausstellung

Langenselbolder Zeitung 8.2.2014

Langenselbold (rh/mum). Große Freude beim Förderkreis für das Schloss Langenselbold: Am Mittwoch übergaben die Vorsitzende der Künstlervereinigung "Kreativ-Treff 88", Bärbel Holz, sowie weitere Vereinsmitglieder einen Scheck in Höhe von 700 Euro an des Vorstand des Förderkreises.
Es handelt sich um den Erlös aus dem Speisen und Getränkeverkauf, den die Künstler bei ihrer Weihnachtsausstellung im vergangenen Jahr erzielt hatten.
Die Ausstellung fand während des Weihnachtsmarkts im Schloss statt und lockte viele Besucher von den Marktständen hin zur Kunst. " Wir freuen uns, uns auf diese Weise auch bei den Förderern der Schlosserhaltung bedanken zu können", sagte Holz.
Kuchen hatten die zahlreichen Künstler der Vereinigung, aber auch jene aus befreundeten Künstlergruppen der Umgebung, selbst gezaubert. Über 30 Aussteller zählte die Schau über zwei Tage. Die Kuchen und den entsprechenden Kaffee dazu genossen so viele der Gäste, dass derstattliche Betrag zusammen kam.
Die Idee, den Erlös dem Förderkreis spenden, kam aus der Tatsache heraus, dass die Stadt zwar die Räumlichkeiten für die Ausstellung zur Verfügung stellte, aber selbst derzeit kaum Geld hat, um in den Erhalt und die Sanierung des Kleinods auf dem Klosterberg zu investieren. Das übernimmt der Förderkreis.
Dessen Vorsitzender Reinhold Eck wusste auch bereits ziemlich genau, wofür die Spende verwendet werden soll. Die Fassadensanierung an diversen Nebengebäuden sei überfällig, ebenso bedürfe die Eingangstreppe einer Behandlung, wie Hans Badstübner, der Ehrenvorsitzende des Kreises, ergänzte. Der ist auch Mitglied im Kreativ -Treff und könnte somit scherzhaft als "Lobbyist" für die Spendenvergabe angesehen werden. Zudem konnte die Künstlergruppe im vergangen Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum feiern, der Förderkreis feiert in diesem sein 20-jähriges.
"Aus dem Bauch heraus", wie er sagte, entwickelte ein anderer seine fördernde Geschäftsidee: der selbständige Langenselbolder Immobilienmakler Oliver Safavi. Für jeden Vermittlungsauftrag einer Vermietung spendet er 150 Euro aus seiner Courtage, für jeden Verkaufsauftrag 500 Euro, unabhängig vom Miet oder Kaufpreis.
Die Spende geht an eine gemeinnützige Organisation, die Wahl des Spendenempfängers überlässt Safavi dabei seinem Auftraggeber. Sein jüngster wählte den Förderkreis, und so konnten sich Eck, sein Stellvertreter Bernd Bechert und Kassiererin Maria Vetter über einen weiteren Scheck in Höhe von 150 Euro freuen.
Geldsegen fürs Schloss: H. Badstübner, U. Santowski, B. Holz, M. Vetter, O. Safavi  (v.l)
Foto: Habermann

 

Geldsegen fürs Schloss: H. Badstübner, U. Santowski, B. Holz, M. Vetter, O. Safavi (v.l)

Förderkreis Schloss freut sich über Spenden

Gelnhäuser Neue Zeitung 07.02.2014
Langenselbold (dol). Auf sein 25-jähriges Bestehen hat der Kreativ-Treff Langenselbold im vergangenen Jahr zurückgeblickt. Das Jubiläum spielte bei der parallel zum Weihnachts- markt ausgerichteten Ausstellung eine große Rolle. Mit den Einnahmen aus Kaffee- und Kuchenverkauf wollen die Mitglieder des Kreativ-Treffs den Förderkreis Schloss unterstützen. Dabei kamen 706 Euro zusammen, die am Mittwoch symbolisch an den Vorsitzenden Reinhold Eck und Kassiererin Maria Vetter übergeben wurden. Kreativ-Treff-Vorsitzende Bärbel Holz, Ulrike Santowski (Kassiererin) und Hans Badstübner bedankten sich mit diesem Betrag für die Unterstützung während der Ausstellung. Bild-1. Doch damit nicht genug für den Förderkreis: Bild-2.  Auch Immobilienmakler Oliver Safavi wartete mit einer Spende auf, so dass dem Verein, der sich um die Instandhaltung des Schlosses kümmert, nun 850 Euro zur Verfügung stehen. Das Geld soll unter anderem in die Sanierung der Außenfassade gesteckt werden. Die Kreativ-Treff. Ausstellungen ziehen Jahr für Jahr Kunstschaffende aus der ganzen Region an. Das Foto zeigt, von links: Hans Badstübner, Ulrike Santowski, Bärbel Holz, Maria Vetter, Oliver Safavi und Reinhold Eck.   (Fotos: Lange)

 

 

Bild-1.
Bild-2.

Vorstandstrio führt jetzt den Förderkreis

Stadtjournal Langenselbold   Donnerstag 7. März 2013
Langenselbold (kb). Da sich zur Wahl des 1. Vorsitzenden erwartungsgemäß kein Kandidat fand, wurde eine vom Vorstand vorbereitete Satzungsänderung auf der Jahreshauptversammlung des Förderkreis Schloss Langenselbold e. V. einstimmig angenommen.
Die Nachwahl eines Vorsitzenden wurde durch den tragischen Tod des im letzten Jahr zum Vorsitzenden gewählten Klaus- Dieter Mackenroth erforderlich. Anstatt eines .1. und 2. Vorsitzenden, Kassierers und Schriftführers führt nun ein Trio satzungsgemäß den Verein.
Bürgermeister Jörg Muth bedauerte in seinen Begrüßungsworten, dass nicht alles, was der Förderkreis sich vorstelle, gleich so geklappt habe. Ganz oben auf der Wunschliste des 350 Mitglieder starken Vereins steht ein Brandschutzkonzept für die historische Schlossanlage.

Förderkreis Schloss freut sich über Spenden


Langenselbold (dol). Auf sein 25-jähriges Bestehen hat der Kreativ-Treff Langenselbold im vergangenen Jahr zurückgeblickt. Das Jubiläum spielte bei der parallel zum Weihnachts- markt ausgerichteten Ausstellung eine große Rolle. Mit den Einnahmen aus Kaffee- und Kuchenverkauf wollen die Mitglieder des Kreativ-Treffs den Förderkreis Schloss unterstützen. Dabei kamen 706 Euro zusammen, die am Mittwoch symbolisch an den Vorsitzenden Reinhold Eck und Kassiererin Maria Vetter übergeben wurden. Kreativ-Treff-Vorsitzende Bärbel Holz, Ulrike Santowski (Kassiererin) und Hans Badstübner bedankten sich
mit diesem Betrag für die Unterstützung während der Ausstellung. Doch damit nicht genug für den Förderkreis: Auch Immobilienmakler Oliver Safavi wartete mit einer Spende auf, so dass dem Verein, der sich um die Instandhaltung des Schlosses kümmert, nun 850 Euro zur Verfügung stehen. Das Geld soll unter anderem in die Sanierung der Außenfassade gesteckt werden. Die Kreativ-Treff. Ausstellungen ziehen Jahr für Jahr Kunstschaffende aus der ganzen Region an. Das Foto zeigt, von links: Hans Badstübner, Ulrike Santowski, Bärbel Holz, Maria Vetter, Oliver Safavi und Reinhold Eck.      (Foto: Lange)

 

 

Vorstandstrio führt den Verein

Gelnhäuser Neue Zeitung Montag, 23. Februar 2013 Jahreshauptversammlung des Förderkreises Schloss in Langenselbold.

Langenselbold (cat). Bei der Jahreshauptversammlung des Förderkreises Schloss am Freitagabend stand die Wahl des Vorsitzenden sowie die Änderung der Vereinssatzung auf der Tagesordnung. Da kein Kandidat zur Verfügung stand, führt das bisherige dreiköpfige Team die Geschäfte weiter. Bürgermeister Jörg Muth war bei der Versammlung dabei und Informierte zu aktuellen Maßnah. men für das Schloss und die Schlossanlage.
Seit Mai des vergangenen Jahres führt das Trio Reinhold Eck, geschäftsführender Vorsitzender, Kassiererin Maria Vetter sowie Schriftführer Bernd Bechert die Vorstandsarbeit kommissarisch aus. Da sich bis Freitagabend kein Kandidat für das Amt des Vorsitzende zur Verfügung stellte,. fiel die Wahl der rund 30 anwesenden Mitglieder einstimmig einer Stimmenthaltung auf das dreiköpfige Vorstandsgremium, das bis zur turnusmäßig anstehenden Vorstandswahl im Jahr 2014 die Geschicke des Förderkreises weiterhin leiten soll. Eck, Bechert und Vetter, die sich während ihrer kommissarisch wahrgenommenen Tätigkeit gut in die Vorstandsarbeit eingearbeitet haben, werden den Schwerpunkt der Vereinsarbeit weiterhin gemeinsam auf die Unterstützung der Stadt bei Erhaltung und Pflege des Schlossareals legen.
Um die Belange des Vereins in der Dreierkonstellation nach außen zu vertreten, war es nötig, den Wortlaut der Satzung entsprechend zu ändern. Die Versammlung beschloss einstimmig, dass dem geschäftsführenden Vorstand künftig drei gleichberechtigte Mitglieder angehören und jeweils zwei Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands gemeinsam den Förderkreis gerichtlich oder außergerichtlich vertreten.
Bürgermeister Muth warb um Verständnis dafür, dass aufgrund des begrenzten Personalkontingents Mitarbeiter des Bauhofs, die Pflege der Schlossanlage übernommen haben, die Arbeiten nicht immer in der gewünschten und Zeitnahen Perfektion ausführen können. Was die Unterhaltung der  Schlossanlage betrifft, habe die Stadt 5000 Euro
angesetzt. Die Brandschutzmaßnahmen für das gesamte Objekt Schlosspark in Höhe von rund 100000 Euro könne die Stadt aufgrund der Haushaltssperre zurzeit nicht stemmen. Allerdings würden die Maßnahmen für die Herrnscheune gemäß Hessischem Brandschutzgesetz im laufenden Jahr angegangen.
Für das vergangene Jahr berichtete Eck unter anderem, dass sich bei 13 Schlossführun- gen auch einige Konfirmandengruppen sowie eine französische Schülergruppe für das Schloss interessiert haben. Zwei Bachtanz-Gemälde wurden restauriert und die Bestuhlung im Stucksaal erneuert. Aus fertigungstechnischen Gründen werden neue Stühle für den Großen Salon erst in diesem Jahr geliefert. Für das laufende Jahr ist eine der Prioritäten, die Fugen der Sandsteintreppe zum Schloss auszubessern. Was die Sanierung der Außenfassade angeht, würde in Betracht gezogen, zunächst die Fassade am Heimatmuseum und die der gegenüberliegenden Ballettschule zu erneuern beziehungsweise auszubessern, allerdings müsse hier erst die Kostenermittlung abgewartet werden.

 

Förderverein Schloss beschließt Satzungsänderung - Drei Mitglieder gleichberechtigt.

Langenselbolder Zeitung Montag, 25. Februar 2013
 
Langenselbold (rh/rb). Wie fast schon erwartet, fand sich bei der Jahreshauptversammlung des Förderkreises für das Schloss Langenselbold am Freitagabend kein Kandidat für das Amt eines Ersten Vorsitzenden. Daher bleibt es bis zum Jahr 2014 auch bei der jetzigen Besetzung des Vorstands mit Reinhold Eck als geschäftsführendem Vorsitzenden, Maria Vetter als Kassiererin und Bernd Bechert als Schriftführer.
Allerdings beschlossen die rund 30 anwesenden Mitglieder des Vereins eine Satzungsänderung, wonach dem geschäftsführenden Vorstand zukünftig drei gleichberechtigte Mitglieder angehören, von denen jeweils zwei gemeinsam den Förderkreis gerichtlich oder außergerichtlich vertreten können. Ihre Funktionen und Arbeitsbereiche legen sie untereinander fest. Die Änderung wurde einstimmig beschlossen und tritt in Kraft, sobald sie im Vereinsregister eingetragen ist.
Mit dieser Regelung soll also nun das Problem der schwerwiegenden Verantwortung, welche ein Erster Vorsitzender formal nach der alten Satzung hatte, auf drei Schultern verteilt werden. Dort hieß es nämlich, dass jeweils nur der Erste Vorsitzende oder sein Stellvertreter, also der zweite Vorsitzende, gemeinsam mit einem weiteren Mitglied des geschäftsführenden Vorstands nach außen vertretungsbefugt war.
Eck begründete den Vorschlag jener Satzungsänderung auch ausdrücklich damit, die Hürden für eine Bewerbung um ein Vorstandsamt nicht so hoch zu legen, wie dies wohl von den meisten Mitgliedern angesichts des über 18 Jahre währenden Vorsitzes von Hans Badstübner gesehen wird. Der heutige Ehrenvorsitzende hat wohl doch "zu große Fußstapfen" hinterlassen, und auch der im vergangenen Jahr gewählte und auf tragische Weise ums Leben gekommene Nachfolger Badstübners als Erster Vorsitzender, Klaus Dieter Mackenroth, hatte sich erst nach langer Überzeugungsarbeit zur Amtsübernahme bereit erklärt. Im übrigen scheint sich das jetzige Vorstandsteam in seiner Zusammensetzung wohl zu fühlen und arbeitet anscheinend auch mit den Beisitzern Roland Badstübner, Günther Gehring, Hans-Jürgen Leistner und Tibor Tarai recht harmonisch zusammen. Hinsichtlich der Beisitzerregelung je nach Bedarf können drei oder mehr stimmberechtigte Beisitzer gewählt werden - ändert sich auch in der neuen Satzung nichts. So darf spekuliert werden, dass sich im Rahmen der geänderten Satzung der geschäftsführende Vorstand im kommenden Jahr, bei den dann turnusmäßig anstehenden Vorstandwahlen, um eine Wiederwahl bewerben wird. Dass die Vorstandsarbeit ausschließlich ehrenamtlich erfolgt, gilt auch für die neue Regelung. Im Geschäftsbericht Ecks für das Jahr 2012 standen vor allem die durchgeführten Maßnahmen zur Erhaltung des Schlosses im Mittelpunkt, obwohl die große Restaurierung-sphase ja mit den Arbeiten von Ina Werns bereits abgeschlossen war. So wurden Kristallleuchter aufgehängt, Vorhänge erneuert, die Außenanlage gepflegt, obwohl dies eigentlich seit dem Jahr 2012 Aufgabe des städtischen Bauhofs ist.
Bürgermeister Jörg Muth bedauerte, dass "nicht alles gleich so geklappt" habe, wie der Förderverein sich dies vorstelle. Die weitere Nachricht, dass nämlich die ursprünglich einmal für eine Brandmeldeanlage im Schloss vorgesehenen und wegen des Gewerbesteuereinbruchs im Haushalt „eingefrorenen" 50.000 Euro auch in naher Zukunft nicht zur Verfügung stünden, löste ebenfalls nicht gerade Freude beim Förderkreis aus. Der Brandschutz konzentriere sich jetzt auf die Herrenscheune, damit in dieser wieder Vereinsveranstaltungen stattfinden könnten, erklärte Muth die Prioritäten.
Ein Brandsicherheitskonzept sei beauftragt, Begehungen mit Experten hierzu fanden in den kommenden Tagen statt. In diesem Zusammenhang stellte Hans Badstübner die Frage, wie denn etwa das Jugendzentrum (Juz) "Underground" im Keller des Schlosses brandschutztechnisch zu bewerten sei. Immerhin hielten sich dort bei Veranstaltungen zum Teil über 100 Jugendliche auf. Sein Vorschlag, die Besucherzahlen zu beschränken, stieß allerdings auf wenig Gegenliebe beim Bürgermeister. Der Brandschutz sei ausreichend und mit den zuständigen Ämtern wie auch der Feuerwehrabgestimmt. Außerdem habe die Jugend ein gleiches Recht auf Nutzung des Schlosses wie ältere Mitbürger auch, sagte Muth im Hinblick auf die rund 20-jährige Tradition des Juz.
Der Jahresbericht von Kassiererin Maria Vetter schloss mit einer in etwa ausgeglichenen Bilanz der Einnahmen und Ausgaben. Rund 10 000 Euro waren demnach in die Restaurierung von Bildern, die Anschaffung neuer Vorhänge und Leuchter sowie als Anzahlung für neue Stühle im Großen Salon geflossen. Vetter wurde von den Revisoren eine vorbildliche Buchfuhrung bescheinigt, die Versammlung entlaste sie wie auch den gesamten Vorstand einstimmig.

 

Das Problem ist nicht verjährt

Langenselbolder Zeitung  Freitag, 22.Februar 2013
Heute Abend: Jahresmitgliederversammlung des Förderkreises für das Schloss –Vorsitzenden-Suche geht Weiter.
Langenselbold. Die Stadt ist mittlerweile unter den "kommunalen Schutzschirm" geschlüpft, das Geld wird daher nicht unbedingt mehr. Doch noch immer gibt es in Selbold ein Schloss, das unterhalten werden will. Und heute Abend um 19 Uhr treffen sich die Mitglieder des Fördervereins für jenes Kleinod auf dem Klosterberg im Großen Saal zu ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung.
Die steht auch unter dem Vorzeichen eines fehlenden Ersten Vorsitzenden. Das jetzige "Triumvirat", bestehend aus dem geschäftsführenden Vorsitzenden Reinhold Eck, Kassiererin Maria Vetter und dem Schriftführer Bernd Bechert, führt die Vorstandsarbeit eigentlich nur kommissarisch aus, seit dem tragischen Tod des früheren Vorsitzenden Klaus Dieter Macken- roth kurz nach seiner Amtsübernahme im Mai vergangenen Jahres. Auch er hatte sich erst nach langen Gesprächen insbesondere mit seinem Vorgänger, dem heutigen Ehrenvorsitzenden des Förderkreises, Hans Badstübner, bereiterklärt, den Job zu machen.
Die Situation damals war brisant, denn nicht wenige Förderkreismitglieder hatten in Gedanken bereits das Handtuch geworfen und über eine Auflösung des Vereins nachgedacht, weil sich zunächst partout kein Vorsitzender finden wollte. Eine Versammlung im Heimatmuseum hatte damals einigen Zündstoff enthalten und für hitzige Debatten gesorgt.
Heute ist die Lage etwas entspannter, das dreiköpfige Vorstandsgremium kann und will die Arbeit bis zum nächsten Jahr fortführen. Denn erst im Jahr 2014 stehen turnusmäßig wieder Vorstandswahlen an. Dennoch steht der Punkt " Wahl eines Ersten Vorsitzenden" auf der Tagesordnung, wie Eck gestern im Gespräch mit der LANGENSELBOLDER ZEITUNG erklärte, Er müsste sich allerdings aus der Versammlung heraus finden; einen Kandidaten gibt es bislang nicht. Sollte dies der Fall sein, dann kann in Form einer Ergänzungswahl er oder sie auch unmittelbar als Nachfolger Klaus Dieter Mackenroths gewählt werden. Der Abend wird zeigen, ob es noch tatkräftige Menschen gibt, die vor einer solchen Funktion nicht zurückschrecken.
Ansonsten dürften die Mitglieder des Förderkreises sich auf eine relativentspannte Sitzung freuen können. Wesentliche neue Entwicklungen gibt es laut Eck nicht, die Lieferung der beauftragten Stühle für den Großen Salon verzögert sich noch immer. Hierüber wird der Vorstand berichten, ebenso über die durchgeführten Steinuntersuchungen im Zusammenhang mit dem Feuchtigkeitsschaden an der Außenwand des hinteren Seitenflügels der Klosterberghalle.
Bürgermeister Jörg Muth hat sich zur Versammlung angesagt, und auch er dürfte einige Informationen im Gepäck haben. Beispielsweise, was die zur Verfügung stehenden Finanzmittel für den Unterhalt des Schlosses seitens der Stadt anbelangt. Und sicherlich wird auch darüber zu sprechen sein, wie die Grünpflege in der bevorstehenden Vegetationsperiode aussehen kann. Im vorigen Jahr hatten sich die Vorstandsmitglieder gemeinsam mit Badstübner an Hacke, Schaufel und Schere gemacht, um die Pflanzen zu pflegen. Da sollte sich unter den rund 350 Vereinsmitgliedern doch der eine oder andere freiwillige Helfer finden, der in diesem Jahr mal mit anpackt.
Rainer Habermann (LZlfw) 

 

Wo Napoleon achtmal erschrak.

Förderkreis Schloss Langenselbold bietet exklusive Führungen.

25 Jahre Gelnhäuser Neue Zeitung 23.01.2013

Das Langenselbolder Schloss hat seine Ursprünge bereits im Jahre 1108, und zwar in einem Kloster. Um den Erhalt des Kleinods kümmert sich der Förderkreis Schloss Langenselbold, der vor 19 Jahren gegründet wurde.
Den Prämonstratensern, die 80 Jahre nach der Klostergründung in Langenselbold Einzug hielten, hat die heutige Stadt die Entwicklung zu einer blühenden Siedlung zu verdanken. Denn die Mönche besaßen fachkundige Handwerker sowie medizinische Kenntnisse, die sie mit den Hauern des Umlandes teilten, und sie machten das sumpfige Kinzigtal urban. Nach dem Niedergang des Klosters - in einer Schrift aus dem Birsteiner Archiv heißt es dazu: "Man hat sich zum Schlusse mehr dem Wein zugetan als dem Gebet" lag das Gebäude zunächst brach, und die Steine wurden zum Bau umliegender Häuser verwendet.
Gelände und Gebäude fielen schließlich an die Grafen von Isenburg. 1722 begann diese damit, die Wirtschaftsgebäude zu errichten, meist aus den Abbruchsteinen des Klosters. 1744 bis 1752 entstand das Gebäude, das von den Langenselboldern als das "Schloss" bezeichnet wird und das eher einem barocken Herrenhaus gleicht. Die beiden rechteckigen Gebäude, in denen heute Rathaus und Verwaltung untergebracht sind, sollten eigentlich durch einen Rundpalais verbunden werden. Dieser beeindruckende Bau hätte der Hauptsitz der gräflichen Familie von Isenburg werden sollen. Warum es dazu nicht kam, ist unbekannt; die Isenburger wohnen jedenfalls noch heute in Birstein. Und das Langenselbolder Schloss bekam in Folge dessen nie eine Herrn auf Zeit, wurde für die Unterbringung von Jagdgesellschaften und Verwandten genutzt und deswegen nur das Nötigste instand gehalten.
Erst als 1901 Prinz Alfons von Isenburg-Birstein mit seiner Familie das Haus bezog, wurde es besser. Dessen Töchter, die Prinzessen Margarete und Maja, lebten bis zu ihrem Tod in den Räumen des Schlosses. Doch schon Jahre zuvor, 1976, erwarb die damalige Gemeinde Langenselbold die Schlossanlage; die Prinzessinnen hatten Wohnrecht auf Lebenszeit. Der schlechte Zustand des Stucksaales war 1994 schließlich Anlass für Hans Badstübner und einige Freunde, den Förderkreis Schloss Langenselbold zugründen. Der Verein hat in diesen Jahren viel erreicht. Auf mehreren Fotowänden haben die Ehrenamtlichen ihrer Arbeit und die Fortschritte im Schloss dokumentiert. Viel Geld ist in die Erhaltung und Sanierung des historischen Gemäuers geflossen. In den Anfangszeiten machte das marode Dach viel Ärger: Auf dem Dachboden standen 21 Behältnisse an den Stellen, wo es reinregnete. Ausgeleert wurden sie nicht. In der Folge gab es zahlreiche Wasserschäden in dem alten Fachwerk- und Lehmbau. Der Förderkreis hat insgesamt 328 000 Euro ins Schloss investiert. Nicht enthalten sind darin die ehrenamtlichen Arbeiten, wie zum Beispiel das Pflegen der Parkanlagen, das Zusammenbauen und Installieren der wunderschönen Kronleuchter und das Abschleifen der Decken und Wände.

 

Sparkasse spendet 4000 Euro aus dem PS-Los-Sparen

Langenselbolder Zeitung   Samstag, 17. November 2012
Nicht nur ein prickelndes Gläschen Sekt trug zur guten Laune der Vertreter von 15 regionalen Vereinen am Donnerstagabend in der Langenselbolder Sparkassen-Filiale bei. Auch das, was anschließend auf dem Tisch lag, ließ die Augen glänzen. 4400 Euro als Zweckertrag aus dem PS-Los-Sparen des Kreditinstituts wechselten in kleinen Briefumschlägen den Besitzer: Elke Sonnenberger-Gross, stellvertretende Bereichsleiterin fürs Filialgeschäft in der Hanauer Zentrale, hatte die Scheine itgebracht, Antje De Blasio, Jens Koßmehl, Britta Meininger und Sandra Zenker aus den Sparkassen Niederlassungen in Langenselbold, Neuberg, Ronneburg und Hammersbach verteilten sie. Beim PS-Los-Sparen wird jeweils ein Teil des Ansparbetrages für eine monatliche Auslosung verwendet, außerdem gehen 25 Prozent des Auslosungsbetrags, der ansonsten den jeweiligen "Spar-Gewinnern" zukommt, an gemeinnützige Organisationen in der Region. Die Begünstigten am Donnerstag in Langenselbold: Ballsportverein Langenselbold, Chung-Gun Hammersbach, DRK Ortsverein Langenselbold, "Die Kranicheim Main-Kinzig-Kreis" (Hilfsorganisation für Tschernobyl-Opfer), evangelische Gemeinschaft Hammersbach, Förderkreis Schloss Langenselbold, OGV Langenselbold, Landfrauen Rüdigheim, Langenselbolder Pferdefreunde, Schützenverein "Hubertus" Hüttengesäß, Spielmanns  und Fanfarenzug Ronneburg, Tischtennisclub Neuberg, VDK Hessen- Thüringen, Verein Frauen-Kultur-Sprache Langenselbold und Vogelfreunde Neuberg.

 

Volkschor überreicht Erlöse aus Benefizkonzert

Volkschor überreicht Erlöse aus Benefizkonzert

Die "Früchte" des Septembers

Langenselbolder Bote   Mittwoch, 14.11.2012
Nun war es soweit, der Finanzvorstand des Volkschores Langenselbold, Jörg Gibbe, überreichte im Stucksaal des Schlosses dem geschäftsführenden Vorstand des Förderkreises Schloss, Reinhold Eck und seinen Vorstandskollegen, einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro. Dies ist der Erlös aus dem großartigen Benefizkonzert "Summertime" vom vergangenen September mit den Teenie-Singers, dem Jungen Chor "Uccelli di Canto", dem Frauen-, Männer- und gemischten Chor sowie der grandiosen Joyce Fayice  Faber. Reinhold Eck dankte besonders den Initiatoren dieses Konzertes, Hans Badstübner und Jörg Gibbe, die sich Ende 2010 zusammengesetzt hatten und die Idee eines Benefizkonzerts reifen ließen. Weiter dankte Eck dem Vorstand, allen Sängerinnen, Sängern und Mitgliedern des Volkschores für die Spende. Ein großes "Danke- schön" kam aber auch von Jörg Gibbe an den Förderkreis Schloss, denn immerhin profitiere der Volkschor seit vielen Jahren schon von den restaurierten Räumlichkeiten im Schloss und insbesondere von der Pflege des Schlossparks durch den Förderkreis. Hier kommen jedes Jahr viele Arbeitseinsätze zum Tragen. Gibbe stellte ferner in Aussicht, dass das "Summertime- Konzert" nicht das letzte Benefizkonzert gewesen sein muss! Kathi Schwedt, Sprecherin des Volkschorvorstandes betonte, dass man eben auch mit kleineren Spenden die eine oder andere Renovierungsarbeit in oder am Schloss anstoßen kann. Weiter kündigte sie noch die nächsten Termine des Volkschores an: Die Mitgestaltung der Feierlichkeiten zum Volkstrauertag und Totensonntag, das Konzert "Singende, klingende Weihnachtszeit" zum dritten Advent, am 16. Dezember in der evangelischen Kirche, mit den Kinderchören, den Teenie-Singers und dem Jungen Chor "Uccelli di Canto". Bei der Jahresabschlussfeier am 20. Dezember werden langjährige Mitglieder geehrt. Den musikalischen Rahmen werden der Frauen-, Männer- und der gemischte Chor unter seinem neuen Dirigenten Alexander Franz gestalten.

 

Ehepaar Neubauer spendet Mehlbeere

Gelnhäser Neue Zeitung   Freitag, 16. November  2012
Langenselbold (dol). Ein Gewittersturm vor zwei Jahren zog eine rund 100-jährige Esche im Langenselbolder Schlosspark arg in Mitleidenschaft. Zu retten war der Baum nicht mehr. An seiner Stelle pflanzten nun Mitglieder des Förderkreises Schloss Langenselbold eine Mehlbeere, die das Ehepaar Gisela und Herwig Neubauer anlässlich ihrer goldenen Hochzeit am 2. August gespendet hatten. Das Jubelpaar verzichtete auf Geschenke und bat stattdessen um Geldspenden, um den Förderkreis, der sich um die Pflege des Schlosses samt Außenanlagen kümmert, zu unterstützen. Ehrenvorsitzender Hans Badstübner nahm sich der Einpflanzung gemeinsam mit Tibor Tarai und Günther Gering an. .Die Mehlbeere ist der 44. „Baum, den der Förderkreis seit 1994 im Park gepflanzt hat", sagte Badstübner. Zum größten Teil sind dies Spenden von Freunden und Förderern des Förderkreises. Zum Dank wird an dem Baumschutz eine Plakette angebracht, auf der Namen und Jubeltag der Spender vermerkt sind. Badstübner freut sich über die Mehlbeere, die bis zu 20 Meter hoch wird und weiß blüht. (Foto: Lange)

 

 

Spende erfreut Förderverein

Langenselbolder Zeitung 8.10. 2012

Beim "Summertime"- Konzert des Volkschors kamen 1000 Euro zusammen.

Langenselbold (rh/ how). Es war ein groß- artiges, frisches und fröhliches Konzert unter dem Titel "Suumertime", das der Langenselbolder Volkschor im September in der Klosterberghalle veranstaltet hatte.
Geplant war es schon früher, im Sommer eben, wie die Widmung nahe legt. Doch durch den tragischen Tod des Vorsitzenden des Förderkreises für das Schloss Langenselbold, Klaus Dieter Mackenroth; musste es zunächst verschoben werden. Denn eigentlich hätte er, "Ben", wie ihn die Se1bolder liebevoll in Erinnerung behalten, den Erlös aus dem Konzertprojekt entgegennehmen sollen. Aus Gründen der Pietät hatten sich Volkschor und Förderkreis dann entschlossen, so kurz nach seinem Tod das Konzert zunächst abzusagen. Verständnis für diese Haltung brachten nicht nur alle Verantwortlichen auf, sondern auch die Sängerin Joyce Faber-Lyle, welche mit ihren Soli die Konzertbesucher regelrecht verzaubert hatte. Vorige Woche war es dann aber soweit: Feierlich übergaben Vorstandsmitglieder des Volkschors, Annelie Bender, Jörg Gibbe und Kathi Schwedt, den Konzerterlös in Höhe von 1000 Euro als Spende an den derzeitigen geschäftsführenden Vorstand des Förderkreises, Reinhold Eck, Bernd Bechert und Maria Vetter, Auch Beisitzer Tibor Tarai und der Ehrenvorsitzende des Förderkreises, Hans Badstübner, waren bei der Übergabe des symbolischen Schecks im Großen Salon des Schlosses da bei.
Der Erlös sei leider nicht ganz so hochausgefallen wie erhofft, betonte Kathi Schwedt als Vorstandssprecherin des Volkschors. Dennoch kann der Förderkreis mit dem Geld natürlich etwas anfangen, denn es sind immer kleinere Unterhaltungs und Renovierungsarbeiten am Kleinod auf dem Klosterberg zu leisten. Und genau darum kümmern sich die Mitglieder nach wie vor, auch wenn die großen Investitions- und Bautätigkeiten mit der Ara Badstübner wohl zu Ende gegangen waren.

 

 

Freude auf allen Seiten: Annelie BendeI, Jörg Gibbe und Kathi Schwedt vom Volkschor; Bernd Bechert, Reinhold Eck, Tibor Tarai, Maria Vetter und Hans Badstübner vom Förderkreis (von links). Foto: Privat

Volkschor Langenselbold singt zugunsten anstehender Schlossrenovierungen

Langenselbolder Zeitung  Montag, 10 September 2012

Erfrischend und berührend

 
"Summertime" lautete der Titel des beschwingten und vielfältigen Benefizkonzertes, das der Förderkreis Schloss Langenselbold mit dem Volkschor am Samstag in einer voll besetzten Klosterberghalle präsentierte. Die Teenie-Singers unter der Leitung ihrer .Dirigentin Christel Stolle, der Junge Chor "Uccelli di Canto" mit Chordirektor Alexander Franz, sowie der Frauen- Männer- und gemischte Chor unter der Leitung von Dirigent Martin Winkler boten ihrem Publikum eine bunt gemischte Palette unterschiedlich Ater Werke aus verschiedenen Epochen und Stilrichtungen. Highlight des gelungenen Abends war die in Denver geborene Jazz- und Soulsängerin Joyce Farber, die die Gäste mit rauchig warmer und voller Stimme begeisterte und zum "Mitgrooven" animierte.
Bernd Bechert vom Förderkreis Schloss Langenselbold betonte in seiner Begrüßung, dass die Arbeit des Vereins auch in Zukunft gebraucht werde, da zwar schon einige Renovierungen, wie unter anderem die Instandsetzung des Großen Saals im ersten Stock getan seien, aber auch noch Manches ausstehe, wie beispielsweise die dringend notwendige Renovierung der Außenfassade.
Schwungvolle Moderation
Bei der schwungvollen Moderation durch die Veranstaltung wechselten sich Kathi Schwedt, Monika Duderstadt und Rene Börner ab. Den Anfang machte das große Aufgebot von Gemischtem Chor und Uccelli di Canto mit dem zeitgenössischen "Hallo, schön dass ihr da seid", dirigiert von Martin Winklet: Mit " Wie schön blüht uns der Maien" aus dem 17. Jahrhundert zeigte dann der Gemischte Chor seine fein aufeinander eingespielte stimmliche Bandbreite, Auch Frauenchor und Männerchor präsentierten ihre "Soli" mit Werken wie "Nun bin, ich einmal frei" von Jakob Regnat aus dem 16.Jahrhundert oder "Die Landsknechte" von Heinrich Sutermeister aus den 60er Jahren. Begleitet von Monika Duderstadt am Klavier und dirigiert von Christel Stolle hatten die Teenie-Singers einen berührenden Auftritt mit mehreren ruhigen und harmonischen Werken, wie Songs von Elton John, Lehonard Cohen und den Bee Gees. Nach der Pause gehörte die Bühne schließlich "Uccelli di canto" unter Leitung von Alexander Franz. Der junge Chor hatte auch einige Stücke aus seinem bekannten und gelobten "Engel-Konzert" dabei und überzeugte wie immer durch einen mitreißenden energiegeladenen Auftritt.
Auch ein absoluter Profi war beim sommerlichen Benefizkonzert zu Gast: Die langjährige Solosängerin der Gospelgruppe "Jackson Singers" Joyce Farber zog das Publikum -begleitet von Wolf Dubberthin am Piano -in ihren Bann. Mit musikalischen Highlight wie "Summertime" und " What a fifference a day makes" versetzte sie die Klosterberghalle ein ungeahnte Schwingungen. Andrea Pauly (HAI how)

 

Sommerzeit in der Klosterberghalle

Volkschor Langenselbold

Langenselbolder Bote Mittwoch, 26. September 2012


Es war ein schöner warmer Sommertag, und diese "Summertime" brach ten die Sängerinnen und Sänger des Volkschores Langenselbold kürzlich mit in die Klosterberghalle. Mit einem musikalischen "Hallo, schön dass ihr da seid", von Oliver Gies, empfingen der Gemischte Chor und der Junge Chor Uccelli di Canto die Besucher in der gut gefüllten Klosterberghalle. Zuvor begrüßte Bernd Bechert, Vorstandsmitglied des Förderkreises Schloss Langenselbold, alle anwesenden Gäste des Benefizkonzertes. Durch den Kauf der Eintrittskarten unterstützen Sie die dringend nötigen Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten in und am Schloss. Wer ein altes Haus besitzt kennt das: Ist man mit der Arbeit an der einen Ecke fertig, tut sich die nächste auf der anderen Seite auf. Ein weiterer Dank ging an den Volkschor der sich spontan zu diesem Benefizkonzert bereit erklärt hatte. Danach setzte Kathi Schwedt, Sprecherin des Volkschorvorstandes in ihrer gekonnt heiteren Art die Moderation fort: Heute müssen Sie sich auf alles gefasst machen. Unter dem Motto "Summertime" werden wir ihnen beschwingte, heitere, be- kannte sowie unbekannte Songs der verschiedensten Stilrichtun- gen präsentieren von Brahms bis Rammstein!  Das ist keine Drohung - nein, das ist die Vorankündigung für einen aufregenden Abend. Dann folgte ein musikalischer Höhepunkt nach dem anderen. Frauen-, Männer- und Gemischter Chor, unter der Leitung seines Dirigenten, Martin Winkler, stellten die große musikalische Bandbreite des Chores vor. Zwei Frauenchöre "Der kühle Maien" von J.H. Schein und "Nun bin ich einmal frei" von J. Regnart überzeugten ebenso wie die Männerchöre mit "Die Landsknechte" von H. Sutenneister und "Nun ade" von K. Grimm. Die lebhafte Moderation von Monika Duderstadt eröffnete den Auftritt der Teenie-Singers, die ihrem Alter entsprechend englische Titel wie "Flying free" von Don Besig zu Gehör in ihrem Programm hatten. Hier merkte Duderstadt an, dass das fehlende Flötenspiel durch eine dritte Hand am Klavier ersetzt werden musste, aber wer hat schon drei Hände, So sprang Caroline Börner kurzerhand ein, zudem hatte sie dann auch noch eine Hand zum Blättern frei. Aber auch Titel wie "Can you feel the love" von Elton John oder "Tragedy" von den Bee Gees gehörten zum großen Repertoire der Teenie - Singers unter der Leitung von Christel Stolle. Joyce Farber, Jazz - und Soulsängerin aus Denver, Colorado, und Lehrerin an der Musikschule Dreieich, präsentierte den Konzerttitel "Summertime" von George Gershwin, auf eine sehr gefühlvolle und doch lockere Art. Begleitet wurde sie am Flügel von Wolf Dubberthin der während des Konzertes immer wieder durch seine hervorragenden Klaviersolist begeisterte. Den zweiten Teil des Konzertes eröffnete der Gemischte Chor und Uccelli di Canto mit dem sechsstimmigen Brahms-Stück "All meine Herzgedanken" und bewies damit, dass Jung und Alt zusammen gleichwohl ansprechendes Liedgut offerieren können. Auf seine unbeschwerte Art moderierte Rene Bömer die Auftritte von Uccelli di Canto unter der Leitung ihres Dirigenten Alexander Pranz. Mit "Warum singe ich eigentlich im Chor?" von Oliver Gies der ,:Entdeckung Amerikas" von Göttsche überzeugten sie das Publikum. Natürlich durften auch Stücke aus dem "Engelkonzert" nicht fehlen. Mit dem Hit von den Weather Girls "It's raining men" hatte man das Gefühl es sei ein richtiges Gewitter auf der Bühne, so gekonnt hatte man Regen, Blitz und Donner nachgeahmt. Mit dem legendären ,,0 Happy Day" von Edwin Hawkins forderten Joyce Farber und Wolf Dubberthin Publikum und Chor zum Mitsingen auf und beim "He's Got the Whole World" riss es auch die letzten Besucher von ihren Stühlen. Es war ein rundum gelungenes Konzert mit Standing Ovations für die hervorragende Joyce Farber. Kathi Schwedt bedankte sich bei allen mitwirkenden Solisten und Dirigenten mit Blumen. Mit "Un Poquito cantas" von S. Singer entließ der Gemischte Chor und Uccelli di Canto seine Gäste in eine laue "Summernight".

 

 

Benefizkonzert "Summertime"

Langenselbold. Der Förderkreis Schloss Langenselboldveranstaltet am Samstag, 8. September, um 20.00 Uhr in der Klosterberghalle gemeinsam mit dem Volkschor Langenselbold ein Benefizkonzert.
Mitwirkende des Konzertes, das unter dem Motto "Summertime" steht, sind die „Teenie-Singers“; der Junge Chor "Uccelli di Canto";sowie der Frauen-, Männer- und Gemischte Chor des Volkschores.
Als musikalisches Highlight wird Joyce Farber auftreten.

Der Erlös dieses Benefizkonzertes dient zum Erhalt des Schlosses.

Karten gibt es bei den bekannten Verkaufsstellen: Textilpflege Bielesch, Gelnhäuser Str. 18; Buchhandlung Schell, Hanauer Str. 6; Schreibwaren Fries, Rhönstr. 54; Familie Gibbe, Spessartstr. 63a sowie bei allen Mitgliedern des Valkschores oder
Telefonisch unter 06184/901750, Jörg Gibbe.

Der Schlosspark ist ein städtisches Kleinod und belebter Festplatz

Frankfurter Rundschau Mittwoch, 8. August 2012 Von Jörg Andersson

Brautpaare vor Rosenbeeten
 
Hans Badstübner könnte endlos erzählen. Nicht nur über die Historie der Langenselbolder Schlossanlage. Auch viele Anekdoten. Etwa die über das auffällig gelbe Exemplar inmitten einer der Rosenbeete. Die habe er 1997 auf Bitten einer älteren Frau gepflanzt, die ihm wiederholt von der Parkbank bei der Arbeit zugesehen und schließlich 20 Mark in die Hand gedrückt habe, damit er ihre Lieblingsblume in den Boden bringe. "Gloria Day" heißt die Züchtung, erzählt Badstübner und ergänzt, wie sie einst über Frankreich in die USA kam, ihren Namen erlangte und sich zum Verkaufsschlager entwickelte.
"Es gibt hier kaum einen Baum, Busch oder Rosenstock, den ich nicht in der Hand hatte", sagt der 78-Jährige, der sich nun Ehrenvorsitzender des Förderkreises Schloss Langenselbold nennen darf. Badstübner hat den Verein aus der Taufe gehoben und war 18 Jahre Vorsitzender. Als er und die ersten Helfer sich 1994 an die Arbeit machen, waren die von 1722 bis 1727 im streng symmetrischen Barockstil errichten Gebäude baufällig und der Park verwildert.
Heute ist das rund ein Hektar große Areal eine der Schokoladenseiten der Stadt, wofür auch Doris Hamburger und Matthias Wissel sorgen. Die Gärtnerin mäht den Rasen, hackt Beete oder stutzt Buchshecken. In diesem regnerischen Sommer häufiger. "Alles wächst schneller", erzählt sie. "Tipptopp muss das hier aussehen", ergänzt Wissel, der sich um den Baumbestand kümmert, die Standsicherheit und Astbruch überprüft.
Das Schlossgebäude ist heute Standesamt. Hochzeitspaare kommen auch von weither. Über hundert Trauungen finden hier jährlich statt. Der hintere Parkbereich, eingefasst von Herrnscheune, Dragonerbau und Klosterberghalle: ist Schauplatz vieler Veranstaltungen, darunter dem Stadtfest im August, oder Musikbühne. Der Hessentag 2009 spielte sich hier ab. "Danach mussten wir gewaltige Rasenflächen neu säen", erzählt Wissel.
400 Sträucher vom Rhododendron über Mahonien bis zum chinesischen Flieder wurden gepflanzt. Etliche Bäume, die Prinz- Alfons von Isenburg 1901 beim Bezug des Schlosses pflanzen ließ, sind gefällt, mehr als 40 neu gepflanzt worden, Exoten vom Mammutbaum oder Magnolien bis zur Japanzierkirsche oder dem Blauglockenblumenbaum. "Kein leichtes Unterfangen", erzählt  Badstübner, der sich in 40 Jahren beim Obst- und Gartenbauverein viele Kenntnisse angeeignet hat, Kaum 30 Zentimeter Mutterboden gibt es hier unter dem felsigen Klosterberg.
1901 hat Prinz-Alfons von Isenburg das Schloss bezogen und den Garten angelegt. 1933 wurde aus Idem einstigen Fruchthaus das Rathaus. Der Adel interessierte sich mehr für Birstein. 1954 wurden Gartenausstattung wie Wasserbassin und das eiserne Tor zum ; dortigen Schloss gebracht.
Den neuen schmiedeeisernen Zaun hat der Förderkreis errichtet. Reifer haben alte Betonleuchten entfernt und durch Laternen  mit historischen Charakter ersetzt, darunter auch viele Wandleuchten. Ein halbes Dutzend Rosenbeete wurden gepflanzt. In Absprache mit dem Denkmalsamt sind neue Sichtachsen im Park entstanden, der sich einst bis zum Schwimmbad erstreckte, "Der Blick schweift nun weiter über die historische Anlage, die markanten Bäume kommen viel besser zur Geltung", schwärmt Biologe Wissel. Doris Hamburger mag ihre Arbeit vor allem im Herbst, wenn sich die Blätter gelb und rot färben.
DER GARTEN
Schloss und Parkanlage Langenselbold hat die Stadt 1976 für 700000 Mark vom Fürstenhaus Isenburg-Birstein erworben. Die Gebäude waren vielfach verfallen, der Garten verwildert. Seit 1994 kümmert sich ein Förderverein um die Pflege und rund 320 000 € Spenden gesammelt. Auf dem Areal ist Rathaus, die Grünanlage öffentlich.
Grünanlagen und ihre Gärtner ist eine Sommerserie der FR in Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis, in der Kleinode und Menschen, die sie hegen und pflegen, vorgestellt werden.

 

Als Trio die Geschicke des Vereins weiterführen.

Gelnhäuser Neue Zeitung  Montag, 6. August 2012

Vorstand Förderkreis Schloss Langenselbold blickt nach dem Tod des Vorsitzenden Mackenroth in die Zukunft.

Langenselbold (kb). "Es geht weiter, auf jeden Fall geht es weiter, das sind wir nicht zuletzt Klaus Dieter Mackenroth schuldig. "Reinhold Eck, stellvertretender Vorsitzender des Förderkreises Schloss Langenselbold, klingt entschlossen. Nach dem plötzlichen Tod des Vorsitzenden Mackenroth im Mai (die GNZ berichtete) ruhten die Geschicke des Vereins, der sich seit nunmehr 18 Jahren um die Belange des Selbolder Schlosses kümmert, zunächst für einen Monat. Die Vereinsmitglieder waren geschockt, mussten zunächst Abstand gewinnen, vor allem Eck, der seit über 60 Jahren ein enger Freund und Vertrauter Mackenroths war. Mittlerwelle, gut drei Monate nach dem Tod ihres Vorsitzenden, hat sich der geschäftsführende Vorstand so weit gefasst, hat durchgeatmet und blickt im Gespräch mit der GNZ auf die künftigen Aufgaben des rührigen Vereins.
Unsere Satzung schreibt vor, dass nach Mackenroths Tod der verbleibende Vorstand die Geschäfte weiterführt und dass der Vorstand bis zur nächsten Jahreshauptversammlung wieder ergänzt wird", erklärt Reinhold Eck. Gemeinsam mit Kassiererin Maria Vetter und Schriftführer Bernd Bechert und natürlich mit Unterstützung des Ehrenvorsitzenden Hans Badstübner, der dem Verein 18 Jahre lang vorstand, folgt Eck dem Willen der Satzung. Es war nie eine Frage, das Handtuch zu werfen, gerade nach So einem Schicksalsschlag hält man zusammen", sagt Vetter. Eck pflichtet ihr bei: Für mich ist das auch eine persönliche Verpflichtung meinem Freund gegenüber, wir waren schon so lange befreundet und wollten das Amt ohnehin gemeinsam tragen."
Ein neuer Vorsitzender muss dennoch gefunden werden, spätestens bis zur nächsten Jahreshauptversammlung im Februar 2013. Wer sich also als potenzieller Vorsitzender angesprochen fühlt, ist herzlich willkommen", sagt Vetter, eventuell ist das auch eine Gelegenheit für die zahlreichen Neubürger Langenselbolds, sich für ihren neuen Wohnort zu engagieren."
Gemeinsam mit Bechert seien sie derzeit dabei, sich in die Vereinsführung einzufinden, sagen selbst, dass sie da hineinwachsen müssten und stellen klar: "Wir machen alles gemeinsam, keiner steht im Vordergrund, die Vorstandsarbeit ist auf mehrere Schultern verteilt, das ist uns absolut wichtig." Der Schwerpunkt der Vereinsarbeit bleibe es weiterhin, die Stadt bei der Erhaltung und Pflege des gesamten Schlossareals zu unterstützen, so führt Eck aus. Es sei immer wieder toll zu sehen, wie intensiv das Schlossparkareal von allen Selboldern genutzt werde, es gebe zahlreiche Events, Kinder könnten toll spielen, auch Hunde seien willkommen, so Eck und Vetter. Es ist auch schön, dass immer mehr Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner entfernen, das war zu Beginn anders", erinnern sich die beiden.
Kinder und Jugendliche für das Schloss begeistern
Ein erklärtes Ziel des Vorstandsteams ist es, Kinder und Jugendliche für das Schloss zu begeistern. .Die Selbolder Konfirmanden bekommen bei uns eine Schlossführung und können sich im Stucksaal fotografieren lassen", erzählt Eck. So solle schon früh eine Beziehung zum Schloss aufgebaut werden, das beuge auch Vandalismus vor. Wir wollen das Schloss weiterhin für alle zugänglich machen, aber es ist uns wichtig, das die Feierlichkeiten, die hier stattfinden, auch zu dem außergewöhnlichen Ort passen", wünscht sich Vetter. Das Trio Eck, Vetter und Bechert hatte kürzlich, sozusagen als erste offizielle Amtshandlung, ein Gespräch mit einer Vertreterin des Landesamts für Denkmalpflege in Wiesbaden. Sie hat das Schloss besichtigt und war ganz angetan von seinem guten Zustand", berichtet Eck. .Es hat ihr sehr imponiert, dass das Schloss in dem Maße öffentlichen Zugang bereit- stellt."
Lose Steine noch auszutauschen
Bei ihrem Rundgang sei auch die rückwärtige Mauer des Schlossareals zum Schwimmbad hin zur Sprache gekommen. .Dort gibt es einige lose Steine, die noch nicht ausgetauscht wurden", erklärt Eck. Nun wurde vom Vorstand das Institut für Steinkonservierung der hessischen Denkmalpflege eingeschaltet, welche die Mauer genauer unter die Lupe genommen hat und derzeit ein Gutachten erstellt. .Das wird das nächste größere Projekt und das erste unter unserer Leitung", prognostiziert Eck. Dass auch diese Sanierung Geld kosten wird, versteht sich.
Ein Benefizkonzert des Volkschors zugunsten des Förderkreises Schloss, das bereits im Mai hätte stattfinden sollen und aufgrund Mackenroths Tod verschoben wurde, wird im September die Vereinskasse auffüllen. Unter dem Motto „Summertime" werden am Samstag, 8. September, ab 20 Uhr in der. Klosterberghalle die „Teenie Singers" unter der Leitung von Christel Stolle, „Uccelli di Canto" unter der Leitung von Alexander Franz, der Frauen-, Männer und Gemischte - Chor unter der Leitung von Martin Winkler sowie die Soul und Jazzsängerin Joyce Farber Lieder aus ihrem Repertoire zu Gehör bringen. Karten sind bei der Buchhandlung Schell, im Bürgerbüro, bei der Reinigung Bielesch, bei Schreibwaren Fries und bei allen Vorstandsmitgliedern des Förderkreises und des Volkschors für 10 Euro zu erwerben.
Mit Blick auf die Zukunft gerichtet, sagen Eck und Vetter: „Erhalten, pflegen, ergänzen - das ist jetzt unsere Aufgabe, und das ist oftmals nicht leichter als etwas zu neu erschaffen."   

 

Kassiererin Maria Vetter und Vieze-Vorsitzender Reinhold Eck wollen die Vorstandsarbeit im Förderkreis Schloss nach dem Tode K.D. Mackenroths gemensam schultern. Foto:Biel

Vandalismus am Schlosszaun

Gelnhäuser Neue Zeitung Mittwoch, 25.Juli 2012

Langenselbold (kb). Hans Badstübner ist sauer. Schon wieder haben Vandalen eine Zacke des schmiedeeisernen Zauns, der das Langenselbolder Schloss zur Hanauer Straße hin abgrenzt, gewaltsam abgebrochen. Dieses Mal sammelt er sie vom Rasen auf, üblicherweise fehlt von den Zacken Jede Spur. Der ehemalige Vorsitzende des Förderkreis Schloss hat kein Verständnis mehr. Aktuell fehlen dem im Jahre 2001 auf Initiative des Förderkreis errichteten Zaun 18 Zacken, zahlreiche Elemente sind verbogen. Wie viele Zacken in den vergangenen Jahren schon erneuert wurden Badstübner hat darüber den Überblick verloren. Der Förderkreis hat den Vandalismus satt. Er beabsichtigt, Anzeige gegen unbekannt zu erstatten.
„Uns reicht es Jetzt einfach, wir haben das lange genug mit angeschaut, das Geld, das wir immer wieder in die Reparatur des Zauns stecken müssen, könnten wir gut auch an anderer Stelle gebrauchen", sagt Badstübner .
Der 42 Meter lange Zaun nach historischem Vorbild. der auf die Sandsteinmauer montiert ist, hat damals 38 000 DM gekostet, das passende Tor noch mal 7 800 DM, auch an ihm fehlen Zacken.
Die schmiedeeiserne Zierde wertet die Schlossanlage nicht nur optisch auf. sondern lässt auch ihren ursprünglichen Zustand erkennen. Denn nach Aussagen von Zeitzeugen war auf diesem Teil der Schlossmauer schon immer ein Zaun, der aber im Krieg stark beschädigt wurde und schließlich vollends verschwand.
Laut Badstübner fing der Vandalismus 2004 an. "Wir haben die Zacken immer wieder nach und nach ergänzt, vier Stück kosten 280 Euro, das Geld muss erst mal aufgebracht werden", so der ehemalige Vorsitzende.
"Meistens werden die Zacken als Souvenir behalten, es ist selten, dass, wie heute mal, einer im Gras liegt", sagt er. Um einen solchen Zacken abzubrechen, bedarf es roher Gewalt, ohne Hilfsmittel scheint das schwer machbar. .Das ist ein unnötiges Kräftemessen, das ist pure Gewalt, ein Ausprobieren, wie stark man ist, leider am falschen Objekt", bedauert Badstübner.
Leider haben weder Anwohner noch Passanten bislang die Täter beobachten können, der Förderkreis appelliert, aber weiterhin, bei der Aufklärung mitzuhelfen.
Der Förderkreis hat das Problem bereits mehrmals auf dem Ordnungsamt und dem Amt für Liegenschaften vorgetragen, es ist der Stadtverwaltung definitiv bekannt, hat aber bislang nichts an der Sachlage geändert.
Die Zerstörung im Schlosspark beschränkt sichtlicht nur auf die abgebrochenen Zaunzacken, auch die Ruhebänke werden immer wieder beschädigt. Selbst vor frischgepflanzten Rosenstöcken machen Vandalen oder Diebe nicht Halt. „Da pflanzt man am Morgen die Rosen und wundert sich am Abend über ein großes Loch“, beschreibt Badstübner die Dreistigkeit der Diebe.
Der Förderkreis appelliert an die Randalierer, ihren Vandalismus künftig zu unterlassen. Der Verein empfindet seine ehrenamtliche Arbeit als mit Füßen getreten, genauso wie die Spenden, die für diesen Zaun geleistet wurden. „Das hat alles eine Menge Arbeit gekostet, das sehen die Leute nicht, die es zerstören", zeigt sich Badstübner enttäuscht.

zahlreiche Elemente verbogen, oder abgebrochen. foto:privat

Betroffenheit über Mackenroths Tod

Gelnhäuser Neue Zeitung  Mittwoch, 30. Mai 2012
Betroffenheit über Mackenroths Tod
Langenselbold (dol). Am Samstag ist Klaus-Dieter Mackenroth, der neue Vorsitzende des Förderkreises Schloss  an den Folgen eines Rollerunfalls gestorben. Der 70 Jährige erlag im Klinikum Hanau einer Lungenembolie.
Vergangene Woche Dienstag war Mackenroth abends mit seinem Roller gestürzt und hatte dabei einen offenen Unterschenkel und Oberschenkelbruch davongetragen. Nach GNZ -Information konnte er bereits am Donnerstag die Intensivstation verlassen. In der Nacht zum Samstag verschlechterte sich sein Zustand allerdings. Gegen 3 Uhr starb Mackenroth. Er hinterlässt eine Frau und einen Sohn.
Reinhold Eck: "Sein Verlust trifft uns sehr"
Reinhold Eck, stellvertretender Vorsitzender des Förderreises Schloss Langenselbold, war ein enger Freund Mackenroths. Am Mittwoch vergangener Woche besuchte er ihn im Krankenhaus. Ihm ging es den umständen entsprechend gut", sagte Eck gestern im Gespräch mit der GNZ Die Blessuren waren schlimm genug, aber wir waren beide guter Dinge, dass er bald wieder auf die Beine kommt." Es sei nicht absehbar gewesen, dass sich seine Zustand verschlechtern würde.
Die Meldung von Klaus-Dieter Mackenroths Tod erreichte Eck am frühen Samstag morgen, als die Ehefrau des Verstorbenen bei Familie Eck anrief. „Ich konnte es nicht so ganz glauben", sagte er. Sein Verlust trifft uns sehr. Wenn man sich seit fast 60 Jahren kennt, ist das etwas anderes, als wenn es nur über den Verein geht.  „Laut Satzung übernimmt Eck nun bis zu den nächsten Wahlen im Jahr 2014 den alleinigen Vorsitz des Förderkreises.
Hans Badstübner: " Wir sind total aus der Spur"
Auch der Ehrenvorsitzende des Förderkreises und Mackenroth Vorgänger Hans Badstübner ist geschockt. Wir sind total aus der Spur", sagte er gestern. "Ich fasse und verstehe es heute noch nicht." Mackenroth habe in der Vergangenheit Lungenkrebs und einen Herzinfarkt überwunden und sei bis zuletzt sehr fit gewesen. „Er sah den Förderkreis als eine neue Aufgabe in seinem Leben. Das Zweier-Gespann Reinhold Eck und Klaus-Dieter Mackenroth das hat einfach gepasst."
Auch in der Stadtverwaltung herrschte gestern Betroffenheit. Bürgermeister Jörg Muth erfuhr am Samstagmorgen vom Tode Mackenroths, der erst im März beim Förderkreis Schloss zum Nachfolger des Gründungsmitglieds und langjährigen Vorsitzenden Hans Badstübner gewählt worden war. Muths Brüder waren mit Klaus-Dieter Mackenroth und dessen Bruder Gerd befreundet. „Ich bin mit Klaus-Dieter groß geworden, das Verhältnis war sehr familiär", sagte der Rathauschef, der sich in den kommenden Tagen mit Mackenroth zusammensetzen wollte, um über die gemeinsame Zusammenarbeit bei der Verwaltung des Schlosses zu sprechen. „Sein Tod ist ein Schlag ins Kontor", sagte Muth. „Klaus-Dieter
Mackenroth hat Sachen auf den Punkt gebracht, hat nicht lang drum- herum geredet. Er war ein umgänglicher und vertrauensvoller Mensch, auf den man sich verlassen konnte." Der Bürgermeister sei froh gewesen, dass es Mackenroth war, der die Nachfolge Badstübners antrat“. „Er war sehr heimatinteressiert", erzählte er weiter.
Muth drückt Witwe Beileid der Stadt aus.
„Klaus-Dieter Mackenroth war überall bekannt und beliebt. Ich habe ihn oft getroffen, wenn er mit seiner Kamera unterwegs war. Wenn du Bilder brauchst, melde dich einfach, sagte er dann immer zu mir." Seine Verbundenheit zu Langenselbold habe sich auch in seiner Mitarbeit bei den heimischen Vereinen ausgedrückt. Muth habe der Witwe Waltraud Mackenroth bereits sein Beileid ausgesprochen und ihr mitgeteilt, dass die Stadt alles tun werde, um ihr in ihrer Trauer beizustehen.
Benefizkonzert soll verschoben werden.
Gestern Abend traf sich der Vorstand des Förderkreises und beriet über eine Verschiebung des vom Volkschor für den 15. Juni angesetzten Benefizkonzertes. Ein neuer Termin könnte im Spätsommer sein.
Klaus-Dieter Mackenroth soll am kommenden Montag beerdigt werden.

 

Benefizkonzert vorerst abgesagt

Gelnhäuser Neue Zeitung  Donnerstag, 31.Mai  2012
Große Trauer allerorts um Klaus-Dieter Mackenroth
Langenselbold (dol). Wie zu erwarten war, hat sich der Vorstand des Förderkreises Schloss Langenselbold bei seiner kurzfristig einberufenen Sitzung am Dienstagabend darauf geeinigt, das Benefizkonzert des Volkschors wegen des unerwarteten Tod des von Klaus-Dieter Mackenroth vorerst abzusagen.  Sowohl Förderkreis als auch Volkschor waren sich im Vorfeld einig, dass der Konzerttermin am 15. Juni angesichts der Umstände unpassend sei. Im September könnte das Konzert nachgeholt werden. Die Zusammenkunft im Schloss war von großer Trauer gezeichnet. Der Vorsitzende Klaus-Dieter Mackenroth war in der Nacht zum Samstag unerwartet an einer Lungenembolie gestorben (die GNZ be- richtete). Die Vorstandsmitglieder versuchten, sich gegenseitig Trost zu spenden und sprachen sich für die Beerdigung ab, die wohl kommende Woche Montag erfolgen soll.

 

Der Tod Mackenroths berührt die Herzen

Langenselbolder Zeitung, Mittwoch, 30. Mai 2012
 
Langenselbold (rh/mkl). Der plötzliche Tod des erst kürzlich neu gewählten Vorsitzenden des Förderkreises für das Schloss Langenselbold Klaus Dieter Mackenroth (der HANAUER berichtete). berührt die Herzen der Menschen in der Gründaustadt. Überaus viele Beileidsbekundungen bezeugen dies.
Gestern Abend traf sich der Vorstand des Förderkreises zu einer außerordentlichen Sitzung im Schloss. Auch hier war die Bestürzung noch riesengroß. fanden die Vorstandsmitglieder kaum Worte. Reinhold Eck Zweiter Vorsitzender des Vereins. berichtete unter Tränen von seinen Gesprächen mit der Witwe. Waltraud Mackenroth. und von seinem Besuch im Krankenhaus. bei dem er "Ben". wie ihn alle nannten und nennen. Sogar noch recht wohl gelaunt; nach dessen schwerem Unfall. antraf.
Kurz vor seinem tragischen Ende. Auch Eck war ein enger Freund Mackenroths. ist im gleichen Jahr geboren. Mit bewegenden Worten erinnerte Schriftführer Bernd Bechert an den Verstorbenen. bekundete "die Trauer um einen Menschen. der sich in schwieriger Zeit für die Vorstandsarbeit zur Verfügung gestellt" hat. "Er ist nicht von uns. er ist nur vor uns gegangen" endete er.
Der Verein selbst arbeitet weiter so viel steht bislang fest. Eck führt gemeinsam mit Kassiererin Maria Vetter und dem Kollegen Bechert den reduzierten geschäftsführenden Vorstand. Dies sei nach der Satzung auch zulässig. bestätigte er. Inhaltlich will das Gremium aber erst am 7. Juli weiter beraten; eine ursprünglich für kommende Woche angesetzte Sitzung wurde angesichts der schlimmen Ereignisse verschoben.
Von der Durchführung des für den 15. Juni geplanten Benefizkonzerts in der Klosterberghalle, unter dem Titel "Summertime", nimmt der Förderverein jedoch Abstand. Hierin waren sich alle Vorstandsmitglieder, auch der Ehrenvorsitzende Hans Badstübner, einig. Kathi Schwedt, Vorstandssprecherin des Langenselbolder Volkschors, der das Konzert bestreiten sollte, zeigte hierfür auf Anfrage des HANAUER vollstes Verständnis. "Auch mich haben schon etliche Sängerinnen und Sänger angesprochen und gefragt, wie wir denn in gerade mal gut zwei Wochen mit leichter Sommermusik, teilweise lustigen Liedern, auf die Bühne gehen wollen. Viele sind doch noch zudem im gleichen Jahrgang wie Ben".
Trauerfeier wahrscheinlich am 4. Juni
Somit werden, in allseitigem Einvernehmen, die Plakate wieder abgehängt, bereits verkaufte Karten zurückgenommen. Doch aufgehoben ist das Konzert nicht; es soll voraussichtlich im August oder September nachgeholt werden.
Wann eine Beisetzung Mackenroths erfolgt ist zurzeit noch immer ungewiss, da sich die Staatsanwaltschaft Hanau gestern noch nicht zu einer möglichen Obduktion äußerte. Sie ermittelt routinemäßig, nach einem tödlich verlaufenen Unfall. Die Trauerfeier soll jedoch aller Voraussicht nach am Montag, 4. Juni, auf dem Langenselbolder Friedhof stattfinden.

 

 

Fassungslosigkeit beim Schloss-Förderkreis.

Langenselbold trauert um Klaus Dieter Mackenroht. Foto:Privat

Langenselbolder Zeitung  Dienstag. 29. Mai 2012

Muth kondoliert: Vorsitzender stirbt an Unfallfolgen.

Langenselbold (rh/rg). Er hatte sich noch so viel vorgenommen ! Vor wenigen Wochen erst wurde Klaus Dieter Mackenroth (71) zum 1 Vorsitzenden des Förderkreises für das Schloss Langenselbold gewählt, als Nachfolger Hans Badstübners. Erst in der vergangenen Woche sprach er im HANAUER über seine Pläne für die weitere Arbeit des Vereins. Ein schwerer Unfall machte alle Absichten zunichte.
Klaus Dieter Mackenroth starb in der Nacht zum Samstag im Klinikum Hanau an einer Lungenembolie; wohl als Folge der Verletzungen, die er sich bei einem Sturz mit seinem Motorroller drei Tage zuvor zugezogen hatte. Er hinterlässt seine Frau Waltraud, Sohn Carsten und Bruder Gerd, sowie einen breiten Verwandtschafts- und Freundeskreis weit über die Gründaustadt hinaus.
Alle können es noch nicht so richtig begreifen, wie hart das Schicksal jetzt zuschlug, nach dem Klaus Dieter Mackenroth vor wenigen Jahren erst Lungenkrebs und Herzinfarkt überwunden hatte. Ein im Vergleich dazu "harmloser" Unfall, obwohl er einen offenen Unterschenkel- und einen Oberschenkelbruch verursacht hat, beendete sein Leben.
Jörg Muth, Langenselbolds Bürgermeister, zeigte sich tief betroffen vom Tod "Bens", wie er in Langenselbold unter Freunden nur genannt wurde. Muth gehörte zum engeren Freundeskreis der Familie. "Es ist unfassbar", meinte der Bürgermeister.
"Erst vorige Woche haben wir noch im Schloss zusammengestanden. Er wollte in den nächsten Tagen im Rathaus vorbeikommen, um die weitere Arbeit des Fördervereins mit mir zu besprechen. Wir haben uns beide auf die Zusammenarbeit gefreut, denn es herrschte ein tiefes Vertrauen zwischen uns. Das alles geht mir sehr, sehr nahe".
Hans Badstübner und seine Frau Gertrud zeigten sich fassungslos angesichts des jähen Todes des alten Freundes und Weggefährten. "Das ist mehr als tragisch, nach alledem, was er schon hinter sich hatte. Und gerade auf die Vorstandsarbeit hat er sich doch zuletzt richtig
gefreut. „Das ist doch noch mal eine schöne Aufgabe“, sagte er vor wenigen Tagen zu mir. Auch im Krankenhaus war er optimistisch und guter Dinge; als wir ihn mit Rein; hold Eck besuchten", sagte Hans Badstübner.
Der restliche Förderkreisvorstand wird sich heute Abend um 19 Uhr im Schloss treffen, um  über die nähere Zukunft zu sprechen. Auch hier herrscht Fassungslosigkeit und tiefe Trauer. Eck wird als zweiter Vorsitzender wohl bis zu den nächsten Wahlen kommissarisch den Vorsitz Übernehmen. So sieht es die Satzung vor.
Auch über das für den 15. Juni 2012 geplante Benefizkonzert, gemeinsam mit dem Volkschor Langenselbold in der Klosterberghalle, wird zu reden sein. So kurz nach dem Tod Mackenroths ein Konzert mit dem Titel "Summertime" zu veranstalten, erscheint doch wenig passend.
Ein Termin für die Beisetzung Klaus Dieter Mackenroths steht zurzeit noch nicht fest, wie seine Frau Waltraud mitteilt. Die Hanauer Staatsanwaltschaft ermittelt noch, wie es in solchen Fällen (Tod nach Unfall) üblich ist.

 

 

Der Nachfolger ist ein alter "Geschichtsfuchs".

Langenselbolder Zeitung  Mittwoch, 23. Mai  2012
Klaus Dieter Mackenroth hat die Führung des Förderkreises Schloss Langenselbold übernommen - Seit der Pensionierung Zeit für das Hobby.
Langenselbold (rh/rb). Am Samstag verabschiedeten sich der Förderkreis Schloss Langenselbold sowie Bürger- meister Jörg Muth im Rahmen einer Feierstunde im Stucksaal des Schlosses vom langjährigen Vorsitzenden des Förderkreises, Hans Badstübner. Der hatte aus Altersgründen den Vorstandsjob nicht mehr wahrnehmen wollen, ist jetzt aber Ehrenvorsitzender.
Seine Nachfolge hat Klaus Dieter Mackenroth angetreten. Und auch er ist "Ur - Selbolder", Jahrgang 1941, fest in der Geschichte der Stadt verwurzelt. Gestern hatte die LANGENSELBOLDER ZEITUNG Gelegenheit, mit ihm über seine Vorstellungen bezüglich der weiteren Arbeit des Förderkreises und über die Umstände seiner Wahl zum neuen Vorsitzenden zu sprechen. In seinem Garten, unter einem Baldachin am Rand des kleinen Gartenteichs aus dem ein Frosch quakte. Naturliebhaber ist Mackenroth nämlich auch.
Geboren wurde der 72-Jährige zwar in Hanau, doch noch 1944, im letzten Kriegsjahr, zog er mit seinen Eltern zu den Großeltern in die Überdorfstraße. Hier in der Gründaustadt ist er aufgewachsen, besuchte die frühere "Knabenschule", schließlich die Mittelschule und begann seine Ausbildung zum Industriekaufmann. Eher aus dem Wunsch seines Vaters heraus, denn ihn reizte die Technik mehr als die reine Zahlenwirtschaft.
So schwenkte er schließlich alsbald um, machte an der FH in Mönchengladbach seinen Wirtschaftsingenieur mit Schwer- punkt in der Textilmaschinensteuerung. Regelung und Steuerung dieser riesigen Rollenmaschinen, die auch in der Zeitungsproduktion sowie in anderen industriellen Bereichen der Stoff-, Metall-, Folien und Papierrollenverarbeitung eingesetzt werden, begleiteten ihn ein Berufsleben lang. Bis zum Beginn der Rente, im Jahr 2002.
Nun hört sich ein solcher Lebenslauf zu nächst wirklich sehr "technisiert" an. Was treibt einen Menschen wie Klaus Dieter Mackenroth, einen erfolgreichen Diplomingenieur, dazu, den Vorsitz in einem Verein zu übernehmen, der sich, etwas verkürzt gesagt, mit "alten Gemäuern und Kunstschinken" beschäftigt? Die Antwort  darauf liefert er selbst: "Geschichte war schon in der Schule mein absolutes Lieblingsfach. Und damals gab es ja auch noch den Heimatkundeunterricht. Mich hat immerbrennend interessiert, was in Langenselbold auch vor unserer Zeit so alles passiert ist".
Das Berufsleben noch dazu überwiegend im Außendienst - ließ ihm wenig Zeit, sich um sein Hobby zu kümmern. Auch eine schwere Erkrankung, die er mühevoll überwunden hat, machte den Umgang mit historischem Stoff nicht einfacher. Doch 1998 entschied er sich für den Beitritt zum Förderverein, gemeinsam mit seiner Frau Waltraud. Und fast zeitgleich auch wurde er im Verein für Geschichte und Heimatkunde Langenselbold Mitglied. Der Kreis schloss sich.
Badstübner und Mackenrolli kennen sich seit der Kindheit, auch viele weitere Vereins und Förderkreismitglieder sind praktisch miteinander aufgewachsen. Ein Freundschaft, zumindest Bekanntschaftsverhältnis besteht also seit Jahrzehnten. So war es auch nahe liegend, dass der "große Alte", Badstübner, sich an Mackenroth wandte, als er sich mit dem Ge- danken trug, den Vorsitz im Förderkreis abzugeben, um damit quasi sein Lebenswerk zu beenden. Der aber zögerte zunächst; nicht etwa, weil er sich vor Verantwortung drücken wollte.
Im Gegenteil: er befürchtete, den Ansprüchen an einen Vorsitzenden des Förderkreises nicht genügen zu können, weil er bei weitem nicht über ausreichend Detailkenntnisse verfüge bezüglich der gesamten Restaurationsarbeiten in den vergangenen Jahren. Und schließlich hatte auch der zweite Vorsitzende, Reinhold Eck; sich erst bedeckt gehalten, ob er für sein Amt noch einmal kandidieren wolle. Auf ihn aber setzte Mackenroth, denn er verfügte zweifellos über jene Kenntnisse. In diese Sondierungsphase fiel dann schließlich auch eine Mitgliederversammlung des Heimat und Geschichtsvereins, in der über einen eventuellen Zusammenschluss beider Vereine nachgedacht wurde, um das Problem einer drohenden Auflösung des Fördervereins wegen eines fehlenden Verantwortlichen zu lösen. 
Die sorgte für erhebliche Unruhe, in Langenselbold, glaubten doch einfge, Badstübner wolle seinen Nachfolger "aus dem Hut zaubern". Tatsächlich aber wurden "hinter den 'Kulissen" einige Gespräche geführt, um eine solide Weiterarbeit des Vorstands vorzubereiten. Und die scheint nun voll im Gange, seit Mackenroth gemeinsam mit Vize Eck die Spitze bilden.
Vereinszweck keineswegs erfüllt.
Drei Dinge machte der neue "Motor" des Förderkreises im Gespräch sofort klar. Der Vereinszweck sei mit der Restaurierung des Schlosses keineswegs erfüllt, leine Restauration bedürfe immer auch der Unterhaltung, sonst "bröckelt der Putz ruckzuck wieder". Die aber kostet Geld, ist zeit wie arbeitsaufwändig, stößt vor allem auf leere Stadtkassen. Zweitens sieht er eine Zusammenlegung der beiden, sich mit historischen Dingen beschäftigenden Vereine (Förderkreis und Geschichtsverein) als unzweckmäßig an.
Die Satzungsunterschiede seien einfach zu groß. Und drittens mache es keinen Sinn, das Schloss im Sinne einer "musealen" Anlage zu erhalten. Im Gegenteil: nur ein belebtes Schlossareal werde auch den entsprechenden Anforderungen des Denkmalschutzes gerecht, wie es eine neue Mitarbeiterin im Wiesbadener Landesamt für Denkmalpflege jüngst bestätigt habe, so Mackenroth. Ein lebendiger Ort soll es sein und bleiben, eine Stätte der Begegnung und ,der gemeinsamen kulturellen Aktivitäten. Ähnliches gilt ja, nebenbei, auch für den Kurpark in Hanau - Wilhelmsbad, oder das Schloss Philippsruhe in Hanau-Kesselstadt.
So begrüßt es Mackenroth außerordentlich, wenn beispielsweise eine Fotografin Kurse für Porträtfotografie im Langenselbolder Schloss anbietet. Oder Bernd Bechert, Mitglied im Förderkreis wie im Evangelischen Kirchenvorstand, Führungen durch das Schloss mit Konfirmanden veranstaltet. "Wir müssen es schaffen, sowohl Jugendliche als auch Berufstätige um die 40 oder 50 Jahre für das Schloss zu begeistern. Die einen beleben das Bild,  können handfest etwas mit ,ihrem' Schloss anfangen; die anderen müssen auf irgendeine Weise interessiert werden, nach ihrem Rentenbeginn "aktiv in die Vereinsarbeit einzusteigen".
Realist ist er auch, Klaus Dieter Mackenroth. Denn er weiß, dass es kaum Berufstätige gibt, die überhaupt Zeit in eine Vereins- oder gar Vorstandsarbeit investieren können. Vom Wollen mal ganz zu schweigen. Doch als Ruheständler noch mal ein wenig Verantwortung zu übernehmen: was spräche dagegen?
Konkrete Projekte der kleineren Art, die hat Mackenroth schon im Kopf. "Ein kleines Vermächtnis hat er mir ja schon überlassen, der Badstübner", schmunzelt der "Neue". Doch zuallererst will er mit dem Bürgermeister sprechen; was geht, und was nicht geht. Da sind die Steinfliesen, die schon etwas fleckig sind, einen anderen Oberflächenschutz bräuchten. Da sind ein paar" Wetterwände", an denen der Putz bereits wieder bröckelt, die zwar nicht sofort, aber auch nicht erst in Jahren, einer Behandlung bedürfen. Da ist der Rasen, der In manchen Bereichen nachgesät werden sollte. Aber anstelle dessen einen Barockgarten wieder anzulegen: nein, solchen Ideenerteilt er klar eine Absage. Das wäre wieder ein Rückfall ins Museale. Es gibt also genug zu tun für den Förderverein, um nicht nur Badstübners, sondern auch sein Lebenswerk, das des Vereins, am Leben zu erhalten. An Mackenroth soll 's nicht scheitern.

  

Hartnäckiger Streiter sagt "Servus“

Gelnhäuser Neue Zeitung Montag, 21. Mai 2012
Weggefährten danken Hans Badstübner und wünschen nur das Beste für den Ruhestand.
Langenselbold (Gat). H Badstübner, Gründer und 18 Jahre lang Vorsitzender des Förderkreis Schloss, wurde am Samstagabend im Stucksaal feierlich aus seiner aktiven Tätigkeit verabschiedet.
Badstübner dankte in seiner Rede allen Gästen für ihre Anerkennung seiner Leistungen für den Förderkreis. Er betonte, dass „auch ein einfacher Bürger viel für andere erreichen kann Das funktioniert, wenn man nicht gleich bei der ersten Schwierigkeit die Flinte ins Kornwirt.“
Badstübner dankte Alt-Bürgermeister Peter Neugebauer für seine Überzeugungstätigkeit im Jahr 1976, die dazu führte, die Gemeindevertreter für den Kauf des Schlosses zu gewinnen Mit einem Augenzwinkern zitierte der 78.jährige Landrat a. D. Karl Eyerkaufer, der ihn einmal als größten Bettler im Main  Kinzig - Kreis. bezeichnet hätte, als es darum gegangen sei, die Finanzierung für die Renovierungsarbeiten zu beschaffen.
Auch seiner Familie dankte Badstübner, die seinen Einsatz für die Schlossanlage stets unterstützte. Besonders freute er sich darüber, dass Ehefrau Gertrud in all den Jahren seines Engagements für den Förderkreis ihre Androhung nicht wahrgemacht hat, „mein Bett ins Schloss zu stellen". Ein wenig stolz ist Badstübner auf die Aussage von Stadtrat Gerhard Ries, der ihm gegenüber einmal bemerkte, dass der Förderkreis der einzige Langenselbolder Verein sei, der die Stadt kein Geld koste und sich um die Finanzierung selbst kümmere. Und stolz ist der Ehrenvorsitzende auch darauf, dass die Schlossanlage mit Herrnscheune und Klosterberghalle ein Domizil für Vereine und überregionale Veranstaltungen geworden ist. „Darum beneiden uns alle Kommunen im Kreis und deshalb sollten wir alle dem Förderkreis treu bleiben.“
Verdienste Badstübners und seine Hartnäckigkeit, wenn es darum ging, Gelder für die Renovierungsarbeiten zu beschaffen. „Wenn er auf Ablehnung stieß und zur Tür hinausging kam er hinten durchs Fenster wieder rein."
Muth bemerkte, dass Badstübner nicht nur die Institutionen kannte, um die nötigen finanziellen Mittel zu beschaffen, sondern diese auch über zeugen konnte, zu Unterstützern des Förderkreises zu werden. Der mit Ehrenbrief des Denkmalamtes und der Landes Hessen Ausgezeichnete und jetzt Ehrenvorsitzende des Förderkreises wird nach Aussage von Muth immer Erwähnung in der Geschichte dei Stadt Langenselbold finden.
Die Feierstunde wurde musikalisch vom Ehepaar Marthiensen am Klavier und mit Gesang von Katie Schwedt umrahmt. Dies war mit ein Anlass für Badstübner, auch nach seine aktiven Tätigkeit für Unterstützung zu werben: Am 15. Juni ab 19 Uhr wird der Volkschor gemeinsam mit allen Chören der Gründaustadt ein Konzer unter dem Motto „Summertime" zugunsten des Förderkreises geben.

 

 

Feierliches Ende einer Ära

Stadtjournal    Donnerstag, 31. Mai  2012
Langenselbold (kb).  Amtlich ist es bereits seit März, als Hans Badstübner den Vorsitz im Förderkreis Schloss Langenselbold an seinen Nachfolger Klaus-Dieter Mackenroth abgab: Nach 18 Jahren konnte er in den wohlverdienten "Unruhestand" gehen.
Eine offizielle Abschiedsfeier in würdigem Rahmen hatte Bürgermeister Jörg Muth bei der Jahreshauptversammlung angekündigt. Vor wenigen Tagen fand sie nun im Stucksaal des Schlosses statt. Muth schilderte den Zustand des Schlossparks, als dichtes Gestrüpp die Außenanlage überwucherte. "Es musste die Idee geboren werden, dieses Kulturgut wieder auf Vordermann zu bringen", so Muth. Diese Idee habe Badstübner gehabt, der bereits 1988 einen "Kreativtreff" gründete. Und der für Rückenwind von der Denkmalschutzbehörde des Landkreises sorgte. Es musste jedoch ein Gesamtkonzept her, um finanzielle Mittel frei zu bekommen. Dass dies schließlich geschah, und dass neben der späteren Stadt Langenselbold und dem Land Hessen vor allem auch private Bürger erhebliche Gelder einbrachten, um letztlich eine Sanierung einzuleiten, sei dem Förderkreis zu verdanken. "Gesundheit, Zufriedenheit und Gottes Segen wünsche ich Dir!", waren die Abschiedsworte Muths. "Bleib so, wie Du bist, und schau immer mal im Rathaus vorbei".
Er verband die Sätze mit dem "Dank im Namen der Stadt, der Parlamentarier und der Einwohner Langenselbolds".
Auch Ex-Landrat Karl Eyerkaufer verabschiedete sich von Badstübner und würdigte dessen "großartige Verdienste" um die Gestaltung des Schlosses.

 

Badstübner offiziell verabschiedet

Langenselbolder Zeitung. Montag 21.Mai 2012

 
Unermüdlicher Förderer des Schlosses Badstübner offiziell verabschiedet-  Launige Reden und viel Lob für ehemalige Förderkreischef.
Langenselbold (rh/df). Amtlich ist es ja bereits seit März, als Hans Badstübner den Vorsitz im Förderkreis Schloss Langenselbold an seinen Nachfolger Klaus-Dieter Mackenroth abgab. Nach 18 Jahren an der Spitze des Vereins und nach einer wochenlangen Zitterpartie, weil sich zunächst niemand zur Übernahme der Verantwortung als Vorsitzender bereit fand, konnte er schließlich in den wohl verdienten "Unruhezustand" gehen. Am Samstag wurde er offiziell verabschiedet.
Nicht, ohne den Titel "Ehrenvorsitzender" zu erhalten, gemäß einstimmigem Beschluss der Mitgliederversammlung. Und auch nicht ohne eine ganz offizielle Abschiedsfeier in würdigem Rahmen die hatte Langenselbolds Bürgermeister Jörg Muth ihm versprochen. Am Samstagabend fand sie statt, und zwar an der wohl würdigsten Stätte seines Wirkens: im Stucksaal des historischen Kleinods, das ihm in erster Linie verdankt, wieder eines geworden zusein.
Nicht nur die Förderkreismitglieder hatten sich eingefunden, auch Landrat a.D. Karl Eyerkaufer war mit seiner Gattin anwesend, und ebenfalls ein Mensch, dem seinerseits wiederum Badstübner einiges zu verdanken hat: Langenselbolds Ehrenbürgermeister Peter Neugebauer. Der führte 25 Jahre lang die damalige Gemeinde und gilt, laut Muth, als "Meilenstein überhaupt für die heutige, prächtige Anlage". Im Jahr 1976 nämlich habe das damalige Gemeindeparlament auf Anregung Neugebauers den "weisen Beschluss" gefasst, das gesamte Areal zu erwerben. Dann aber, über mehr als ein Jahrzehnt, wusste man wohl nicht so recht, was man mit dem "guten Stück" dem Schloss und vor allem dem Gelände, anfangen sollte. Muth schilderte in seinem Rückblick recht drastisch den Zustand des Schlossparks zur damaligen Zeit, als dichtes Gestrüpp die Außenanlage überwucherte, regelrechte  „Tunnelgänge" zu einem freien Platz in der Mitte führten, den die Kinder als Bolzplatz nutzten. "Es musste die Idee geboren werden, dieses Kulturgut wieder auf .Vordermann zu bringen", so Muth. Und diese Idee habe Badstübner gehabt, der bereits im Jahr 1988 einen "Kreativtreff' gründete, um Ausstellungen im Schloss vorzubereiten. Und der vor allem für Rückenwind von der Denkmalschutzbehörde des Landkreises sorgte. Aber: Es musste ein Gesamtkonzept her, das auch die Außenanlage umfasste, um finanzielle Mittel frei zu bekommen. Dass dies schließlich geschah, und dass neben der späteren Stadt Langenselbold und dem Land Hessen vor allem auch private Bürger erhebliche Gelder einbrachten, um letztlich eine Sanierung einzuleiten das sei dem Förderkreis zu verdanken, so Muth. Und dieser, 1994 gegründet, sei wiederum nicht denkbar ohne das ganz persönliche, unermüdliche und auch, durchaus hartnackige Engagement Badstübners. „Wenn der Hans Geld für irgendwas im Schloss wollte, dann kam er zur Türe rein. Wir diskutierten, er ging raus und kam von hinten durchs Fenster wieder rein", beschrieb der Bürgermeister augenzwinkernd seine Erfahrungen mit dem "Motor der Schlosssanierung". Doch Muth würdigte darüber hinaus auch die weiteren gesellschaftlichen Aktivitäten Badstubners, der als "Ur-Selbolder" nicht nur "mit Schlips und Kragen Sponsorengelder aufgetrieben", sondern auch "in Dreck und Speck selbst Hand angelegt" habe.
So war oder ist der mittlerweile 78-jährige Friseurmeister Mitglied in zahlreichen Vereinen der Stadt. Bereits seit 1947 gehört er der Spielvereinigung 1910 an, seit 1950 ist er Mitglied im Volkschor, des Weiteren im OGV; der Freiwilligen Feuerwehr und dem Weißen Ring. Im Jahr 1977 gründete er den Tennisverein mit, und 1994 eben den Förderkreis, bei dessen erster, konstituierender Sitzung gleich 50 der rund 80 anwesenden Bürger zu Mitgliedern wurden. „Gesundheit, Zufriedenheit und Gottes Segen wünsche ich Dir!", waren die Abschiedsworte Muths. „Bleib so, wie Du bist, und schau immer mal im Rathaus vorbei“. Er verband die Sätze mit dem "Dank im Namen der Stadt, der Parlamentarier und der 13000 Einwohner Langenselbolds".
Auch Ex-Landrat Karl Eyerkaufer verabschiedete sich von Badstübner, würdigte dessen große Verdienste um die Gestaltung des Schlosses und prägte den markanten, aber für Badstübners hervorragende Finanzakquise wohl passenden Satz: "Der Badstübner entwickelte sich ja zum besten Bettler des Main-Kinzig - Kreises". Vom Langenselbolder Stadtrat Gerhard Ries erhielt er das Kompliment: "Der Förderverein Schloss ist heute so ziemlich der einzige Verein, der die Stadt kein Geld kostet."
Badstübners Dank fiel bescheiden aus: "Alleine, dass sie alle da sind, ist Dank und Anerkennung genug." Doch fand er auch berührende Worte für alle diejenigen, die ihn auf seinem Weg begleitet haben. Und schließlich galt sein größter Dank seiner Familie und seiner Frau Gertrud. Vor allen für eines: „Die Androhung, mir irgendwann mein Bett ins Schloss zu stellen, hat sie dann doch nicht wahr gemacht." Badstübner verfügt eben auch über etwas, das alleine schon viele Türen öffnet: über Humor.
Den musikalischen Rahmen der Verabschiedungsfeier gestalteten Ruth und Jochen Marthiensen vom Volkschor Langenselbold. Und ein Lied, das bewegender kaum gesungen werden kann als sie es zelebrierte, steuerte Sopranistin Kathi Schwedt bei: "Halelujah" von Altmeister Leonhard Cohen.

 

 

Hans Badstübner mit Ehefrau Gertrud: Sie wollte ihm "sein Bett dann doch nicht ins Schloss tellen".
Großer Bahnhof bei der feierlichen Verabschiedung: Bürgermeister Jörg Muth, Klaus-Dieter Mackenroth (neuer I. Vorsitzender Förderkreis Schloss), Hans Badstübner (Ehrenvorsitzender), Landrat a.D. Karl Eyerkaufer und Stadtrat Gerhard Ries (von links). Vordergrund: Ehrenbürgermeister Peter Neugebauer.
Der Verabschiedungsfeier fand im Stucksaal des Schlosses, der prächtigsten Wirkungsstätte von Hans Badstübner, statt. Fotos: Habermann Langenselbolder Zeitung

Vom verfallenen Schloss zum Kleinod für alle Selbolder

Gelnhäuse Neue Zeitung Samstag, 19.Mai 2012
Hans Badstübner, langjähriger  Vorsitzender des Förderkreises Langenselbolder Schloss, wird heute feierlich verabschiedet.
Von Dominik Lange
Langenselbold. 18 Jahre leitete er die Geschicke der Vereinigung, die er ins Leben gerufen hatte, um ein Kulturdenkmal vor dem Verfall zu retten. "Es Liegt in einem selbst", sagt Hans Badstübner mit Blick auf das Langenselbolder Schloss und die wundervolle Anlage. Ohne den Förderkreis würde es das Kleinod in seiner heutigen Pracht nicht geben. "Ich habe nie etwas begonnen, das ich nicht zu Ende bringen konnte", bilanziert der 78-Jährige. "Bei dem geringsten Anzeichen von Widerstand die Brocken hinschmeißen das kann jeder." Im Frühjahr zog er sich von seinem Posten als Förderkreisvorsitzender zurück und übergab das Zepter mit einigen Anlaufschwierigkeiten an Klaus Mackenroth. Heute Abend honoriert die Stadt Langenselbold das imposante Werk Badstübners mit einer feierlichen Verabschiedung.
Dank seines katholischen Großvaters hatte Hans Badstübner schon als Kind einen Einblick ins Schlossinnere. Da es vor dem Krieg in Langenselbold keine katholische Kirchengemeinde gab, kamen die Katholiken alle 14 Tage auf dem Schlossareal in einer kleinen Kapelle zusammen, in der heute eine Ballettschule beheimatet ist.
Obwohl der damals vierjährige Hans evangelisch war, begleitete er seinen Großvater und traf bei den Gottesdiensten auch die Familie von Isenburg, die zu dieser Zeit das Schloss als Herrenhaus nutzte. Der historische Gebäudekomplex zog ihn schon damals in seinen Bann. „In der Herrnscheune standen noch alte Pferdekutschen herum", erinnert er sich lächelnd. „Und im Park gab es so viele wunderbar gewachsene Bäume, die konnte man von unten bis oben erklettern."
Schon früh spielte das Schloss eine große Rolle im Vereinsleben der damaligen Gemeinde, was der gelernte Friseurmeister Badstübner durch die Arbeit im Salon der Familie erfuhr. Erste Feiern wurden in der Herrnscheune und im Schlosspark ausgerichtet.
Als Glücksfall für Langenselbold bezeichnet Badstübner Bürgermeister Peter Neugebauer, der die Gemeindevertreter 1976 davon überzeugte, das Schloss zu kaufen. Kaufpreis 700 000 Mark.

Trauungen im Stucksaal
Im Stucksaal wurden von da an standesamtliche Hochzeiten vollzogen. Zudem gab es dort erste Konzerte und Vorlesungen. Im ersten Stock wohnten weiterhin die beiden Prinzessinnen von Isenburg, Maya und Margarete.
„Als Langenselbold. 1983 Stadt wurde, kam die Wertigkeit des Geländes auch in den Köpfen der Stadtoberen an", sagt Badstübner und weist auf den Bau der Klosterberghalle sowie die Entstehung und Erweiterung des Heimatmuseums hin. Das Schloss aber dümpelte vor sich hin. Mit dem von ihm gegründeten „Kreativ-Treff 88“ richtete Badstübner Anfang der 90 er Jahre Ausstellungen in dem historischen Bau aus. Dabei bemerkte er den Verfall des Gemäuers. Er suchte die beiden Prinzessinnen im Obergeschoss auf. Die Stuckdecke war durch Nässe stark beschädigt, und auch die handbemalten Seidentapeten litten unter der Feuchtigkeit", erzählt er. Tatenlos mit anzusehen, wie das Schloss zerfällt, war nicht Badstübners Ding.
1993 informierte er sich über die Arbeit des Ronneburger Fördervereins, holte sich die notwendigen Anträge und stellte Bürgermeister Peter Ebner seine Idee vor. Der aber teilte seine Begeisterung nicht: „Wir haben kein Geld", lautete seine Haltung. Auch die anderen Politiker waren pessimistisch, fürchteten Folgekosten in Millionenhöhe. „Das war deprimierend", erinnert sich Badstübner, der sich aber nicht von der Umsetzung seiner Vision, der Rettung des Schlossgeländes, abbringen ließ.
Sein Durchhaltevermögen wurde nach einem Treffen mit einem Vertreter der unteren Denkmalpflege des Main-Kinzig-Kreises und einem Konservator des Landesamtes für Denkmalpflege belohnt: „Beide waren von meinem Vorhaben begeistert und sagten mir ihre Unterstützung zu." So begann die Suche nach Fachleuten für den Vorstand, der bei der Geburt des Förderkreises im Jahr 1994 aus Hans Müller, Erwin Reinstädt, Gabriele Unger und eben Hans Badstübner bestand.
„Unser Ziel lautete, die Stadt Langenselbold bei der Sanierung, Unterhaltung und Pflege der Schlossanlage zu unterstützen", sagt der Gründer, der sich selbst fragte, was kann ein Bürger ohne jegliche politische Bindung in einer Sache für die Bürger erreichen? „Diese Unabhängigkeit war und ist auch ein Teil des Erfolgs des Förderkreises", sagt er, auch wenn zum Teil harte Kämpfe notwendig waren.
Treppensanierung als Prüfstein.
Etwa im Vorfeld der Sanierung der Holztreppe, für die 40000 Mark veranschlagt wurden. 10000 Mark hatte der Förderkreis angespart, für den Rest war ein Antrag beim Magistrat eingegangen. Doch der war skeptisch, wollte das Geld nicht zur Verfügung stellen. Erst ein Zimmermann überzeugte die Fraktionsmitglieder bei einem Ortstermin: "Entweder Ihr saniert die Treppe jetzt oder lasst sie zusammenfallen. Dann kostet es Euch allerdings 350000 Mark." Im Laufe der Jahre mobilisierte Badstübner, der Mitglied in mehreren Vereinen ist, viele Freunde und Gönner für den Förderkreis. "Dies gelang vor allem dadurch, dass der Schlosspark nach und nach Gestalt annahm", erzählt er. Die Stadt trug durch das Anlegen neuer Wege, der Anpflanzung neuer Bäume und dem Bau einer Treppe, die Schlosspark und Schlossgarten miteinander verbindet, ihren Teil dazu bei. "Man hatte erkannt, dass man beim Verein nicht nur schwätzt, sondern auch was macht", sagt Badstübner schmunzelnd.
340 Mitglieder
340 Mitglieder gehören dem Förderkreis an. Oberflächlich betrachtet eine stolze Zahl, aber nicht nach Badstübners Maßstäben. Die Schlossanlage dient den Bürgern Langenselbolds. Angesichts der Tatsache, dass wir rund 14 000 Einwohner haben, ist das doch wenig", sagt er. Leichte Sorgen bereitet dem Vereinsgründer, dass der Großteil über 65 Jahre alt ist. Stolz ist er, dass Austritte wegen Unstimmigkeiten die Ausnahme sind. Der Förderkreis unterscheidet sich von anderen Vereinen darin, dass jeder Cent, der durch Mitgliederbeiträge und sonstige Einnahmen generiert wird, einzig und allein der Schlossanlage zugute kommt. "Davon profitiert letztendlich wieder der Bürger." 1,6 Millionen Euro wurden seit 1994 dank Förderkreis, Stadt und Fördermitteln des Landesamtes für Denkmalpflege in die Sanierung des Schlossgeländes investiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und erntet viel Lob. So erhielt der Förderkreis 2008 den Landesehrenpreis für herausragende Tätigkeiten in der Denkmalpflege. Badstübner ist stolz auf das Erreichte, der Förderkreis stolz auf Badstübner.  Den Titel Ehrenvorsitzender hat er sich redlich verdient. Bei aller Anerkennung blickt  Badstübner aber auch kritisch zurück. „Alle Entscheidungen wurden im Vorstand getroffen. Allerdings gab es manchmal Vorwürfe von Alleingängen, die ich mir auch selbst gemacht habe. Es diente aber immer der Sache an sich“. Badstübner hält kurz inne und fährt dann fort: „Eine Idee zu haben, ist zu wenig. Man muss im Vorfeld überlegen, wie man sie umsetzt und finanziert. Erfolg ist kein Zufall. Er entsteht aus der Arbeit miteinander, um für jedes Projekt am Ende das bestmögliche Ergebnis zu erzielen“. Der Förderkreis habe die Stadt und die Denkmalpflege stets in die Pflicht genommen, aber auch selbst seinen Beitrag zum großen Ganzen geleistet. „Nur zu fordern ist nicht meine Sache“, sagt Badstübner. Auch wenn das Schloss nicht den Anschein erweckt, gibt es noch jede Menge zu tun.
„Ein altes Gemäuer wird nie ganz fertig“, sagt Badstübner, der seinem Nachfolger Klaus Mackenroth viel Erfolg wünscht. „Der neue Vorstand richtet seine Arbeit nach seinen Überlegungen und Gedanken aus. Er weiß auch, dass ich beratend zur Verfügung stehe, wenn er Unterstützung braucht“. In der Verantwortung für das historische Gebäude, das zum Zentrum Langenselbolds geworden ist sieht er aber nicht nur den Förderkreis und die Stadt.
Formaljuristisch gesehen ist die Stadt Eigentümerin der Schlossanlage. Die Antwort auf die Frage, wer die Stadt ist, lautet, dass wir, die Bürger, die Stadt sind. Somit tragen wir alle Verantwortung für den Erhalt für die nachfolgenden Generationen, betont Badstübner.

 

 

Hans Badstübner rief den Förderkreis Schloss 1994 ins Leben und leitete dessen Geschicke 18 Jahre lang. Heute Abend wird der Ehrevorsitzende feierlich verabschiedet

Benefizkonzert des Förderkreises

Langenselbolder Zeitung Freitag, 8. Mai 2012
Am Freitag, 15. Juni, veranstaltet der Förderkreis Schloss Langenselbold gemeinsam mit dem Volkschor Langenselbold ein Benefizkonzert zugunsten der Erhaltung des Schlosses in der Klosterberghalle. Beginn dieser Veranstaltung, die unter dem Motto "Summertime" steht, ist um 19 Uhr.

 

 

Das Bild des Klosters Selbold, ein historisches Puzzle.

Stadtjournal Langenselbold 3.Mai 2012

Langenselbold. Im Mitteilungsblatt des Zentrums für Regionalgeschichte des Main-Kinzig-Kreises (Ausgabe 2011) haben der Langenselbolder Dr. Manfred Keil,  Vorsitzender des Vereins für Geschichte und Heimatkunde Langenselbold e. V. und die Lokalhistorikerin Anita Schuldt aus Niedermittlau einen Beitrag über das Kloster Langenselbold. veröffentlicht.
Das Stadtjournal Langenselbold druckt nachfolgend den ersten Teil der Geschichte über das ehemals im Schlosspark befindliche Kloster ab.
Klostergründung
Am 16. Oktober 1108 bestätigte Papst Paschalis II. die Stiftung des Klosters Selbold durch Graf Dietmar und versicherte, das noch zu erbauende Chorherrenstift und die bereits
bestehende Kirche St. Johannes des Täufers unter seinen Schutz zu stellen. Soweit der stark reduzierte Inhalt der päpstlichen Urkunde.
1139, also mehr als 30 Jahre später, ist die Aufbauphase beendet. Mit der Zeit wuchsen die Besitztümer des Klosters und auch sein ideeller Einfluss reichte weit über die Region hinaus. Gleichzeitig nahm ein schleichender Prozess des Verfalls der Sitten seinen Lauf .
Plünderungen durch die Vögte aus dem Hause Ysenburg und in der Zeit der Bauernkriege verschärften die Situation so dramatisch, dass ein Fortbestehen nicht mehr möglich war. Das Stift wurde 1543 aufgelöst und dem Haus Ysenburg zugesprochen.
Die Zukunft der Gebäude lag nun allein in den Händen der Ysenburger, die dann zu Beginn des 18. Jahrhunderts an gleicher Stelle eine Schlossanlage errichteten. In Urkunden und älteren Veröffentlichungen sind die historisch belegbaren Fakten sehr ausführlich beschrieben worden. Auch in jüngerer Zeit war das Kloster Selbold Gegenstand von Schriften, aber es existierte keine Beschreibung bis heute über die Klostergebäude selbst.
So bleibt dem Interessier- ten nur die Möglichkeit, sich an der in der damaligen Zeit üblichen Bauweise und den spärlichen Überlieferungen ein virtuelles Bild zu entwerfen. Dieses Bild betrifft zunächst die Anlage selbst und deren Einbindung in seine unmittelbare Umgebung (Abb. oben bis . unten).
Einbindung in die Umgebung
Drei alte Landkarten, die im Staatsarchiv Marburg archiviert sind, geben uns Hinweise auf das Kloster. Die Freigerichtkarte des Elias Hofmann, entstanden 1582, eine Kopie dieser Karte aus dem Jahr 1713 und die Karte der Pflege des Freigerichtes der vier Pfarreien vor dem Berg, 1750.
Die Karten zeigen trotz der dazwischen liegenden Zeitspanne von 168 Jahren eine relativeinheitliche Darstellung der Lage Selbeldts (Selbolds) mit der topografischen Situation des Klosterberges und seiner Bebauung: Der Verlauf der Kinzig hinter dem Ort, der Beginn des Waldes dahinter, die Straße, die den Ort offenbar in zwei Teile teilt, sowie die Felder um den Ort herum, erscheinen auf allen 3 Abbildungen nahezu gleich, lediglich die
 Zeichentechniken sind verschieden Selbold selbst wird in zwei Komplexe, nämlich die Dorfanlage (links unten) und das Kloster (rechts oben) geteilt, wobei jeweils ein Kirchturm die anderen Gebäude .überragt. Für die Karte aus dem Jahr 1582 muss eine realitätsnahe Darstellung angenommen werden, denn Elias Hofmann war ein vereidigter Kartograph.

 

Das Kloster Selbold 1733/1741 nach einer Zeichnung von Walter Neiß
Selbeld (Selbold) auf einer Karte von 1582

Stehleuchten aus Bleikristall

Langenselbolder Zeitung 24.04 2012

Sonderanfertigungen im Selbolder Schloss
Im Stucksaal des Langenselbolder Schlosses standen bisher je zwei Messingleuchten an den Stirnseiten des Raumes. Diese harmonierten in keiner Weise mit den Kronleuchtern aus Bleikristall an der Decke. Daher suchte der Vorstand des Förderkreises nach einer Möglichkeit, ein einheitliches Bild herzustellen und wurde bei einer Firma in Hof in Bayern fündig. Diese fertigte Stehleuchten aus Bleikristall an, identisch zu den Kronleuchtern. Die neuen Steh leuchten wurden vor einigen Tagen geliefert und zieren nun mit ihrem warmen Licht den Raum. Die Kosten für die vier Leuchten bleiben mit 2300 Euro im Rahmen, so dass der Förderkreis sie aus eigenen Mitteln bezahlen konnte. Die vier Messingleuchten aus dem Stucksaal stehen jetzt im Großen Salon und fügen sich dort harmonisch in das Gesamtbild ein.

 

Frischzellenkur für Bachtanz-Gemälde

Gelnhäuser Neue Zeitung   Samstag, 14. April 2012

Förderkreis Schloss freut sich über Restauration zweier Werke von zweier Werke von Reinhold  Ewald
Langenselbold (dol). Den Besuchern des Langenselbolder Schlosses dürfte In der vergangenen Zelt die verwaiste Wand Im Treppenhaus zum ersten Obergeschoss aufgefallen sein. Normalerweise sind dort zwei Gemälde von Reinhold Ewald heimisch, die Szenen des Bachtanzes darstellen. Doch die Werke weilten für einige Wochen In Braunfels, wo die Restauratorin Ina Hablowitz-Werns Ihnen eine Frischzellenkur verabreichte. Seit Ostern ist das Duo wieder zurück.
Im Jahr 1940 erteilte der Druckereibesitzer Hermann Gottlieb dem Hanauer Künstler Reinhold Ewald den Auftrag, zwei Gemälde zukreieren, die die Hauptszenen des Festspiels Bachtanz zum Thema haben. Ewald galt während dieser Zeit als entarteter Künstler, da die Nationalsozialisten seine Beziehung zu einer Jüdin missbilligten. "Man kann in diesem Fall wohl von einer Art „Good Will“ -Auftrag sprechen, da Ewald in finanziellen Nöten war", erläutert Hans Badstübner, Ehrenvorsitzen der des Förderkreises Schloss. Das Festspiel zur Erinnerung an den Widerstand der Selbolder Bauern gegen die Landesherren im 15. Jahrhundert wurde von 1935 bis 1939 aufgeführt, allerdings unter dem Deckmantel der faschistoiden Ideologie. „Das Szenenbuch der damaligen Fassung stammte von Hermann Gottlieb“, erzählt Klaus-Dieter Mackenroth, Vorsitzender des Förderkreises, dessen Mutter damals mittanzen musste.
Das eine der jeweils 1,40 mal 1,60 Meter großen Gemälde zeigt den Bachtanz an sich. Mehrere Paare in historischen Trachten tanzen in einem Fluss, Musiker mit Blasinstrumenten stehen am Fuße der alten Bogenbrücke, auf der sich die Zuschauer scharen. Den oberen Abschluss der Komposition bilden hessische Gehöfte in typischer Fachwerkbauweise.
Das andere Werk stellt den Auftakt eines besonderes Ereignisses dar. Den Vordergrund und die rechte Bildseite dominiert eine Reiterfigur, nach Aussagen Badstübners und Mackenroths "der Herr von Selbold". Auf einem Schemel steht ein Ausrufer, der im Namen des Landesherren Verhandlungen mit dem Oberhaupt der Stadt führt. Das Volk auf dem Marktplatz wohnt der Szene bei. Im Hintergrund ist deutlich das Gasthaus :Zum Goldenen Engel" zu erkennen.
Auch die Ronneburg ist am Horizont auszumachen. Ebenso findet sich der historische Brunnen auf dem Bild wieder. Heute steht dieser allerdings nicht an derselben Stelle. "Gottlieb wollte ausdrücklich diese Szenario haben, das Kern der heutigen Bachtanzaufführung ist", sagt Mackenroth, in dessen Kindheit der Brunnen auf dem Marktplatz noch in Betrieb war. "Wenn bei uns in Oberdorf der Brunnen mal wieder kaputt war, mussten wir Wasser vom Marktplatz holen, der Oberdorf und Hinserdorf voneinander trennte" ; erinnert er sich.
Bis zum Jahr 2001 befanden sich die Gemälde in Privatbesitz, bis Dorothea Reimann, Enkelin von Hermann Gottlieb und selbst Mitglied im Förderkreis, sie dem Verein mit dem Wunsch überließ, sie der Öffentlichkeit präsentieren zu können.
Knapp 5000 Euro hat die Restauration gekostet. "Die Gemälde wurden auf Sperrholz gemalt, das sich bei Feuchtigkeit faltet", erklärt Badstübner. "Die Restauratorin musste hier kleine, aufklaffende Lücken schließen." Zudem habe die Oberfläche kaum noch Firnis gehabt. Fatalerweise hatte jemand aus Unkenntnis die Gemälde lackiert – „in der Absicht, etwas Gutes tun zu wollen, was aber absolut falsch war“. Die Restauratorin musste den Lack entfernen, um an die Farbschicht zu gelangen und diese punktuell zu ergänzen. Nun erstrahlen die Werke in neuern Glanz. Im Treppenhaus hängen sie ideal", sagt Badstübner Es macht Spaß, die Besucher des Schlosses an diesen beiden wunderschönen Gemälden vorbeizuführen." 

 

Hans Badstüner (links) und Klaus-Dieter Mackenroth vor dem Gemälde von Reinhold Ewald, das im Schloss hängt. (Foto:Lange)

Der neue Chef ist ein alter Hase

Langenselbolder Zeitung. Montag 26. März 2012

Klaus-Dieter Mackenroth beerbt Hans Badstübner als Vorsitzender des Förderkreises
 
Langenselbold (bac). Obwohl er eigentlich schon ein alter Hase im Vereinsgeschäft ist, am Freitagabend war der 70-jährige Klaus-Dieter Mackenroth dann doch ein bisschen aufgeregt. Kein Wunder: Der neue Vorsitzende des Förderkreises Schloss Langenselbold durfte, eingerahmt von seinen Vorstandskollegen, die erste Rede als Chef halten. Mit dem Wechsel an der Spitze des Förderkreises geht wie berichtet eine Ära zu Ende, die maßgeblich durch einen Namen geprägt war: Hans Badstübner.
Dem glücklichen: Ende vorausgegangen waren jedoch schwierige Wochen und eine litterpartie um den Fortbestand des Förderkreises, der sich seit 18 Jahren für die Sanierung und Renovierung des Kleinods mitten in der Stadt einsetzt. Seit dessen Gründung hatte Badstübner den Hut am. Er leierte Projekte an; holte Geldgeber an Bord, war Motor in Gesprächen mit der Stadt und den Denkmalschutzbehörden und kümmerte sich zusammen mit seinen Vorstandskollegen Tibor Tarai und Günther Gehring um die Pflege der Außenanlagen. Bei der Jahreshauptversammlung Ende Februar kandidierte der 78-Jährige nicht mehr für den Vorsitz. Ein neuer Vorsitzender fand sich nicht. Das Vereinsrecht weist in diesem Fall eine weitere außerordentliche Sitzung innerhalb von vier Wochen aus. Findet sich auch hier kein Vorstand, wird der Verein aufgelöst.
Soweit wollte es der umtriebige Hans Badstübner natürlich nicht kommen lassen. Er lud seinen alten Vorstand und den engsten Kreis der Mitstreiter ins Schloss ein und hielt wohl so etwas wie eine Grundsatzrede. "Anschließend bin ich mit dem Männerchor für fünf Tage in die Heide gefahren", erzählt der 78.Jährige und lacht. Seinen Mitstreitern gab er nur einen
Abschiedssatz mit auf den Weg: "Wenn ich zurück bin, ist ein Vorstand gefunden!"
Das es genau so kam, freut Hans Badstübner natürlich besonders. Er sei zwar ein bisschen wehmütig, räumte der neue Ehrenvorsitzende des Förderkreises nach der gerade einmal 50-minütgen außerordentlichen Jahreshauptversammlung ein, "aber das erste Anliegen, nämlich das es weitergeht mit dem Förderkreis, ist geschafft."
Weiter gebt es im Vorstand mit vielen alten, aber auch einigen neuen Gesichtern: Klaus-Dieter Mackenroth zur Seite steht der alte Vize Reinhold Eck, für Mackenroth eine ausschlaggebende Personalie bei der Entscheidung, den Vorsitz zu übernehmen. Schriftführer ist Bernd Bechert, Kassiererin bleibt Maria Vetter. Beisitzer sind Roland Badstübner, der Sohn des Förderkreis-Gründers, Tibor Taray; Hans-Jörg Leisner und Günther Gehring.
"Sie alle wissen", erklärte Klaus-Dieter Mackenroth den fast 40 Anwesenden am Freitagabend, "dass die Reparatur beginnt, wenn ein Haus eingeweiht wurde. Wir als Förderkreis wollen der Stadt genau dabei weiter helfen." In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat er das überaus erfolgreich getan. Fast 328 000 Euro konnte der Förderkreis in und rund um das Schloss investieren. Mit Blick auf die klamme Stadtkasse ist das weitere Engagement ein Segen für Bürgermeister Jörg Muth.
Stand bisher die Renovierung des Schlosses im Vordergrund, liege das Hauptaugenmerk des 333 Mitglieder zählenden Förderkreises jetzt auf der Erhaltung, so der Ingenieur im Ruhestand, der seit vielen Jahren nicht nur im Förderkreis, sondern auch im Heimat- und Geschichtsverein aktiv ist. Das er einmal den Vorsitz Übernehmen würde, nein, dass habe er sich nicht vorgestellt. "Aber bevor der Verein auseinander fällt, habe ich mir gedacht: Mach' ich's", so der Langenselbolder.
Hans Badstübner, für den die Stadt noch einen offiziellen Abschied plant, wird sich natürlich nicht ganz verabschieden. " Wenn der Vorstand meine Hilfe braucht, stehe ich zur Verfügung", sagt der 78-Jährige und grinst. Den einen oder anderen Vor-Ort-Termin hat er bereits ausgemacht. Hans Badstübner wird also weiter die Werbetrommel rühren für sein Schmückstück, für sein Lebenswerk. Als alter Hase geht man eben niemals so ganz.

Zitate
"Für den Förderkreis geht eine Ära zu Ende. "
"Hans Badstübner hat das Talent gehabt, Leute zu begeistern. "
(Der neue Vorsitzende des Förderkreises Schloss Langenselbold, Klaus-Dieter Mackenroth, über seinen Vorgänger)
 
" Wir haben viel zu viele Schwätzer und keine Macher: Wenn man zu lange redet, ist die Maßnahme am Ende 20 Prozent teurer: "
(Hans Badstübner, 18 Jahre Vorsitzender des Förderkreises Schloss Langenselbold)  

Klaus-Dieter Mackenroth; Maria Vetter; Günther Gehring; Reinhold Eck; Jörg Leisner; Roland Badstübner; Bernd Bechert; Bürgermeister Jörg Muth; Tibor Tarai (von links) Foto: Bender
GEWÄHLT: Klaus-Dieter Mackenroth (rechts) ist neuer Vorsitzender des Förderkreises Schloss Langenselbold. Er löst Hans Badstübner ab, der jetzt Ehrenvorsitzender des 'vereins ist. Hätte sich kein Nachfolger für Badstübner gefunden. wäre der Verein wohl aufgelöst worden. Doch Mackenroth trat dem entgegen.

Pressemitteilung

Von links Frau Vetter, Herr Badstübner und Herr Eck vom Förderkreis Schloss sowie Frau Dr. Benak und Herr Bucholt

Am 29.3.12 hatte der Förderkreis Schloss Besuch aus Wiesbaden.
Zusammen mit Herrn Bucholt von der Unteren Denkmalbehörde des Main Kinzig Kreises besuchte uns Frau Dr. Benak vom Hessischen Landesamt für Denkmal-schutz aus Wiesenbaden um sich über die Entwicklung des Langenselbolder Schlosses zu informieren. Nach einer ausführlichen Demonstration des Erreichten durch den Ehrenvorsitzenden des Förderkreises zeigten sich unsere Besucher beeindruckt über den Erfolg, aber auch über die aktive Nutzung des gesamten Schlossbereiches. Wie wir den Kommentaren unserer Besucher entnehmen konnten, scheint dies zu den Ausnahmen in der Region zu gehören. Frau Dr. Benak sagte uns ihre Unterstützung im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten zu. Ein konkretes Projekt wurde bereits besprochen.

 

Guter Start in die Post-Badstübner-Ära

Förderkreis Schloss bestätigt Vorstand in vielen Ämtern. Neuer Chef: Klaus-Dieter Mackenroth
Gelnhäuser Neue Zetung 26.03.2012
Langenselbold (kb). Die außerordentliche Mitgliederversammlung des Förderkreises Schloss Langenselbold hat am Freitagabend mit Klaus Dieter Mackenroth einen neuen Vorsitzenden für den vor 18 Jahren von Hans Badstübner gegründeten Verein hervorgebracht (die GNZ berichtete). In Rekordgeschwindigkeit -gerade einmal 10 Minuten dauerte die Wahl - ist das neue Vorstandsteam gewählt worden. Zahlreiche Amtsträger sind In ihren Ämtern bestätigt worden. Badstübner Ist zum Ehrenmitglied ernannt worden.
Die 38anwesenden Mitglieder schenkten dem 70-jährigen Klaus-Dieter Mackenroth bei zwei Enthaltungen ihr Vertrauen. Reinhold Eck wurde als stellvertretender Vorsitzender in seinem Amt bestätigt. In die Fußstapfen der ehemaligen Schriftführerin Beate Badstübner, die ihr Amt auf Grund eines Auslandsaufenthalts niedergelegt hatte, tritt Bernd Bechert. Kassiererin Maria Vetter wurde ebenfalls in ihrem Amt bestätigt. Als Beisitzer fungieren Roland Badstübner, Tibor Tarai, Hans ]örg Leister und Günther Gehring. Gabi Unger; Gisela Martin und Hans Wörner agieren als Revisoren.
Ein sichtlich erleichterter Hans Badstübner bedankte sich im Anschluss an die Wahl bei jedem Vorstandsmitglied persönlich. Vielen Dank für die jahrelange Treue und die Bereitschaft, dem Förderkreis zu helfen. Danke für Ihr entgegengebrachtes Vertrauen, ich bitte Sie, dieses auch auf den neuen Vorstand zu übertragen, bleiben sie dem Förderkreis treu", sagte Badstübner. Er versicherte, auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. "Wenn der Vorstand Hilfe benötigt, werde ich immer da sein", verkündete er.
Im Gespräch mit der GNZ erläuterte Badstübner, wie es letztendlich doch noch zur Findung eines neuen Vorsitzen- den gekommen sei. "Ich hatte das erweiterte Vorstandsteam zu einem offenen Gespräch eingeladen, jedem noch einmal ins Gewissen geredet und mich danach für fünf Tage in den Urlaub verabschiedet." Danach, so habe er gefordert, müsse der neue Vorsitzende feststehen. Seine Rechnung ging auf. Mit Mackenroth hat ein langgedienter Vereinsmensch für die Spitze des Förderkreises gewonnen werden können. Der pensionierte Ingenieur, der seit seinem dritten Lebensjahr in der Gründaustadt lebt und sich in seiner Freizeit mit großer Leidenschaft der Fotografie widmet, lobte in seiner Antrittsrede seinen Vorgänger.
"Hans Badstübner hatte schon immer das Talent gehabt, Leute mitzureißen und von etwas zu überzeugen. Mit seinem Ausscheiden geht für den Förderkreis eine Ära zu Ende." Bisher hätten die Aufgaben des Vereins unter der Überschrift Renovierung gestanden, jetzt gelte es, sich um die Erhaltung zu kümmern. "Gemeinsam mit der Eigentümerin des Hauses, der Stadt, werden wir uns bemühen, das, was unsere Vorgänger geschaffen haben, in Stand zu halten", erklärte er. Entscheidend für ihn, sich als Vorsitzenden zur Verfügung zu stellen, sei für ihn die Wiederwahl Ecks als Vize-Chef gewesen. Ich bin ja Neuling, deshalb werden wir die Aufgaben des Vorsitzenden gemeinsam übernehmen", sagte Mackenroth. Eigentlich habe er sich aufgrund seines Alters zunächst gescheut, so der neue Vorsitzende im Gespräch mit der GNZ, da Eck aber ein sehr guter Freund von ihm sei, hätten sie beschlossen, den Verein gemeinsam weiterzuführen, bevor dieser auseinanderfalle. Wir stemmen das beide zusammen, wir können gut zusammen arbeiten und ergänzen uns gut", erklärte Mackenroth.
Glückwünsche an den neuen Vorstand, auch im Namen des Magistrats, gab es auch von Bürgermeister Jörg Muth. .Ich habe auf Hans vertraut, dass er das Steuer rumreißt", meinte Muth. Nun setze er weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit und Kommunikation. „Je mehr wir miteinander reden, desto weniger brennt an.“ Für Badstübner kündigte er einen separaten. Verabschiedungsabend an, in dessen Rahmen das große Engagement des
ehemaligen Vorsitzenden gewürdigt werden solle.
Reinhold Eck stellte im Anschluss den Antrag, einen Passus über Ehrenmitgliedschaften in die Vereinssatzung aufzunehmen, der einstimmig gestattet wurde. Hintergrund war der Wunsch, Badstübner als Ehrenmitglied des Vereins auszuzeichnen. Zu diesem wurde er dann auch einstimmig von den Anwesenden gewählt und bekam eine Urkunde, die ihm seinen engagierten Einsatz bei den Renovierungen des Schlosses bestätigte. Die Arbeit hier war wunderschön, aber auch sehr zeitintensiv. Ich bin ein Macher, leider gibt es viel zu viele Schwätzer, das hat mich manchmal ungeduldig werden lassen, blickte Badstübner zurück. In Zukunft wolle er sich gemeinsam mit seiner Frau noch intensiver der Gartenarbeit widmen, reisen und einfach mehr Freizeit haben. Aber die Gärtner vom Bauhof, die sich künftig um das Außengelände des Schlosses kümmern werden, wolle er bei kleineren Arbeiten weiterhin unterstützen.  

 

Förderkreis Schloss: Vorstand gefunden.

Langenselbolder Zeitung. Samstag 24. März 2012 (bac)
Ende gut, alles gut.
Der Förderkreis Schloss Langenselbold hat einen neuen Vorsitzenden, die Zukunft des Vereins ist damit gesichert. Einstimmig wurde gestern abend im Rahmen der Außerordentlicher Sitzung, die nur einen einzigen Tagesordnungspunkt hatte, Klaus-Dieter Mackenroth zum Vorsitzenden gewählt. Der 70-jährige Langenselbolder tritt die Nachfolge von Hans Badstübner an, der bei der Wahl Ende Februar nicht mehr für den Vorsitzkandidiert hatte. Mackenroth zur Seite steht Reinhold Eck als Zweiter Vorsitzender, auch alle anderen Ämtern lm Vorstand sind besetzt. Der umtriebige Badstübner, 18 Jahre lang Motor des Vereins, der sich höchst erfolgreich um die Renovierung und Sanierung des Schlosses kümmert, kann sich nun guten Gewissens in den Unruhestand verabschieden. Ein bisschen wehmütig sei er schon, gab Badstübner im Gespräch mit der LZ zu, aber auch froh, "dass es, weitergeht mit dem Förderkreis". Hätte sich bei der außerordentlichen Sitzung erneut kein Vorsitzender gefunden, hätte die Auflösung gedroht. Dem 78-jährigen Badstübner wurde am Ende die nicht einmal eine Stunde dauernder Versammlung noch eine ganz besondere Ehre zuteil: Einstimmig wählten ihn die fast 40 anwesenden Mitglieder zum Ehrenvorsitzenden, ein Amt, dass es in den Statuten des Vereins bis Freitagabend noch gar nicht gab, Ausführlicher Bericht folgt. 

 

Keine „Rettungsaktion“ für Förderverein.

Versammlung des Vereins für Geschichte und Heimatkunde Langenselbold

Auszug aus d. Gelnhäuser Neue Zeitung 12.03.2012
Langenselbold (tmb). Am Freitagabend haben die Mitglieder des Langenselbolder Vereins für Geschichte und Heimatkunde einen neu. en Vorstand gewählt. Dr. Manfred Keil wurde dabei als Vorsitzender bestätigt. Für Aufregung sorgte jedoch ein anderer Tagesordnungspunkt: Der Antrag von Dr. Bernd Müller zu einer "Rettungsaktion für den Förderverein Schloss Langenselbold".
Es war zu vorgerückter Stunde – die in Geheimer Abstimmung entscheidenden Wahlen hatten sich hingezogen - als in einer bis dahin ruhigen Jahreshauptversammlung die Emotionen plötzlich hochkochten. Dr. Bernd Müller hatte beantragt, darüber abzustimmen, ob der Vorstand des Geschichtsvereins dem Förderverein bei der laufenden Suche nach einem neuen Vorsitzenden zur Seitestehen sollte. Schließlich war bei dessen Mitgliederversammlung vor zwei Wochen kein Nachfolger für den zurückgetretenen, Hans Badstübner gefunden worden (die GNZ berichtete). Müller befürchtete nun den Niedergang einer 20-jährigen Initiative, den er mit dieser Aktion verhindern wollte.
Was dem bisherigen Vorsitzenden Hans Badstübner, ebenfalls Mitglied im Geschichtsverein, an dem Vorschlag nicht schmeckte, war offensichtlich Müllers Formulierung, über eine "Bündelung der Kräfte bis hin zur Verschmelzung der beiden Vereine" nachzudenken. Badstübner reagierte verschnupft und wies darauf hin, dass die entscheidende außerordentliche Mitgliederversammlung erst am 23. .März stattfinden werde: „Ich würde schon darum bitten, dass man das respektiert und diesen Termin und sein Ergebnis abwartet."
Müller nimmt Antrag wieder zurück.
„Ich lasse mir nicht unterstellen, dieses oder jenes nicht zu akzeptieren", konterte Müller und wies auf seine guten Absichten hin. Es ginge nicht darum, nächste Woche zu fusionieren, sondern eine Lösung zufinden. Badstübner erklärte, dass, werde kein Vorsitzender gefunden, damit der Verein nicht automatisch verloren sei - der Turnverein habe auch mehrere Versuche gehabt, um einen Vorsitzenden zu finden.
Die Fronten schienen verhärtet; Schlichtungsversuche von Fritz Schüßler liefen ins Leere, bis Müller seinen Vorschlag annahm, den Antrag schlicht und einfach zurückzuziehen: "Es ist ein Angebot gewesen. Dieses Angebot wird offensichtlich nicht geschätzt." ......

 

Was wird aus dem Schloss?

Heute Abend Vorstandswahlen des Förderkreises

Langenselbolder Zeitung. Freitag, 23.März 2012
Langenselbold (rh/rb). Heute Abend "gilt , es" buchstäblich: Der Förderkreis Schloss.
Langenselbold sucht einen neuen Vorsitzenden, nachdem Hans Badstübner nach über 18 Jahren in diesem Amt aus Alters- gründen bei der vorangegangenen Jahreshauptversammlung nicht mehr kandidierte (die LANGENSELBOLDER ZEITUNG berichtete mehrfach):
Um 19 Uhr findet daher im Schloss eine erneute Sitzung statt, mit dem einzigen Ziel, einen Nachfolger für Badstübner zu küren. Die Frage: soll der Verein überhaupt weiter arbeiten, oder hat er nicht vielmehr seinen Zweck, nämlich die Restaurierung des Schlosses, bereits erfüllt und könnte sich genauso gut auflösen, dürfte dabei ebenfalls eine Rolle spielen. Doch wäre eine solche Haltung möglicherweise kurzsichtig, denn auch einen einmal gewonnenen
Status gilt es, zu erhalten.
Und angesichts der Finanzmisere der Stadt Langenselbold wäre eine tatkräftige Unterstützung dieses Erhaltungsprozesses sicher nicht wertlos. Sogar ebenfalls in finanzieller Hinsicht.
In den zurückliegenden Wochen hat sich gezeigt, nicht zuletzt bei der Sitzung des Vereins für Geschichte und Heimatforschung, dass wohl auch personelle "Animositäten" innerhalb des Förderkreises eine gewisse Rolle spielen bei der Suche nach einem neuen "Motor" für die Schlossförderung. So scheint das Ziel des Vereins, nämlich auch den Erhalt des Erreichten zu sichern, mit einer Auflösung nicht ganz getroffen.
Badstübner hatte jüngst den Eindruckerweckt, er könne vielleicht doch noch einen Nachfolgekandidaten präsentieren. Aus Mitgliederkreisen war dazu jedoch bislang nichts zu hören. Es dürfte heute Abend also ausgesprochen spannend werden, bei der frage: Wer hält künftig seine schützende Hand über das Langenselbolder Schloss? 

 

 

Schloss-Förderverein ohne Kopf

Der Vereinsvorsitzende Hans Badstübner tritt nicht mehr zur Wahl an.
Langenselbolder Zeitung 24. Februar 2012 
Langenselbold (rh/phr). Der Vorsitzende des Förderkreises für das Schloss Langenselbold, Hans Badstübner, legt sein Amt nieder. Er will sich heute Abend auf der Jahreshauptversammlung nicht mehr zur Wahl stellen. Auch sein Vize Reinhold Eck behält sich vor, nicht mehr zur Wahl anzutreten. Die Zukunft des Vereins ist ungewiss.
Heute Abend um 19 Uhr findet im Großen Salon des Schlosses die Jahreshauptversammlung des Förderkreises für das Schloss Langenselbold statt. Der kümmert sich seit 18 Jahren um die Restaurierung, den Erhalt und teilweise auch die Unterhaltung des historischen Kleinods auf dem Klosterberg. Untrennbar verbunden mit den großen Leistungen des Vereins ist der Name seines Initiators, Gründers und seit Beginn im Februar 1994 ersten Vorsitzenden: Hans Badstübner.
Heute Abend finden turnusmäßig Vorstandswahlen statt. Der 78-Jährige jedoch will nicht mehr für den Vorsitz kandidieren. Und auch sein Vize, Reinhold Eck, behalte sich vor, den Posten des zweiten
Vorsitzenden aufzugeben, sich ebenfalls nicht mehr zur Wiederwahl zu stellen, je nachdem, wer zukünftig der "Motor" des gemeinnützigen Vereins sein will. Alle Bemühungen, einen Nachfolger Badstübners zu finden, scheiterten bislang. Auch eine neue Schriftführerin wird benötigt, doch das ist weniger dramatisch als eine nicht besetzte Führungsstelle. Es könnte die Vereinsauflösung drohen. Der Grund für Badstübners Rückzug: Mit 78 Jahren und einem weitestgehend vollbrachten Lebenswerk denn als solches kann die Restauration des Schlosses unzweifelhaft bezeichnet werden möchte auch der agile und rüstige Ruheständler kürzer treten. Wohl ebenfalls seiner Frau Gertrud zuliebe, denn sie hatte in den vergangenen Jahren recht wenig von ihm. "Manchmal ist er schon morgens um sieben zum Schloss gegangen, nach dem Rechten zu sehen. Die ganzen Handwerker hatten ja im Grunde immer nur ihn als Ansprechpartner. Die Gartenanlage, die vielen Renovierungen: im Innern, das hat ihn enorm viel Zeit und Kraft gekostet."
Hans Badstübner ergänzt; "Vorstandsarbeit ist ein Ehrenamt, das man freiwillig übernimmt, aber auch ebenso freiwillig zu gegebener Zeit abgeben darf. Was mit dem 24. Februar 2012 geschieht. Die Aufgaben und Ziele, die ich mir persönlich gestellt hatte, sind erfüllt." Und tatsächlich: Ein möglicher Nachfolger könnte sich beruhigt ins "gemachte Nest" setzen. Die umfänglichen Restaurierungsarbeiten sind erfolgt, jetzt geht es darum, das Erreichte zu bewahren und für eine regelmäßige Überwachung des Zustands zu sorgen. Auch nicht gerade wenig Arbeit, aber leistbar. Denn schließlich sollen ja auch nicht die Vermögenswerte des Förderkreises "der Staatskasse zum Opfer fallen".
Der Vorsitzende kennt allerdings die Hemmnisse, die sich einem neuen Engagement möglicherweise entgegen stellen: Vorstandsarbeit kostet ein wenig Zeit. Zeit, die Berufstätige oft nicht haben. Zudem sind rund 85 Prozent der Mitglieder des Förderkreises älter als 60 Jahre. Hier aber wird es andererseits wieder reizvoll; Kann man sich ein schöneres "Altershobby" vorstellen, als sich um einen solchen Schatz wie das Langenselbolder Schloss ein wenig zu kümmern?
Man darf gespannt sein auf den Tagesordnungspunkt sieben der heutigen Jahreshauptversammlung: Neuwahlen des Vorstands.

 

Debatte über „Verschmelzung“ mit Förderkreis Schloss.

Jahreshauptversammlung Geschichte und Heimatkunde

Auszug aus d. Langenselbolder Zeitung. 12.03.2012

 

Zu einer kleinen Auseinandersetzung kam es nach Abschluss der Vorstandswahlen unter dem Punkt "Anträge". Dr. Bernd Müller, Vereinsmitglied und gleichzeitig auch Mitglied im Förderkreis für das Schloss Langenselbold, stellte den Antrag, der Heimatverein möge doch ein "Gesprächsteam" zusammenstellen, um gegebenenfalls den Förderverein personell zu unterstützen. Dieser ist ohne Vorsitzenden, da Hans Badstübner nach rund 18 Jahren nicht mehr zur Wiederwahl antrat und sich bei den Vorstandswahlen vor rund zwei Wochen kein anderer Kandidat fand (wir berichteten).

Es gehe um die "Bündelung von Kräften", da die Zwecke und Ziele der beiden Vereine durchaus ähnlich seien, meinte Müller. In der Zukunft könne man daher auch durch- aus

"über eine Verschmelzung nachdenken". Der Vorstand des Geschichtsvereins habe in vorhergehenden persönlichen Gesprächen „Unterstützungsbereitschaft signalisiert".

Gegen diesen Antrag verwahrte sich Badstüber, ebenfalls Mitglied in beiden Vereinen, jedoch energisch, und forderte; „erst einmal den 23. März abzuwarten". Dies ist das Datum einer erneuten Mitgliederversammlung im Förderkreis. Findet sich auch dann kein neuer Vorsitzender, könnte eine Zweidrittelmehrheit laut Satzung den Verein eventuell auflösen. Außerdem droht eine Zwangsauflösung durch das Amtsgericht. Dies sei aber, wie auch Badstübner jetzt einräumte, ein längerwieriger Prozess, der Verein habe durch aus auch weiterhin Gelegenheit, zu einem ordnungsgemäßen Vorstand zu kommen. Ein Mitglied aus den Reihen des Turnvereins bestätigte, dass es auch dort in der Vergangenheit ein ähnliches Problem gegeben habe, das jedoch mittelfristig gelöst werden konnte. Es bleibt also spannend beim Förderverein, denn Müller zog seinen Antrag aufgrund der Kontroverse zurück.

 

 

Förderkreis Schloss vor dem Aus ?

Keinen Nachfolger für Vorsitzenden Hans Badstübner gefunden / Zweiter Termin anberaumt.

Gelnhäuser Neue Zeitung 27.Februar 2012

Langenselbold (kb). Was sich bereits Im Vorfeld abgezeichnet hat, wurde am Freitagabend zur Gewissheit. Bei der Jahreshauptversammlung des Förderkreises Schloss Im großen Salon fand sich unter den rund 40 Anwesenden kein Nachfolger für den scheidenden Vorsitzenden Hans Badstübner. Dieser Umstand zieht eine erneute Jahreshauptversammlung nach sich, die für den 23. März angesetzt wurde. Sollte auch dann kein neuer Vorsitzender gefunden werden, würde dies nach 18 Jahren satzungsgemäß das Aus für den rührigen Verein bedeuten.
"Heute stand das Telefon nicht still, viele Vermutungen über den Grund meines Rücktritts wurden geäußert. Ob ich krank sei, Zwist mit dem Vorstand habe. Aber nein, nichts davon ist der Fall", sagte Hans Badstübner. Er werde 78 Jahre, da sollte auch irgendwann mal Schluss sein, vor allem wenn man sein Ziel erreicht habe. "Aber es fällt mir nicht ganz leicht, der Förderkreis ist ein Teil von mir", fügte er hinzu.
Seit 1994 habe sich das Schlossgebäude durch umfangreiche Sanierung und Restaurierung zu einem Glanzstück .entwickelt, die Außenanlage sei zu einer Parkanlage geworden. Dennoch werde solch ein Bauwerk nie ganz fertig sein.  Badstübner dankte allen, die seine Tätigkeit für den Förderkreis in den vergangen 18 Jahren begleitet und unterstützt haben.
Bis auf seine Tochter Beate und den stellvertretenden Vorsitzenden Reinhold Eck ist der komplette Vorstand bereit, seine Ämter weiterzuführen. Badstübners Tochter muss ihr Amt aufgrund eines zweijährigen Auslandaufenthalts abgeben, Eck macht sein Weiterwirken davon abhängig, wer der künftige Vorsitzende wird.
Vier Wochen zum In – sich - Gehen haben die Förderkreisler nun. Badstübner und sein Vorstandsteam werden bis dahin die Geschäfte kommissarisch weiterführen. Wir sind jeder zeit bereit, Gespräche zu führen und würden auch zu künftig behilflich sein", versicherte das Vorstandsteam.
Muth würdigt große Verdienste von Badstübner
Der sichtlich gerührte Hans Badstübner wurde mit bewegenden Worten von Reinhold Eck verabschiedet. Auch Bürgermeister Jörg Muth würdigte in seiner Ansprache die großen Verdienste Badstübners und kündigte an, im würdevollen Rahmen einer Extraveranstaltung Badstübner während einer Feierstunde die Anerkennung zukommen lassen zu wollen, die er bei den Langenselbolder Bürgern hat. Nutzen sie die Zeit bis zum zweiten Anlauf, forderte Muth die Anwesenden auf, und die Arbeit, der Fleiß und die Ideen müssen weiterleben.
Der Bürgermeister richtete Worte des Danks an den gesamten Förderkreis. ohne ihn würden wir heute nicht in diesem Schmuckstück sitzen", lobte Muth Fleiß und Zuverlässigkeit des Vereins. 1,6 Millionen Euro, in Form von Landeszuschüssen, städtischen Mitteln sowie Geldern des Förderkreises, seien seit dessen Bestehen in die Sanierung des Schlosses, die Muth als nachhaltige Investition bezeichnete, gesteckt worden.
Er gab bekannt, dass aufgrund der prekären finanziellen Lage der Stadt, hervorgerufen durch erneute Gewerbesteuerrückzahlungen, der für die Installation einer Brandmeldeanlage zugesagte Betrag von 50000 Euro durch die bevorstehende Haushaltssperre wahrscheinlich verschoben werden müsse.
Stehende Ovationen für "Schlossherrn"
Außerdem berichtete Muth, dass ab 31. März der städtische Bauhof unter Federführung von Doris Hamburger die Pflege des Schlossparks Übernehme. Geplant sei weiterhin ein neuer Anstrich für die Türen der Herrnscheune, ein Zinkdach für die Bushaltestelle sowie die Erneuerung des Bodens in der Herrnscheune, welche allerdings in Ermangelung finanzieller Mittel auf 2014/2015 verschoben werden müsse.
Der Geschäftsbericht blickte unter anderem auf 14 Schlossführungen im vergangen Jahr zurück. Weiterhin konnte die Sanierung des Großen Salons, die Gesamtkosten in Höhe von rund 16000 Euro mit sich brachte, erfolgreich abgeschlossen werden. Alle Kamineinfassungen wurden überholt, und im November wurden 1400 Blumenzwiebeln im vorderen Schlosspark gepflanzt.
Die Vorhaben in diesem Jahr umfassen die Restaurierung zweier Bachtanzgemälde durch Ina Werns, die Anschaffung von Stehleuchten für den Stucksaal sowie das Anbringen von Vorhangen im Kamin., Napoleon- und Landgrafenzimmer als Lichtschutz für Gemälde und Tapeten.
Kassiererin Maria Vetter berichtete von Einnahmen in Höhe von rund 15500 Euro, die sich aus Mitgliedsbeitragen, Spenden, Einnahmen durch Schlossführungen sowie Zuschüssen zusammensetzten. Ausgaben wurden in Höhe von knapp 10000 Euro getätigt. Hier floss ein Großteil der Summe in die Restaurierung des großen Salons sowie der Kamine, in die Instandhaltung der Parkanlage, Verwaltungs- kosten sowie Musikerhonorare. Zum 31. Dezember 2011 war der Verein mit einem Plus von knapp 15000 Euro gut aufgestellt. Die Kassenprüfer hatten keinen Grund zur Beanstandung, und so wurde der Vorstand einstimmig entlastet.
Mit einem Dankeschön in Gedichtform schloss Erwin Reinstadt die Versammlung mit den an Badstübner gerichteten Worten: "Du wirst schon sehen, so schön wie hier kann's anderswo kaum sein". Die Mitglieder des Förderkreises würdigten das Wirken ihres "Schlossherrn" mit stehenden Ovationen.

 

Pressebericht Jahreshauptversammelung.

Langenselbolder Zeitung                                               Montag den 27.02.2012

Badstübners große Fußstapfen
Der Förderkreis des Schlosses sucht händeringend einen neuen Vorsitzenden
 
Langenselbold (rh/how). Bereits am Freitag hatte die Langenselbolder Zeitung vorab berichtet, dass Hans Badstübner nicht mehr für den Posten des ersten Vorsitzenden im Förderkreis  Schloss Langenselbold kandidieren würde. Nach 18 Jahren schied er am Freitagabend dann aus diesem Ehren- amt aus. Einen Nachfolger für Badstübner gibt es noch nicht. Am 23. März lädt der Verein zu einer weiteren Versammlung. Bis dahin soll ein Kandidat gefunden werden.
"Alles hat seine Zeit", sagte Badstübner zum Abschied. Ein letztes Mal lieferte er vor den knapp 40 (von rund 340) erschienenen Vereinsmitgliedern seinen Geschäfts. bericht für das Jahr 2011 ab und dokumentierte nochmals die für ihn wohl letzte große Aktion in der Vereinsgeschichte und damit auch sein Lebenswerk: die Sanierung des "Großen Salons" des Schlosses.
Badstübner dankte der Firma Stein sowie dem Schreinermeister Klaus Hamburger, für die gute Arbeit. Nach Absprache mit der Restauratorin Ina Werns und der Unteren Denkmalschutzbehörde des Main - Kinzig Kreises wurden Arbeiten für rund 16200 Euro ausgeführt. Hiervon über nahm der Förderkreis aus eigenen Mitteln 6882 Euro, die Stadt Langenselbold steuerte 2500 Euro bei, und das Hessische Landes. amt für Denkmalpflege subventionierte das Projekt mit 6800 Euro.
Aber auch die Bepflanzungen im Außenbereich wurden erneuert. Rund 1400 Frühlingsblumenzwiebeln setzten die Mitglieder im November. Sie entstammen einer Spende des Förderkreismitglieds Friedrich Schadt.
Für das Jahr 2012 stehen nach Badstübners Bericht ebenfalls noch Projekte allerdings kleinerer Art an. So sollen die zwei "Bachtanz"-Gem:älde des im November 1974 verstorbenen Hanauer Expressionisten und Lehrers an der Zeichenakademie, Reinhold Ewald, von Werns restauriert werden. Weiterhin ist die Anschaffung von vier Stehleuchten für den Stucksaal geplant, und schließlich sollen die Vorhänge für das Kamin-, Napoleon- und Landgrafenzimmer als Lichtschutz für Tapeten und Gemälde ersetzt werden.
"Pfiffig" wie Bürgermeister Jochen Muth während der Sitzung augenzwinkernd kommentierte: Badstübner hatte seinerzeit die alten Gardinen der Klosterberghalle bei deren Erneuerung "beiseite geschafft", damit vor der Entsorgung gerettet und sie "zwischengelagert". "Einer bekannten Person passte die Farbe nicht, sonst hingen sie schon längst", zwinkerte das Stadtoberhaupt weiter.
Der Kassenbericht des Vereins, präsentiert von Schatzmeisterin Maria Vetter, ließ sich ebenfalls positiv an. Einnahmen von rund 15 500 Euro aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden, Veranstaltungserlösen und Zuschüssen im Jahr 2011 standen rund 9900 Euro an Ausgaben gegenüber. Den Löwenanteil bildeten hier die Restaurationsbeiträge für den Großen Saal, der Rest setzt sich aus vereinsüblichen kleineren Beträgen zusammen. Somit verfügte der
Förderkreis zum Stichtag 31. Dezember 2011 über ein Kassenguthaben von rund 14600 Euro und konnte damit die Bilanz von 2011, rund 9000 Euro im Plus, um gut 5000Euro Toppen. Vetter wurde von den beiden Revisoren Irmgard Steinhauser und Fritz Seifert, die die Kasse Anfang Februar geprüft hatten, eine "vorbildliche Buchführung ohne jegliche Beanstandungen" attestiert. Der gesamte Vorstand wurde darauf hin selbst redend entlastet.
Kaum Mittel in der Stadtkasse.
Den eigentlich rosigen Prognosen für die Zukunft der Schlossbetreuung in personeller (340 Fördervereinsmitglieder) und finanzieller Hinsicht, sieht man einmal vom derzeitigen "Motorschaden" ab, setzte Bürgermeister Muth einen kräftigen Dämpfer auf. Zuwendungen und Aufwendungen für die Unterhaltung des Langenselbolder Schlosses seitens der Stadt stehen in Frage. Geschuldet ist dies der neuen Situation: Im Haushalt klafft ein zusätzliches Loch von 5,3 Millionen Euro, bedingt durch die Gewerbesteuerrückforderungen und geminderten Vorauszahlungen des Finanzamts. Wie Muth befürchtet, wird daher eine Investition von 50 000 Euro, die bereits eingeplant war für die Installation einer Brandmeldeanlage im Schloss, vermutlich Haushaltssperren zum Opfer fallen, die in den kommenden Wochen vom Parlament .möglicherweise beschlossen werden müssen. (die LZ berichtete).
Allerdings konnte er auch Positives verkünden: Ab dem 31.März 2012 wird der städtische Bauhof unter Regie von Doris Hamburger die Pflege der Außenanlage übernehmen.
Ebenfalls positiv: Im Vorfeld der Versammlung hatte sich ein Kandidat für die vakant werdende Position des Schriftführers im Verein gefunden. Erwin Rernstätdt, der von der Jahreshauptversammlung zum Wahlleiter für die Vorstandswahlen nominiert worden war, wollte allerdings wegen des noch fehlenden Nachfolgers für Badstübner dessen Na- men nicht nennen. Die bisherige Schriftführerin, Beate Badstübner, wird mit ihrem Mann ins Ausland gehen und kann deshalb diese Funktion nicht mehr wahrnehmen.

Kommentar

Suche nach einem Vorsitzenden, Wofür brauchen wir einen Förderverein?

Von Rainer Habermann

Mit dem Abschied Hans Badstübners aus der Vorstandsarbeit stellt sich die Frage nach dem Sinn des Fortbestandes eines Fördervereines für das Langenselbolder Schloss. Denn eigentlich ließe sich jetzt bequem eine Art Schlussbilanz ziehen. Bequem zumindest für den Verein. Der "Motor" ist abgestellt, der Rest kann Geschichte werden. Das Schloss erstrahlt in neuern Glanz, die paar Rosen und Hecken kann auch der Bauhof schneiden. Selbst die Satzung des Vereins sieht nur einen temporären Zweck vor: die Sanierung des Schlosses eben. Ist diese erfolgt, kann er sich auflösen. In Gesprächen nach der Jahreshauptversammlung am Freitagabend kristallisierten sich die unterschiedlichen Positionen im kleinen Aktivenkreis des Vereins das sind rund zehn Prozent der Mitglieder dazu heraus. " Warum sollen wir uns noch weiter verrückt machen, der Vereinszweck ist doch erfüllt", meinten einige. Doch auch die Gegenposition wurde laut: "So ein altes Gebäude braucht immer und zu jeder Zeit sowohl Pflege wie auch ein gewisses Händchen".
Und wer sollte das leisten, wenn nicht die Bürger, wo der Stadtsäckel doch ohnehin leer ist? Kritische Anmerkung, nicht von jedem gerne gehört. Das dürfte nun auch unter den Mitgliedern für Diskussionszündstoff sorgen.
Warum aber haben es Vereine überhaupt so schwer, einen Vorsitzenden zu finden? Der Förderkreis steht hier bei weitem nicht alleine, das ehrenamtliche Engagement gehe allgemein zurück, sagen viele Vereinsfunktionäre. Gibt es nur noch "Selbstverwirklicher" oder "Wulffs" in Kultur, Politik, Sport? Haben die Vereine alle ein Überalterungsproblem? Traut sich wirklich kein Normalbürger, mit den politischen Gremien oder der Verwaltung einer Kommune zu sprechen? Spielt Geld vielleicht eine Rolle? Oder scheinen, im speziellen Fall einfach die "Fußstapfen" Badstübners zu groß ? Über Motive für ehrenamtliche Arbeit haben nun alle Grund zum Nachdenken, in erster Linie die Vereinsmitglieder; denn sie haben sich durch ihre Mitgliedschaft der Förderung des Kulturguts Schloss verschrieben. Sie sind am 23. März um 19 Uhr, wiederum im Großen Saal des Schlosses, vor die Wahl gestellt: bürgerschaftliche Verantwortung für ein kulturelles Erbe, oder Sofa, Bier und Fernsehen als Engagement im Ruhestand. Denn dass dieses alte Gebäude ein wertvolles, zu bewahren des Kulturgut Langenselbolds darstellt, dürfte doch außer Frage stehen. Ob eine breitere Öffentlichkeit in der Stadt tatsächlich überhaupt Interesse an der eigenen Geschichte und Kultur hat, bleibt allerdings dahingestellt. Und ob Berufstätige ein solches Ehrenamt zusätzlich leisten können ebenfalls. Doch die Generation "Ü-60": Hat sie ein Zeit-, oder hat sie ein Mutproblem? Oder denkt sie einfach: "Lass doch die anderen machen"? Viele offene Fragen: die Antwort kann nur jemand geben, der bereit ist, Verantwortung zu übernehmen.