Die Entstehung der Schlossanlage
Im frühen 18. Jahrhundert ließ Graf Wolfgang Ernst III. von Isenburg die Anlage in mehreren Bauabschnitten errichten. Zunächst entstanden Wirtschaftsgebäude und der sogenannte Fruchtbau, der heute als Rathaus genutzt wird. Zwischen 1749 und 1752 folgte der Schlossbau.
Wichtige Stationen
Bau der Wirtschaftsgebäude einschließlich des Fruchtbaus, teilweise unter Verwendung von Steinen des früheren Klosters.
Errichtung des Schlosses durch Fürst Wolfgang Ernst I. (zuvor Graf Wolfgang Ernst III.).
Gestaltung der Gartenanlage im Innenhof als repräsentativer landschaftlicher Park.
Prinz Alfons von Isenburg-Birstein bezieht mit seiner Familie das Schloss und lässt Bäume und Sträucher im Park anpflanzen.
Die Gemeinde erwirbt den Fruchtbau und baut ihn später zum Rathaus um.
Die Gemeinde Langenselbold erwirbt die Schlossanlage.
Errichtung der Klosterberghalle anlässlich der Stadterhebung.
Architektur und Anlage
Der historische Schlosskomplex umfasst zwei aufeinander abgestimmte Hauptflügel: den Fruchtbau im Westen und den Wohnbau im Osten. Bruchsteinfassaden, Sandsteingliederungen und französisch geprägte Mansarddächer bestimmen das Erscheinungsbild. Die symmetrische Anlage zeigt den Einfluss barocker Bauvorstellungen.
Bewahrung für kommende Generationen
Die Wiederherstellung der Schlossanlage und die Pflege des Parks sind eng mit dem Engagement des Förderkreises verbunden. Hans Badstübner gab den entscheidenden Anstoß zur Wiederherstellung der vom Verfall gezeichneten Anlage. Dazu gehörten auch die aufwendigen Stuckarbeiten sowie die Neugestaltung und Pflege des Rosenparks.
Die Schlossanlage ist damit nicht nur ein Zeugnis vergangener Jahrhunderte, sondern auch ein Beispiel für die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements.